ZVEI-Grafik zeigt Orderentwicklung in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie seit 2022

Orderentwicklung in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie seit 2022. (Quelle: ZVEI)

„Unterschiedlicher hätte die Entwicklung der Inlandsaufträge einerseits und der Orders aus dem Ausland andererseits kaum sein können“, kommentierte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann die Juli-Zahlen. „Dabei erklärt sich der Rückschlag der inländischen Bestellungen nicht zuletzt mit einem Basiseffekt, denn im Juli 2024 waren sie um satte 35 % gestiegen.“

Damit verzeichnet die Branche für die gesamten ersten sieben Monate dieses Jahres ein Auftragsplus von 3,6 % gegenüber Vorjahr. Auch hier verlief die Entwicklung der Inlands- sowie der Auslandorders höchst gegensätzlich, wie der ZVEI weiter aufschlüsselt: Heimische Kunden bestellten zwischen Januar und Juli 5,3 % weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, ausländische dagegen 11,3 % mehr (Euroraum: + 7,0 %, Drittländer: + 13,7 %).

"Die – preisbereinigte – Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland fiel im Juli 2025 3,1 % höher aus als ein Jahr zuvor. Im Zeitraum von Januar bis einschließlich Juli blieb der aggregierte Branchenoutput um 1,4 % hinter dem entsprechenden Wert aus 2024", vermeldet der ZVEI.

Beim Umsatz konnte die deutsche Elektro- und Digitalindustrie laut dem Verband im Juli 2025 um 6,9 % gegenüber Vorjahr auf 18,8 Mrd. € zulegen. "Während der Inlandsumsatz um 3,1 % auf 8,7 Mrd. € stieg, zog der Auslandsumsatz mit plus 10,1 % auf 10,1 Mrd. € deutlich stärker an. Mit Kunden aus dem gemeinsamen Währungsraum wurden Geschäfte im Wert von 4,0 Mrd. € gemacht (+17,3 %). Der Umsatz mit Drittländern erhöhte sich um 6,4 % auf 6,1 Mrd. €", wird berichtet.

Für die zusammengenommenen ersten sieben Monaten dieses Jahres weist der ZVEI einen aggregierten Branchenumsatz von insgesamt 127,5 Mrd. € aus – 0,9 % mehr als ein Jahr zuvor. "Während die Erlöse mit inländischen Kunden um 2,3 % niedriger ausfielen als im Vorjahr (59,0 Mrd. €), konnte das Geschäft mit ausländischen Partnern um 3,5 % auf 68,5 Mrd. € zulegen. Der Umsatz mit dem Euroraum stieg zwischen Januar und Juli um 4,2 % gegenüber Vorjahr auf 26,9 Mrd. €. Die Erlöse mit Auslandskunden jenseits der Eurozone nahmen um 3,1 % auf 41,6 Mrd. € zu", heißt es von Verbandsseite.

Ende des ersten Halbjahres zählte die deutsche Elektro- und Digitalindustrie 879.200 Beschäftigte und damit 1,8 % weniger als ein Jahr zuvor. 30.800 arbeiten derzeit kurz.

„Schließlich hat sich das Geschäftsklima in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie im August 2025 abermals verbessert – den nunmehr vierten Monat in Folge. Zwar wurde die aktuelle Lage etwas ungünstiger beurteilt als im Juli, dafür zogen die allgemeinen Geschäftserwartungen wieder deutlicher an“, so Dr. A. Gontermann. „Und die spezifischeren Exporterwartungen erhöhten sich im August recht kräftig.“

ZVEI (ih)

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