Diagnosedaten

Massendaten, etwa Diagnosewerte, lassen sich einfach in die Proficloud übertragen, wo sie ausgewertet werden können, etwa um ­Predictive Maintenance oder Advanced Process Control zu unterstützen

Massendaten, etwa Diagnosewerte, lassen sich einfach in die Proficloud übertragen, wo sie ausgewertet werden können, etwa um ­Predictive Maintenance oder Advanced Process Control zu unterstützen

Höher sind die Anforderungen, wenn es um die Auswertung der Signale geht, die intelligente Transmitter – ergänzend zum eigentlichen Messwert – liefern. Wer sie sinnvoll zu nutzen weiß, dem eröffnen sich neue Perspektiven für die Verbesserung der Anlageneffizienz, der Produktqualität und Prozessführung. Auch Ventile und Positioner sowie das Rotating Equipment, also zum Beispiel Pumpen und Kompressoren, stellen zahlreiche Diagnoseinformationen zur Verfügung. Es gilt, diese bestmöglich auszuwerten und daraus Handlungsempfehlungen, beispielsweise einen vorbeugenden Wartungseinsatz, abzuleiten.Standard-Maintenance-Tools, wie sie von vielen Instandhaltungsteams verwendet werden, sind damit jedoch oft überfordert. Sie bringen nicht die nötige Rechenleistung mit. Selbst große Prozessleitsysteme geraten hier an ihre Grenzen – sie haben schließlich andere Aufgaben.

Zielführend ist es, die nahezu unendliche Rechenleistung in ­einer (Public oder Private) Cloud zu heranzuziehen. Mit dem Proficloud-Koppler lassen sich Daten über OPC UA unkompliziert transferieren. Sie können von IT-Experten und deren smarten Tools kompetent interpretiert werden, die dann zum Beispiel neue Sollwerte via Profinet zurückliefern.

Oder man gewährt dem Gerätehersteller Zugriff. Er verfügt im besten Fall über erweiterte Einblicke auf der Grundlage von ­Diagnosedaten, Variablen und Störgrößen zahlreicher identischer Geräte weltweit. Mithilfe von Big-Data-Analysen und Webservices kann er unter Umständen entscheidend zur Anlageneffizienz beitragen – etwa indem er dem Anlagenbetreiber mitteilt, dass eine Pumpe innerhalb des nächsten Monats zu tauschen ist oder wann bestimmte Wartungseingriffe an welchen Ventilen erledigt werden sollten, um Leistungsein­bußen auszuschließen. So smart kann sich die „Altanlage“ wieder problemlos mit jeder Greenfield-Produktion messen.

Stephan Sagebiel, Phoenix Contact
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