Exporte und Importe der der deutschen Elektro- und Digitalindustrie

Exporte und Importe der der deutschen Elektro- und Digitalindustrie (Quelle: ZVEI)

Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Güter nach Deutschland erhöhten sich im Dezember um 8,7 % gegenüber Vorjahr auf 21,5 Mrd. Euro. „Seit langem legten sie damit weniger stark zu als die Exporte“, so A. Gontermann. Kumuliert von Januar bis Dezember 2025 kamen die aggregierten Einfuhren auf 274,9 Mrd. Euro – ebenfalls ein neues Allzeithoch. Ihren Wert aus 2024 übertrafen sie damit um 8,0 %.

USA größter Exportabnehmer vor China

Mit resultierenden 17,4 Mrd. Euro hat sich das sektorspezifische Handelsbilanzdefizit im vergangenen Jahr gegenüber 2024 fast verdoppelt. Die Branchenlieferungen in die USA sind 2025 zoll- und wechselkursbedingt um 3,0 % auf 24,1 Mrd. Euro gesunken. „Dennoch hat das Land China als größten Exportabnehmer nach einem Jahrzehnt wieder überholt“, sagte A. Gontermann. In die Volksrepublik gingen im vergangenen Jahr Ausfuhren von 23,5 Mrd. Euro (- 6,2 %).

Durchgängig Zuwächse beim Rest der Top 10

Der Rest der Top-10-Abnehmerränge wird wieder ausschließlich von europäischen Ländern besetzt. Hier gab es durchgängig Zuwächse: So legten die Branchenexporte in die Niederlande 2025 um 7,3 % auf 15,9 Mrd. Euro zu und jene nach Frankreich um 4,8 % auf 15,8 Mrd. Euro. Ins fünftplatzierte Polen gab es einen zweistelligen Zuwachs um 17,7 % auf 13,9 Mrd. Euro.

Die deutschen Elektroexporte nach Italien erhöhten sich im vergangenen Jahr um 9,9 % auf 12,2 Mrd. Euro. Nach Österreich stiegen sie um 9,7 % auf 11,3 Mrd. Euro und nach Tschechien um 8,0 % auf 11,2 Mrd. Euro. Schließlich zogen die Lieferungen nach Spanien um 15,9 % auf 10,5 Mrd. Euro und die ins Vereinigte Königreich um 8,8 % auf 9,9 Mrd. Euro an.

In die Schweiz – Platz elf auf der Liste der größten Abnehmerländer – hat die deutsche Elektro- und Digitalindustrie im vergangenen Jahr Waren im Wert von 8,5 Mrd. Euro geliefert (+ 8,3 %). Dahinter folgen Ungarn (+ 2,0 % auf 8,4 Mrd. €), Belgien (+ 7,8 % auf 6,0 Mrd. €), Rumänien (+ 7,3 % auf 5,7 Mrd. €), Schweden (+ 0,1 % auf 5,0 Mrd. €) und die Türkei (+ 4,8 % auf 4,2 Mrd. €). Besonders kräftig zogen die Branchenausfuhren nach Dänemark und Taiwan an, die jeweils um 22,9 % auf 4,1 bzw. 3,6 Mrd. Euro hochschnellten.

Ordentliche Zuwächse wurden schließlich auch im Ausfuhrgeschäft mit Mexiko (+ 8,8 % auf 3,4 Mrd. €) und Indien (+ 5,8 % auf 3,3 Mrd. €) verzeichnet.

„Bemerkenswert ist, dass die Elektroexporte im vergangenen Jahr in nahezu alle Top-20-Abnehmerländer zulegen konnten. Die einzigen Ausnahmen bilden hier ausgerechnet die beiden größten Abnehmerländer: die USA und China“, so A. Gontermann.

ZVEI (af)

Ähnliche Beiträge