Exporte und Importe der deutschen Elektro- und Digitalindustrie.

Exporte und Importe der deutschen Elektro- und Digitalindustrie. (Quelle: ZVEI)

In den beiden ersten Monaten dieses Jahres erhöhten sich die aggregierten Elektrolieferungen ins Ausland um 6,6 % auf 43,4 Milliarden Euro. Die Importe rückten in diesem Zeitraum um 2,9 % auf 44,7 Milliarden Euro vor. "Haupttreiber der jüngsten starken Exportentwicklung war erneut der gemeinsame europäische Binnenmarkt", so A. Gontermann. So legten die Ausfuhren der deutschen Elektro- und Digitalindustrie in den EU-Markt im Februar 2026 um ein Fünftel (+ 19,5 %) auf 11,4 Milliarden Euro zu.

Hohe Zuwächse im Geschäft mit Polen und Schweden

Außergewöhnlich hoch waren die Zuwächse im Geschäft mit Polen und Schweden – mit plus 39,2 % auf 1,2 Milliarden Euro bzw. plus 30,4 % auf 461 Millionen Euro. Auch die Ausfuhren nach Rumänien (+ 26,5 % auf 529 Mio. €), Spanien (+ 26,0 % auf 893 Mio. €), Italien (+ 21,9 % auf 1,1 Mrd. €) und Tschechien (+ 21,8 % auf 1,0 Mrd. €) legten im Februar stark gegenüber Vorjahr zu.

Ebenfalls zweistellig wuchsen die Exporte in die Niederlande (+ 17,8 % auf 1,3 Mrd. €), nach Ungarn (+ 16,7 % auf 718 Mio. €), in die Slowakei (+ 14,9 % auf 260 Mio. €) und nach Dänemark (+ 13,1 % auf 392 Mio. €). Die Lieferungen nach Portugal (+ 9,9 % auf 214 Mio. €), Frankreich (+ 9,5 % auf 1,3 Mrd. €), Österreich (+ 7,2 % auf 869 Mio. €) und Belgien (+ 3,5 % auf 452 Mio. €) lagen im Februar ebenfalls im Plus.

In den ersten beiden Monaten dieses Jahres erreichten die deutschen Elektroexporte in die EU insgesamt einen Wert von 24,1 Milliarden Euro (+15,1%).

Die Branchenlieferungen in die Länder außerhalb der EU ließen im Februar 2026 hingegen nach: Wiederum gegenüber Vorjahr verzeichnete die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hier einen leichten Rückgang um 0,6 % auf 9,9 Milliarden Euro.

Während die Elektroexporte in die Türkei (+ 27,9 % auf 419 Mio. €), nach Malaysia (+ 14,7 % auf 231 Mio. €), in die Schweiz (+ 13,7 % auf 736 Mio. €), nach Mexiko (+ 8,6 % auf 292 Mio. €), Südkorea (+ 1,6 % auf 257 Mio. €) sowie auch noch nach UK (+ 0,1 % auf 842 Mio. €) zulegen konnten, waren im Geschäft mit Singapur (- 3,9 % auf 155 Mio. €), Hongkong (- 14,6 % auf 157 Mio. €), dem diesjährigen Partnerland der Hannover-Messe Brasilien (- 17,1 % auf 134 Mio. €), den Vereinigten Arabischen Emiraten (- 19,3 % auf 143 Mio. €), Taiwan (- 21,9 % auf 242 Mio. €) und Japan (- 34,1 % auf 248 Mio. €) teilweise deutliche Rückgänge hinzunehmen.

"Die Lieferungen in die USA und nach China entwickelten sich im Februar erneut entgegengesetzt", sagte A. Gontermann. "Während die Elektroexporte in die Vereinigten Staaten mit einem Minus von 11,6 % auf 1,9 Milliarden Euro erneut rückläufig waren, konnten sich die Lieferungen ins Reich der Mitte weiter stabilisieren und hier um 3,0 % auf 1,8 Milliarden Euro vorrücken."

Im Zeitraum von Januar bis Februar 2026 schließlich gaben die Ausfuhren der deutschen Elektro- und Digitalindustrie in Drittländer insgesamt um 1,7 % auf 19,3 Milliarden Euro nach.
 

ZVEI (af)

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