Die neue Verbindungsbrücke zwischen Bestand und Neubau wurde am Werma-Stammsitz in Rietheim-Weilheim erfolgreich eingehoben. Mit dem rund 21 t schweren Bauwerk wachsen beide Gebäude erstmals funktional zusammen. (Quelle: Schmelzle+Partner)
Die Brücke wird künftig einen wettergeschützten Übergang für Mitarbeitende schaffen und die internen Abläufe zwischen Produktion, Logistik und den bestehenden Unternehmensbereichen weiter verbessern. „Diese Brücke verbindet nicht nur zwei Gebäude miteinander. Sie steht symbolisch für den Brückenschlag zwischen unserer erfolgreichen Unternehmensgeschichte und unserer Zukunft“, sagt Matthias Marquardt, Geschäftsführender Gesellschafter bei Werma Signaltechnik. „Sie verbindet Bewährtes mit Neuem und macht deutlich, dass wir langfristig an unseren Standort in Rietheim-Weilheim glauben.“
Größtes Neubauprojekt der Unternehmensgeschichte
Die Brückenmontage ist Teil des aktuell größten Bauprojekts in der Geschichte von Werma. Mit dem Spatenstich im Juli 2025 hatte das Unternehmen den offiziellen Startschuss für die Erweiterung seines Werksgeländes im Industriegebiet Dillgarten Ost gegeben. Das neue Gebäude entsteht gegenüber dem bestehenden Werksgelände zwischen dem heutigen Standort und der Bahnlinie Stuttgart–Singen. Insgesamt sind drei Bauabschnitte vorgesehen, derzeit entstehen im ersten Abschnitt auf rund 5.700 m² Grundfläche zusätzliche Kapazitäten für Produktion und Logistik. Die Fertigstellung ist für Anfang 2027 geplant.
Mit dem Neubau schafft Werma die Voraussetzungen für weiteres Wachstum weit über das Jahr 2030 hinaus. Gleichzeitig soll die neue Infrastruktur maximale Flexibilität für zukünftige Technologien, Prozesse und Anforderungen bieten.
Anspruchsvolle Präzisionsarbeit
Der Einhub der rund 21 t schweren Verbindungsbrücke stellte alle Beteiligten vor eine besondere Herausforderung. Bei teils schwierigen Wetterbedingungen mit Regen und starken Windböen musste das Bauwerk mit einem Spielraum von nur vier Zentimetern millimetergenau zwischen Bestandsgebäude und Neubau positioniert werden. Die Planung verantwortet das Architekturbüro SCHMELZLE+PARTNER, für die Montage der Brücke zeichnete Haller Industriebau verantwortlich.
„Die Brücke ist eines der prägendsten Elemente des gesamten Projekts. Mit ihrer Funktion verbindet sie Bestand und Neubau, architektonisch steht sie zugleich für die konsequente Weiterentwicklung des Standort“, erklärt Peter Gärtner, Partner bei Schmelzle+Partner mbB Architekten BDA. „Besonders die hohe Präzision bei Planung und Montage macht diesen Bauabschnitt zu einem außergewöhnlichen Meilenstein.“
Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit im Fokus
Bei der Planung des Neubaus standen Flexibilität, Skalierbarkeit und Nachhaltigkeit von Beginn an im Mittelpunkt. Das Gebäude wird nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifiziert und soll langfristig effiziente Materialflüsse sowie eine klare Trennung von logistischen und wertschöpfenden Bereichen ermöglichen.
Die Verbindungsbrücke ist dabei ein zentraler Bestandteil des Gesamtkonzepts. Sie sorgt für kurze Wege zwischen den Gebäuden, unterstützt effiziente Abläufe und stärkt die Vernetzung der verschiedenen Unternehmensbereiche.
Nächster Meilenstein: Das Richtfest
Nach dem erfolgreichen Einhub der Brücke richtet sich der Blick nun auf den nächsten großen Projektschritt: Für September 2026 ist das Richtfest geplant.
Mit der Investition setzt Werma ein klares Bekenntnis zum Standort Rietheim-Weilheim und zur Region. Gleichzeitig schafft das Unternehmen die Voraussetzungen für weiteres Wachstum, moderne Produktions- und Logistikprozesse sowie die langfristige Sicherung von Arbeitsplätzen am Stammsitz.