(Quelle: Adobe Stock / Vittaya_25)

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Emerson, ein führender US-amerikanischer Anbieter von Automation Solutions and Commercial & Residential Solutions, gab am 17. Januar 2023 bekannt, dass es dem Board of Directors von National Instruments (NI) ein Angebot zur Übernahme von NI für 53 US-$ pro Aktie in bar vorgelegt hat, was einem impliziten Unternehmenswert von 7,6 Mrd. US-$ entspricht.

Das Angebot, das keinen Finanzierungsbedingungen unterliegt, wurde NI am 3. November 2022 unterbreitet und stellt eine Verbesserung gegenüber dem ursprünglichen Angebot vom 25. Mai 2022 in Höhe von 48 US-$ je Aktie dar. Wie Emerson verlautbart, hat der Konzern „seit dem 16. Mai 2022 zahlreiche Versuche unternommen, mit NI konstruktiv und unter vier Augen zu verhandeln“, wie auch in einer veröffentlichten Korrespondenz dargelegt wird. Vollständige Details, einschließlich der früheren Korrespondenz von Emerson mit NI, sind unter www.MaximizingValueAtNI.com verfügbar.

"Obwohl Emerson es vorgezogen hätte, eine private Einigung zu erzielen, machen wir angesichts der Ankündigung von NI, eine strategische Überprüfung vorzunehmen, und nach der Weigerung, in den letzten acht Monaten mit uns auf eine Premium-Bargeldtransaktion hinzuarbeiten, unser Interesse zum Nutzen aller NI-Aktionäre öffentlich", betont Lal Karsanbhai, Präsident und Chief Executive Officer von Emerson. "Die Übernahme von NI ist ein weiterer Schritt auf dem Weg von Emerson, ein zusammenhängendes, wachstumsstärkeres und margenstärkeres Portfolio zu entwickeln und seinen globalen Automatisierungsfokus auszubauen. Wie Emerson auf unserer jüngsten Investorenkonferenz dargelegt hat, stellen wir unser Portfolio auf wachstumsstärkere Automatisierungsmärkte um, die mit den langfristigen Makrotrends übereinstimmen und in den kommenden Jahren für signifikantes Wachstum und Rentabilität sorgen werden."

L. Karsanbhai setzt fort: "Wir bewundern NI seit langem und sind der Meinung, dass die Kombination des erstklassigen Produkt- und Softwareangebots von NI im Bereich der elektronischen Prüf- und Messtechnik mit der branchenführenden Automatisierungstechnologie und -software von Emerson unsere Fähigkeit verbessern würde, umfassende Lösungen für eine Vielzahl von Endmärkten anzubieten, das Wachstum zu beschleunigen und Emerson in die Lage zu versetzen, einen erheblichen Shareholder Value zu schaffen. Wir sind bereit, unverzüglich mit dem Vorstand und dem Managementteam von NI zusammenzuarbeiten, um eine Vereinbarung zu erzielen, die allen NI-Aktionären eine überzeugende Prämie und einen sicheren Barwert bieten würde."

Emerson wandte sich nach eigenen Angaben am 16. Mai 2022 zum ersten Mal an NI, um eine mögliche Barübernahme zu besprechen. Emersons ursprüngliches Angebot von 48 US-$ pro Aktie wurde am 25. Mai 2022 in einem Brief formell bestätigt. Wie das Unternehmen aus seiner Sicht weiter berichtet, verzögerte und verweigerte NI acht Monate lang eine sinnvolle Zusammenarbeit mit Emerson. Angeblich weigerte sich NI darüber hinaus nach Erhalt des ursprünglichen Vorschlags von Emerson vom 25. Mai 2022, mit Emerson in Kontakt zu treten und kaufte mehr als 2 Millionen Aktien zu einem durchschnittlichen gewichteten Preis von 40,25 US-$ zurück, dem größten vierteljährlichen Rückkauf in der Geschichte des Unternehmens auf Dollarbasis.

Wie Emerson weiter berichtet, erläuterte das Unternehmen in einem Schreiben vom 3. November 2022 die Bedingungen eines verbesserten Barangebots von 53 US-$ pro Aktie und wies auf seine zahlreichen Versuche hin, bis zu diesem Zeitpunkt mit NI in Kontakt zu treten. Am 15. November 2022 antwortete NI demnach auf das Schreiben von Emerson und teilte mit, dass eine Arbeitsgruppe des NI-Vorstands eingesetzt wurde, um Emersons Vorschlag genauer zu prüfen und mit Hilfe von Beratern Optionen zu bewerten.

Weiter heißt es von Emerson: „In den mehr als zwei Monaten, die seither vergangen sind, hat NI sich weiterhin geweigert, mit Emerson sinnvoll auf eine Vereinbarung hinzuarbeiten. Acht Monate nach Emersons Kontaktaufnahme stimmte NI einem Treffen mit Vertretern von Emerson am 4. Januar 2023 zu, dem eine weitere Telefonkonferenz folgte. Während dieser Gespräche teilte NI nur sehr begrenzte Informationen über sein Geschäft mit und zeigte sich weiterhin nicht bereit, detailliertere Informationen zur Verfügung zu stellen, und weigerte sich unter anderem, auf die im Vorfeld des Treffens gestellten Schlüsselfragen zu antworten. … In einem Schreiben vom 11. Januar 2023 bekräftigte Emerson sein Angebot zur Übernahme von NI für 53 US-Dollar pro Aktie.“

Emersons Vorwurf an NI geht in die Richtung, dass NI seinen Aktionären acht Monate lang die Möglichkeit vorenthalten hat, einen gewissen Barwert mit einem erheblichen Aufschlag zu realisieren.

Emerson (hz)

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