Individuelle Gateways wie dieses von Grossenbacher Systeme entwickelte Gerät verfügen über ausreichend Leistung und Skalierbarkeit – man beachte das vertikale System-on-Module – für anspruchsvolle Digitalisierungsaufgaben. (Quelle: Grossenbacher Systeme AG)
Keine Frage: IoT-Gateways mit Cloud-Anbindung setzen sich bei Maschinen- und Anlagenbauern auf breiter Front als Werkzeuge zur Umsetzung von IoT-Lösungen durch. Die Frage ist vielmehr, wie nutzbringend und wirtschaftlich nachhaltig diese Lösungen sind.
Zumeist drehen sie sich im Industrieumfeld um Anwendungsszenarien, wie Condition Monitoring, vorbeugende Wartung und Instandhaltung gemäß Nutzungsintensität oder datenbasiertes Ersatzteilmanagement. Realisiert werden diese Anwendungen in Form einer Cloud-Applikation für Endanwender oder Servicetechniker, die historische Daten, Alarming und Reporting sowie ein Serviceportal für den Zugang zur Maschine bereitstellt. Das stellt ohne Zweifel einen Durchbruch in Sachen Digitalisierung dar, auch wenn der Gedanke nicht neu ist und sich Gateways mit diesem Leistungsumfang via Retrofit sehr preiswert in bestehende Installationen integrieren lassen.
Teilweise existieren sogar „off-the-shelf“-Lösungen wie das „Portable Monitoring System“ von Balluff [3]. Basierend auf Hardware, die die Grossenbacher Systeme AG im Auftrag von Balluff maßgeblich realisiert hat, kann dieses System – über an IO-Link angebundene Sensorik – bestehende Maschinen und Anlagen jederzeit und von überall überwachen.
Dabei wird eines klar: Nur ein individuell entwickeltes Gateway in Kombination mit der maßgeschneiderten Cloud-Lösung erbringt den besten technischen und wirtschaftlichen Nutzen – Kompromisse bleiben Kompromisse (Bild 1).