Die Gateways von Insys Icom bilden die Basis eines innovativen IIoT-Ecosystems (Quelle: Insys Icom)
„Daten sind das neue Öl“ – dieser Satz taucht in den letzten Jahren häufig auf. Die Metapher stimmt dabei auf mehreren Ebenen: Daten können als Rohstoff wahrgenommen werden, der bei richtiger Nutzung ein riesiges Potenzial für die Zukunft von Unternehmen bietet. Als Vergleich eignet sich hier die industrielle Revolution, die ohne Öl wahrscheinlich nicht in
dieser Form stattgefunden hätte. Aber auch der Prozess des Datenerfassens lässt sich mit dem Fördern von Öl vergleichen, denn auch Daten müssen in der Produktion gefunden, gefördert, weitergeleitet und verarbeitet werden. Wenn Unternehmen also das Potenzial ausschöpfen möchten, das in ihren Produktionsdaten schlummert, müssen sie auf geeignete Geräte und Anwendungen setzen. Von elementarer Bedeutung bei der Förderung und Verarbeitung von Daten sind dabei IoT-Gateways, weil ihre Funktion in wichtiger Übersetzungsarbeit besteht.
Dolmetscher zwischen zwei Welten
Die Hauptaufgabe moderner IoT-Gateways ist die Verbindung zwei getrennter Welten: der IT und der OT. Ziel ist es, dass Betriebs- und Produktionsdaten von Maschinen und Anlagen ohne Umwege und Medienbrüche in die IT-Systeme oder Aufträge direkt aus dem ERP in die Fertigung gelangen. Jedoch besteht häufig die Hürde, dass Maschinen andere Sprachen sprechen, als sie in der IT-Welt vorherrschen. So lassen sich beispielsweise die Daten der weit verbreiteten Siemens-S7-Steuerungen, Industrieprotokolle, wie Modbus, oder auch OPC UA nicht 1:1 von IT-Systemen interpretieren. Hier fungieren IoT-Gateways als Dolmetscher. Neben der Anbindung einer Maschine an die firmeninterne IT müssen moderne IoT-Gateways auch einen Fernzugriff von außerhalb ermöglichen. Davon profitieren beispielweise Dienstleister, wenn sie sich bei Bedarf per Fernwartung auf eine Maschine oder Anlage schalten oder eine Zustandsüberwachung realisieren möchten. Der Fernzugang bildet die Basis für neue Geschäftsmodelle, wie eine vorausschauende Wartung oder auch ein Pay-per-use-Modell.
Daten vor Ort aggregieren und verarbeiten
Im IIoT fallen enorme Datenmengen an, allerdings ist nur ein Bruchteil davon für Unternehmen relevant. So sind viele Daten beispielweise für die Funktion einer Anlage kurzzeitig interessant und wenig später bereits veraltet und wertlos. Mittels Edge Computing werden diese Daten direkt an der Maschine „aussortiert“ und nur die tatsächlich relevanten an Server oder Cloud weitergeleitet. Das entlastet Computing-Systeme und verringert die Latenzzeiten der Datenübertragung. Gerade bei Anwendungen wie Predictive Maintenance, die sehr datenintensiv sind, bringt Edge Computing Vorteile. Das macht sie zu einer der Schlüsseltechnologien im Industrial Internet of Things, die in jedem IoT-Gateway verfügbar sein sollte.
IIoT-Ökosystem –sicher, einfach und flexibel
Insys Icom bietet für die oben beschriebenen Anforderungen eine IoT-Gateway-Lösung, die aus mehreren Komponenten besteht. Mit dieser Komplettlösung können Unternehmen Daten einfach heben und verarbeiten sowie eine Vielzahl von Anwendungen umsetzen – von der Datenerfassung über Edge Computing bis zur professionellen Fernwartung. Programmierkenntnisse sind dabei nicht erforderlich.
Als Basiselemente der Komplettlösung fungieren die Router bzw. Gateways, beispielsweise die Serien MRX, MRO, SCR und ECR. Die Geräte zeichnen sich durch umfangreiche Routing- und Netzwerkfunktionen sowie das performante, eigenentwickelte Betriebssystem „icom OS“ aus. Zudem befinden sich Schnittstellen für viele Anforderungen an Bord, etwa serielle, Ethernet-Ports oder digitale E/A. Außerdem sind die Router vibrations- und schockresistent und je nach Variante für Temperaturbereiche von –30 °C bis 75 °C ausgelegt.