13 % Umsatzwachstum und 180 Mio. € geplante Investitionen

Jürgen Koopsingraven ist CFO bei Wago. (Bild: Wago)

Jürgen Koopsingraven ist CFO bei Wago. (Bild: Wago)

Jürgen Schäfer ist CSO bei Wago (Bild: Wago)

Jürgen Schäfer ist CSO bei Wago (Bild: Wago)

Auch bei dem Rekordumsatz bleibt die Verteilung nach Landesmärkten bei Wago im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Während Deutschland mit einem Umsatzanteil von rund 27 % traditionell den wichtigsten Markt darstellt, erreichte das übrige Europa 42 % ; ROW (Rest of World) stieg auf gut 31 % . „Insbesondere auf dem amerikanischen Kontinent hat sich das Geschäft mit 26 % Wachstum überproportional entwickelt. Das Geschäft in Asien ist mit fast 20 % ebenfalls überdurchschnittlich gewachsen; insbesondere in Indien und Korea, aber auch in Japan stiegen die Marktanteile deutlich. Trotz der Lockdownbeschränkungen in China blieb der Umsatz dort nahezu konstant“, erläutert CSO Jürgen Schäfer.

Auch wenn sich Wago zunehmend international aufstellt, liegt der Investitionsfokus weiterhin auf den deutschen Niederlassungen. 2022 hat das Unternehmen insgesamt 101 Mio. € investiert, 2023 werden es mehr als 180 Mio. € sein – das größte Invest in der Wago Geschichte. Dabei spielt die Nachwuchsförderung eine wichtige Rolle. Ende 2022 nahm das neue Ausbildungszentrum in Minden seinen Betrieb auf. Sechs Millionen Euro investierte Wago hier in die Zukunftsbeschäftigung. Auf 3.500 m² Fläche finden technische und kaufmännische Auszubildende sowie duale Studierende eine gemeinsame Lern- und Arbeitsumgebung. Darüber hinaus werden am Mindener Stammsitz die Kapazitäten in der Spritzerei aufgestockt.

Mit 40 Mio. € ist der Bau eines neuen Logistikzentrums in Sondershausen das größte Investitionsprojekt der kommenden Jahre. Wago erweitert damit seine Kapazitäten noch einmal deutlich. Auf einer Fläche von 11.000 m² entsteht ein modernes Hochregallager mit neuesten Technologien, einem hochautomatisierten Kommissionier- und Lagerbereich und Büroflächen. Die Arbeiten laufen seit Herbst 2022, die Inbetriebnahme ist für 2024 geplant. „Um den Standort zukunftsfähig zu entwickeln und nachhaltig zu sichern, investieren wir vorausschauend in die Digitalisierung und Automatisierung unserer Logistik“, so Jürgen Koopsingraven.

Das alles ist Teil der Wago Wachstumsstrategie, zu der auch der Kauf einer zwölf Hektar großen Fläche in Garbsen bei Hannover zählt. Aktuell werden die Möglichkeiten intern analysiert und auf zukünftige Bedarfe abgestimmt.

Ausblick

Die Folgen des Ukraine-Konflikts sind auch für Wago deutlich spürbar: Die Kosten für Rohstoffe, Energie und Transport sind enorm gestiegen. Hinzu kommen weiterhin Lieferengpässe, auch wenn sich die Lage langsam entspanne: „Wir haben aktuell noch nicht wieder normalisierte Zulieferzeiten, beispielsweise für Automatisierungsprodukte, und starten deshalb mit einem hohen Auftragsbestand in das laufende Geschäftsjahr. Für 2023 erwarten wir eine knapp zweistellige Umsatzsteigerung, die allerdings einer starken Anstrengung bedarf, da sich die konjunkturellen Unsicherheiten auf die Entwicklung von Geschäftschancen auswirken werden,“ erklärt Dr. Heiner Lang.

Wago (no)
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