Michael Riester übernimmt das Amt des Managing-Directors der Open Industry 4.0 Alliance (OI4) von Ekrem Yigitdöl (v. r.). (Quelle: OI4)
Nach mehreren Jahren erfolgreicher Aufbau- und Entwicklungsarbeit verlässt Ekrem Yigitdöl die OI4 Alliance auf eigenen Wunsch, um sich beruflich neu zu orientieren. "Die Mitglieder und das gesamte Team danken ihm ausdrücklich für seinen kontinuierlichen, engagierten Einsatz und seine wichtige Rolle beim Aufbau und der Wachstumsgeschichte der Allianz. Unter seiner Mitwirkung konnte sich die OI4 Alliance als starke Plattform für offene und interoperable Automatisierungslösungen etablieren", heißt es in einer Meldung.
Dr. Christian Liedtke, President der OI4 Alliance, sagt: „Ekrem Yigitdöl hat die Entwicklung der OI4 Alliance mit großem Engagement, hoher Kontinuität und einem ausgeprägten Verständnis für die Anforderungen der industriellen Automatisierung geprägt. Er war von Beginn an eine treibende Kraft innerhalb der Alliance und hat maßgeblich zum Aufbau unserer Community und Organisation beigetragen. Für seinen Einsatz und die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken wir uns herzlich und wünschen ihm für seinen weiteren Weg alles Gute.“
Kontinuität und neue Impulse
Sein Nachfolger Michael Riester ist seit 2019 aktives Mitglied der OI4 Alliance. An seinem ersten Arbeitstag bei Endress+Hauser nahm er an einem OI4-Hackathon teil und engagiert sich seitdem kontinuierlich in der technischen sowie strategischen Weiterentwicklung der OI4 Alliance. Als Co-Autor mehrerer OI4-Whitepaper rund um die Asset Administration Shell (AAS) gestaltete M. Riester wichtige Inhalte der Organisation mit. Darüber war er mitverantwortlich an der Entwicklung der OI4 Reference Architecture sowie der heutigen „Guardrails“ und leitete zahlreiche Arbeitsgruppen und Projekte, darunter Open Operator Cloud, Digital Twin Concept, Instrumentation Management sowie Digital Quality Documents.
"Durch seine langjährige Industrieerfahrung, insbesondere in der Prozessindustrie, sowie seine hohe technische Expertise bringt er ideale Voraussetzungen für die Weiterentwicklung der OI4 Alliance mit", heißt es weiter in der Meldung. Und weiter: "Da Michael Riester direkt aus einem Mitgliedsunternehmen zur OI4 Alliance wechselt und die Organisation seit Jahren aktiv mitgestaltet, erfolgt die Übergabe nahtlos und läuft bereits seit einiger Zeit in enger Abstimmung."
M. Riester: „Die OI4 Alliance begleitet mich seit ihren Anfängen. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern haben wir in den vergangenen Jahren wichtige Grundlagen für offene, interoperable und praxisnahe Industrie-4.0-Lösungen geschaffen. Ich freue mich darauf, diese Entwicklung künftig in neuer Verantwortung weiter voranzutreiben und gemeinsam neue Impulse für die industrielle Digitalisierung zu setzen.“
Strategische Weiterentwicklung
Darüber hinaus gibt die OI4 Alliance ihre strategische Neuausrichtung und Fokussierung ihrer zukünftigen Aktivitäten noch stärker auf die zentralen Zukunftsthemen der industriellen Digitalisierung bekannt. Im Fokus sollen dabei insbesondere offene und interoperable Industrie-4.0-Lösungen, neue Innovationsinitiativen sowie der gezielte Einsatz von Industrial AI zur intelligenten Vernetzung, Automatisierung und Optimierung industrieller Prozesse stehen.
"Mit dem planmäßigen Abschluss des Factory-X-Projekts entstehen zusätzliche Kapazitäten, um neue Technologiefelder zu erschließen und die strategische Weiterentwicklung der Alliance nachhaltig voranzutreiben. Die Kombination aus offenen Standards, Datenökosystemen und Industrial-AI-Anwendungen bildet dabei einen wesentlichen Baustein für die digitale Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in Europa", wird berichtet.
Parallel dazu wird die OI4 Alliance neue Büroräume im Raum München beziehen. Damit soll die Grundlage für weiteres Wachstum, eine intensivere Zusammenarbeit mit Mitgliedern und Partnern sowie der Ausbau ihrer Rolle als zentrale Plattform für industrielle Innovation, Kollaboration und digitale Transformation gelegt werden.