Vorstandsvorsitzender Joachim Ley beim Spatenstich in China für das neue Werk von Ziehl-Abegg (Quelle: Ziehl-Abegg)
Ziehl-Abegg baut seine Präsenz in China konsequent aus. Mit einer feierlichen Grundsteinlegung hat der Ventilatoren- und Motorenhersteller den offiziellen Startschuss für den Bau seines neuen Werks in Yexie Town im Songjiang District von Shanghai gegeben. Gemeinsam mit Vertretern der chinesischen Behörden, Geschäftspartnern und Mitarbeitenden setzte Vorstandsvorsitzender Joachim Ley den ersten Spatenstich. „Heute feiern wir weit mehr als den Beginn eines Bauprojekts“, sagt J. Ley. „Diese Investition ist ein klares Bekenntnis zu diesem Markt und zu unseren Kunden vor Ort.“
Größeres Werk für weiteres Wachstum
Der neue Standort ersetzt das bisherige Werk im benachbarten Xinbang Town. Die Produktionsfläche wächst von derzeit 40.000 auf künftig 63.000 Quadratmeter. Ziehl-Abegg investiert innerhalb der kommenden fünf Jahre rund 190 Mio. RMB – umgerechnet etwa 25 Mio. € – in Gebäude, Produktionsanlagen und moderne Fertigungstechnologien. Der Einzug in das neue Werk ist für Oktober 2027 geplant.
Bereits heute beschäftigt Ziehl-Abegg rund 700 Mitarbeitende in China. Mit dem Ausbau des Standorts soll diese Zahl mittelfristig auf mehr als 1.000 steigen. Dazu kommen elf Vertriebsbüros in allen wichtigen Wirtschaftsregionen des Landes.
Forschung und Entwicklung rücken näher an den Kunden
Für J. Ley ist die Investition weit mehr als ein Ausbau der Produktionskapazitäten. „Wer glaubt, dass Innovation nur in Europa entsteht, wird auf dem chinesischen Markt langfristig nicht erfolgreich sein“, betont der Vorstandsvorsitzende. Deshalb stärkt Ziehl-Abegg am neuen Standort gezielt seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Ziel ist es, Produkte noch konsequenter an den Anforderungen chinesischer Kunden auszurichten. „Die besten Lösungen entstehen dort, wo wir die Anforderungen unserer Kunden aus erster Hand verstehen“, sagt J. Ley. „Unsere Aufgabe ist nicht, möglichst viele Funktionen zu entwickeln. Unsere Aufgabe ist es, die richtigen Funktionen zu entwickeln.“
Deutsche Ingenieure seien weltweit für ihre technische Kompetenz bekannt. Gleichzeitig müsse jedes Produkt den Anforderungen des jeweiligen Markts entsprechen. „Technische Perfektion ist eine große Stärke. Aber nicht jede zusätzliche Funktion schafft in jedem Markt einen Mehrwert. Manchmal erhöht sie lediglich die Komplexität und die Kosten. Deshalb investieren wir bewusst in regionale Entwicklungskompetenz. Unsere Ingenieurinnen und Ingenieure in China kennen die Bedürfnisse unserer Kunden vor Ort und entwickeln Lösungen, die leistungsfähig, energieeffizient und wirtschaftlich sind.“
Wachstumsmärkte treiben die Nachfrage
Mit dem neuen Werk reagiert Ziehl-Abegg auf die weltweit steigende Nachfrage nach energieeffizienter Lufttechnik. Ventilatoren und Antriebssysteme des Unternehmens kommen unter anderem in Rechenzentren, der IT- und Telekommunikationsbranche, der Kältetechnik, industriellen Produktionsprozessen sowie in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz.
Vor allem der Ausbau von Rechenzentren (u.a. für Künstliche Intelligenz), die fortschreitende Digitalisierung und steigende Anforderungen an energieeffiziente Kühlung sorgen weltweit für ein dynamisches Marktwachstum.
Langfristiges Bekenntnis zu China
Der chinesische Markt entwickelt sich mit enormer Geschwindigkeit. Unser Anspruch ist, dieses Wachstum langfristig zu begleiten und für unsere Kunden ein verlässlicher Partner zu bleiben. Deshalb investieren wir hier nicht nur in zusätzliche Kapazitäten, sondern auch in Entwicklungskompetenz, Technologie und die Nähe zum Kunden“, sagt J. Ley. „Diese Investition ist ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort China, zum Songjiang District und zu Yexie Town. Wir investieren nicht nur in Gebäude und Maschinen. Wir investieren in Menschen, Innovation und langfristige Partnerschaften.“
Mit dem aktuellen Spatenstich beginnt die Bauphase. Bereits im Oktober 2027 soll das neue Werk den Betrieb aufnehmen und die Position von Ziehl-Abegg als Innovations- und Produktionsstandort für den chinesischen und den gesamten asiatisch-pazifischen Markt weiter stärken.