Geschlossene und sichere Datenübergabe an die IT-Plattform

Die Produktfamilie der PLCnext-Controller stellt die optimale Plattform für die OT-IT-Integration dar

Die Produktfamilie der PLCnext-Controller stellt die optimale Plattform für die OT-IT-Integration dar
(Quelle: Phoenix Contact)

Datenübergreifende High-Level-Architektur der Integrationslösung

Datenübergreifende High-Level-Architektur der Integrationslösung (Quelle: Software AG)

Eine so gestaltete durchgängige Kommunikation stellt besonders hohe Anforderungen an die IT-Sicherheit. Gerade dies gilt als eine herausragende Eigenschaft von OPC UA. Das Protokoll berücksichtigt insgesamt sieben Sicherheitsaspekte, wobei es auf offenen, etablierten Standards aufsetzt. Darauf ist auch die hohe Akzeptanz durch die IT-Verantwortlichen zurückzuführen, die bei der OT-IT-Integration eine wesentliche Rolle spielen. Mit ihrer vorgefertigten Lösung einer OT-IT-Bridge decken Phoenix Contact und die Software AG diese Anforderungen ab. Die gemeinsame Schnittstelle zwischen protokollwandelnden OT-Komponenten von Phoenix Contact und der Integrationslösung der Software AG ist die Basis, um Datenflüsse effizient grafisch zu orchestrieren. Das Konzept erfüllt die wichtigen Enterprise Grade Features, wie Skalierbarkeit, Hochverfügbarkeit, Sicherheit sowie Wartbarkeit und Nachvollziehbarkeit, zum Beispiel durch eingebaute Versionierungsfähigkeiten. Darüber hinaus werden die Daten nahe in Realtime verarbeitet. In einem gemeinsam mit Krohne und Phoenix Contact erstellten Demonstrator der Software AG ist die OT-IT-Bridge bereits verbaut und beweist ihre Funktionsfähigkeit.

Die verwendete Integrationsplattform der Software AG, einst für die Integration von Business-IT-Komponenten konzipiert, wird kontinuierlich weiterentwickelt, um Anforderungen im Industrie-4.0-Kontext abzudecken. Durch die Kompetenz der Prozessspezialisten von Phoenix Contact wird nun ebenfalls ihre Konnektivität in die Feldebene umgesetzt. In der OT-IT-Bridge übernehmen die Tools von Phoenix Contact den Part des Datensammlers. Die Kontextualisierung, also das Anreichern der Rohdaten beispielsweise um Informationen zum Messzeitpunkt, verdankt die Lösung ebenso den Produkten von Phoenix Contact. Schließlich übergeben sie die Daten geschlossen und sicher an die Plattform der Software AG. Prozessingenieure wählen dazu über eine Check-Box aus, welche Daten für sie von Interesse sind. Die OT-IT-Bridge stellt sicher, dass jede Änderung der relevanten Werte registriert wird.

Schnelles Erreichten des Return-on-Invest

Spätestens in großen Anlagen mit Tausenden von Messstellen wird sich eine derartige Lösung als unverzichtbar erweisen. Denn ohne sie wären die Komplexität und das Mengengerüst der Daten nicht handhabbar und die möglichen IIoT-Use-Cases somit nicht realisierbar. Aber selbst bei ersten Industrie-4.0-Pilotprojekten, in denen unter
Umständen die Verknüpfung durch manuellen Datenexport und -import möglich wäre, bietet sich die Nutzung der OT-IT-Bridge an. Die Skalierbarkeit der Lösung sorgt dafür, dass der erprobte I4.0-Use-Case nach der Evaluierungsphase problemlos und mit geringem Aufwand ausgerollt und vervielfältigt werden kann. Die schon jetzt hohe Zahl an I4.0-Pilotprojekten spricht ebenfalls für den Einsatz der OT-IT-Bridge. Mehr als 100 I4.0-Initiativen laufen derzeit bei einzelnen Anwendern der Prozessindustrie. Bei der Implementierung neuer Lösungen sinkt der Aufwand durch Wiederverwendung und Strukturierung der Datenflüsse. Der Return on Invest wird daher schneller erreicht. Ohne eine Lösung können dagegen die Integrationsaufwände den Benefit der Industrie-4.0-Anwendung schnell wieder zunichtemachen.

3 / 5

Ähnliche Beiträge