Auftragseingang Deutsche Elektro- und Digitalindustrie. (Quelle: ZVEI)
Während aus dem Inland im März 1,9 % mehr Bestellungen eingingen, erhöhten ausländische Kunden ihre Orders um ein Fünftel (+ 19,4 %). Die Aufträge aus der Eurozone zogen um 7,3 % an, die aus Drittländern um mehr als ein Viertel (+ 26,5 %).
In- und Auslandsaufträge gestiegen
Im gesamten ersten Quartal dieses Jahres lagen die Bestellungen damit um 6,0 % höher als im gleichen Vorjahreszeitraum. Hier stiegen die Inlandsorders um 2,7 und die Auslandsaufträge um 8,6 %. Die Auftragseingänge aus dem gemeinsamen Währungsraum nahmen zwischen Januar und März um 11,4 % gegenüber Vorjahr zu und die Orders aus dem übrigen Ausland um 7,0 %.
Auch die Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland hat sich im März wieder deutlich positiver entwickelt. So wuchs der preisbereinigte Branchenoutput in diesem Monat um 4,5 % gegenüber Vorjahr. "Allerdings konnte das Ergebnis fürs gesamte erste Quartal damit noch nicht wieder ins Plus gedreht werden", so A. Gontermann. "Hier steht noch ein leichter Output-Rückgang um 0,5 % in den Büchern."
Die nominalen Erlöse der heimischen Elektro- und Digitalunternehmen konnten im März 2026 um 8,1 % auf 21,9 Milliarden Euro zulegen. Dabei entwickelten sich der Inlands- und der Auslandsumsatz diesmal ähnlicher als noch im Januar und Februar. Ersterer stieg um 8,9 %, letzterer um 7,3 %. Die Geschäfte mit Kunden aus der Eurozone (+ 12,3 %) zogen deutlich stärker an als jene mit Partnern außerhalb des gemeinsamen Währungsraums (+ 4,4 %).
Im ersten Quartal 2026 kam der zusammengenommene Branchenumsatz auf 56,6 Milliarden Euro. Damit lag er 3,2 % über dem entsprechenden Vorjahreswert. 27,0 Milliarden Euro (+ 5,8 %) entfielen auf Geschäfte im Inland und 29,7 Milliarden Euro (+ 1,1 %) auf Erlöse mit Auslandskunden. Während der Umsatz mit Partnern aus dem Euroraum zwischen Januar und März um 3,9 % auf 11,2 Milliarden Euro vorrücken konnte, war bei den Geschäften mit Drittländern noch ein leichtes Minus (von 0,6 % auf 18,5 Mrd. €) zu verbuchen.
Kapazitätsauslastung leicht gesunken
Die Kapazitätsauslastung in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie ist zu Beginn des zweiten Quartals dieses Jahres leicht von 80,4 % auf 79,6 % der üblichen Vollauslastung gesunken. Gleichzeitig hat sich die Reichweite der Auftragsbestände erhöht – von 4,0 Produktionsmonate auf 4,6 Produktionsmonate.
Allfällige Produktionshemmnisse haben sich Anfang des zweiten Quartals merklich gegenüber dem ersten Vierteljahr verschoben: So berichteten nur noch 25 % der Unternehmen von Auftragsmangel (nach zuvor 40 %). Dagegen stieg der Anteil von Elektrofirmen, die Materialknappheiten im weitesten Sinn verspüren, von 11 % auf 19 %. „Hier dürften sich Folgen des Iran-Kriegs hereinkratzen", so A. Gontermann.
Schließlich ist das Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie trotz des Kriegs in Nahost auch im April nicht eingebrochen. „Die aktuelle Lage wurde sogar besser beurteilt als im März. Die allgemeinen Geschäftserwartungen fielen allerdings deutlicher zurück und liegen jetzt nur noch auf der Nulllinie", sagte A. Gontermann. Die spezifischeren Exporterwartungen änderten sich im April kaum.