Harting liefert mit der Reihe Han-Modular passende Lösungen für alle Interface: Hier Han-Modular 300 A Modul, Han M12 Modul und Han Shielded Power Modul

Harting liefert mit der Reihe Han-Modular passende Lösungen für alle Interface: Hier Han-Modular 300 A Modul, Han M12 Modul und Han Shielded Power Modul (Quelle: Harting)

Neuheiten rund um modulare Steckverbinder

Die Modularisierung im Maschinenbau bringt sowohl Herstellern als auch Anwendern Vorteile. Harting liefert mit der Reihe Han-Modular passende Lösungen für die Interfaces, die in der modernen Steuerungs-, Antriebs-, HMI- und Kommunikationstechnik für Produktionssysteme erforderlich sind. Sie unterstützen das Voranschreiten der Modularisierung ohne funktionelle Einschränkungen.

Als einen solchen Modularisierungs-Treiber bezeichnet Harting sein in diesem Jahr auf den Markt gebrachtes und anlässlich der Electronica virtual und SPS Connect präsentiertes Han 300 A Modul. Es ist abwärtskompatibel mit dem etablierten 200 A Modul, lässt sich also auch auf dieses Modul stecken (wobei dann die geringere Nennleistung zur Verfügung steht). Das neue Modul ist nach Herstellerangaben so ausgelegt, dass sowohl direkte Anbindungen zu einer Stromschiene als auch Einbauten in Einschubsysteme leicht möglich sind. Die Marktanforderung, dass das Modul sowohl auf der Buchsen- als auch auf der Stiftseite berührungssicher ist, wird ebenfalls erfüllt.

Der Bedarf nach höheren Übertragungsraten sorgt bei Daten-Schnittstellen für eine kontinuierliche Weiterentwicklung. Mit dem M12 Modul lässt sich 10 Gbit/s Ethernet in modulare Steckverbinder integrieren und Platz sparen: zwei D- oder X-kodierte M12-Steckverbindungen passen in ein einziges Modul. Im Vergleich zu herkömmlichen RJ45-Lösungen ist das M12 System robuster und bietet mehr Betriebssicherheit.

Das neue Han Shielded Power Modul bietet drei Leistungskontakte und einen PE-Kontakt zum Anschluss typischer dreiphasiger Verbraucher. Hinzu kommen zwei Signalkontakte für die Temperaturüberwachung, Bremsen oder Ähnliches, sowie eine großflächige Schirmübergabe, die eine EMV-gerechte Anbindung des Kabelschirms direkt am Modul ermöglicht. "Es bildet eine Alternative zur Festverdrahtung von geschirmten Power-Leitungen und erlaubt es gleichzeitig, solche Verbindungen in einem gemeinsamen Gehäuse neben anderen Modulen der Han-Modular-Serie auszuführen", heißt es aus dem Haus Harting.

Das Unternehmen erklärt, das Modul im EMV-Labor in praxisnahen Applikationen getestet zu haben und berichtet: Die EMV-Eigenschaften der Schirmübergabe sind beim Han Shielded Power Modul absolut ausreichend für typische Drive-Anwendungen, wie beispielsweise frequenzgeregelte Drehstrommotoren oder andere Verbraucher. Es erlaubt die steckbare Ausführung von geschirmten Power-Leitungen, ist einfach zu handhaben und ermöglicht den direkten Schirmanschluss am Modul. Daraus resultieren verkürzte Montagezeiten von Maschinen und Anlagen, im Werk oder beim Endkunden.

Darüber hinaus wird die Serie um ein EMV-geschütztes Modul für die Signalübertragung ergänzt. Mit einer großflächigen Schirmübergabe und einem zusätzlichen 360°-Schirmblech ermöglicht es "viel Übertragung auf wenig Raum": bis zu 27 geschirmte D-Sub-Kontakte bis 4 A/32 V sind steckbar. Unter dem Namen Han Shielded Modul Basic soll das Neuprodukt dem Anwender beispielsweise in Maschinenbau und Robotics ermöglichen, eine geschirmte Übertragung einfach und kostengünstig in modulare Steckverbinder zu integrieren.

Ethernet-Kommunikation

Mit dem Auftrag, eine kleinere, robustere und leistungsfähigere Alternative zu herkömmlichen Ethernet-Steckverbindern zu bieten, ist Harting mit dem ix Industrial in den Markt für Ethernet-Steckverbinder gestartet. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wird das ix-Industrial-Portfolio sukzessiv ausgebaut und um alle notwendigen Varianten erweitert, die dieses Ziel ermöglichen. Das beinhaltet gerade und gewinkelte Varianten, verschiedene Verriegelungssysteme und IP-Schutzklassen.

SPE Partnernetzwerk wächst

Das Eco-System aus verschiedensten Unternehmen und Anbietern rund um die SPE Technologie und den von Harting initiierten Standard IEC 63171-6 wächst weter. Aktuell 37 Mitglieder zählt der SPE Industrial Partner Network e.V. Mit der T1 Industrial Schnittstelle bietet das Unternehmen die Connectivity-Grundlage für SPE-Verbindungen in zukünftigen Netzwerken des IIoT. SPE bringt Ethernet bis in die Feldebene. Nur noch ein Protokoll, eine einheitliche Infrastruktur und reduzierte Implementierungszeiten sind einige Vorteile von einpaariger Verkabelung.

Am 3. und 4. November fand dazu das SPE Pioneer Summit 2020 statt. Keynote-Speaker und Panel Discussions zeigten nach Unternehmensangaben, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um in die SPE-Technologie zu investieren. Anschließend nahmen 18 Network-Experten die Seminarteilnehmer mit auf eine Reise durch alle Details und Aspekte des SPE-Eco-Systems.

Zudem gab Frank Welzel, Leiter des Global Product Managements Harting Electronics und Vorsitzender des SPE Industrial Partner Network e.V., die Kooperation mit der AMA bekannt.

 

 

 

Harting (ih)