Bild 01: Zusammenspiel zwischen Standardsignalen sowie Signalen mit einer erhöhten Anforderung an die funktionale Sicherheit in der Feldinstallation (Quelle: Phoenix Contact)
Mit der nächsten Generation des IO-Systems Axioline E gestaltet Phoenix Contact [1] sein Produktportfolio noch zukunftssicherer. Zum ersten Mal werden Geräte für die Ein- und Ausgabe von Standardsignalen sowie Signalen mit einer erhöhten Anforderung an die funktionale Sicherheit in den markt relevanten Industrial-Ethernet-Protokollen verfügbar sein. In Blockbauweise ausgeführt, bieten die Geräte der Produktfamilie Axioline E die Lösung für eine schaltschranklose dezentrale Automatisierung. Aufgrund der Schutzart IP65/67 eignen sich die IO-Module im vollvergossenen Zinkdruckguss-Gehäuse für den direkten Einsatz in einer Maschine – und das selbst unter rauen Umgebungsbedingungen. Ein erweiterter Temperaturbereich sowie die hohe Beständigkeit gegenüber Umwelt einflüssen, gängigen Kühl- und Schmiermitteln sowie Schweißperlen erlauben ihre Nutzung in vielen verschiedenen Applikationen.
Die Geräte beinhalten eine L-codierte Spannungsversorgung mit einem M12-Power-in- und einem M12-Power-out- Anschluss. Durch diese leistungsstarke Spannungsversorgung mit bis zu 2 × 16 A sowie in Kombination mit dem eingebauten Zwei-Port-Switch lassen sich mehrere Geräte in einer einfachen Linientopologie in der Anlage installieren. Bei der Montage der IO-Module kann der Anwender durch die M12-Duo-Kontur neben den bewährten M12-Schraubsteckverbindern ebenfalls eine Feldverdrahtung mit der neuen M12-Push-Pull-Schnellanschlusstechnik realisieren.
Als sogenanntes Security-by-Design-Produkt erfüllen die Axioline-E-Geräte zudem die Anforderungen des TÜV-zertifizierten Prozesses gemäß IEC 62443-4-1 (Bild 2).
Diagnose und Kommunikation trotz Abschaltung der Versorgungsspannung
Die IO-Module der nächsten Generation der Baureihe Axioline E eröffnen mit ihren passiv sicheren Ausgängen bis Sicherheitsklasse SIL3 nach IEC 62061 und bis Kat. 4/PL e nach EN ISO 13849-1 die Möglichkeit der sicherheitsgerichteten Abschaltung der Ausgangssignale innerhalb einer Versorgungslinie. Die Sicherheitsabschaltung basiert auf dem Prinzip, dass sich die für die Ausgangsgruppen zugeführte Versorgungsspannung über ein vorgeschaltetes Sicherheitsschaltgerät – zum Beispiel die Sicherheitsrelais der Produktfamilie PSR von Phoenix Contact – sicherheitsgerichtet abschalten lässt. Somit werden die Ausgänge unabhängig vom Steuersignal in den energielosen Zustand geführt und die Geräte diagnose sowie die Kommunikation finden weiterhin statt. Mit dieser sicherheits gerichteten Abschaltungstellt das Produktportfolio die passende Lösung für einfache Sicherheits anwendungen zur Verfügung. Die Zertifizierung erfolgt für die digitalen Ausgänge eines Profinet Devices, die IO-Link-Masterports Typ B eines Profinet Devices sowie für die digitalen Ausgänge einer IO-Link-IO-Box.