Modular kombinierbare Axioline Smart Elements unterstützen den Trend der Platzreduzierung im Schaltschrank (Quelle: Phoenix Contact)
In vielen Anwendungen wird heute noch immer die traditionelle, auf elektromechanischen Komponenten, wie Relais und Schützen, basierende Sicherheitstechnik verwendet. Ab einer mittleren bis großen Anzahl von sicheren Signalen kommen jedoch zunehmend Mikroprozessor-Sicherheitslösungen auf der Grundlage von Sicherheitsprotokollen zum Einsatz. Von Jahr zu Jahr verschiebt sich diese Grenze weiter in Richtung kleinerer Applikationen, da die Vorteile der Sicherheitsprotokolle überwiegen. Selbst Anwendungen mit hohen Taktraten lassen sich mit der verschleißfreien Sicherheitstechnik wirtschaftlicher umsetzen, denn die Geräte müssen nicht in Abhängigkeit von ihrer Schalthäufigkeit getauscht werden. Vor diesem Hintergrund sind zahlreiche FSoE-Sicherheitssteuerungen (Fail Safe over Ethercat) am Markt erhältlich, die einen weiten Anwendungsbereich abdecken. Doch eine Sicherheitssteuerung kann nur so gut sein wie das angeschlossene IO-System. Deshalb hat Phoenix Contact den Automatisierungsbaukasten der Axioline Smart Elements um FSoE-Module ergänzt. Mit dem modular aufgebauten Axioline-F-System in Schutzart IP20 kann sich der Anwender die benötigten IO-Stationen gemischt aus AxiolineF-Modulen und Axioline Smart Elements je nach Applikationsanforderungen flexibel zusammenstellen. Dazu beinhaltet das Portfolio Standard-, Funktions- und Safety-Module. Die sicheren digitalen Ein- und Ausgangsmodule werden dabei einfach, also ohne zusätzliche Maßnahmen, an einer beliebigen Stelle in die IO-Station eingefügt.
Höhere Verfügbarkeit aufgrund einer durchgehenden Diagnose
Im privaten Umfeld ist es heute Stand der Technik, dass beispielsweise der Pkw den Fahrer mit Meldungen wie „Bitte rechtes Bremslicht kontrollieren“ oder „Bitte Scheibenwaschanlage auffüllen“ auf Schäden und Mängel hinweist. Durch das Auslesen der internen Diagnose lassen sich dann bei sinnvoller Anwendung Standzeiten in der Werkstatt reduzieren. In gleicher Weise kann die Verfügbarkeit einer Maschine oder Anlage erhöht werden. Nicht-sicherheitsgerichtete Automatisierungsapplikationen werten schon seit einiger Zeit alle möglichen Diagnosemeldungen der in ihnen verbauten Geräte aus und stellen sie in der Prozessvisualisierung dar. Beim Einsatz von Sicherheitsrelais, abgesetzten Sicherheitsschaltgeräten oder abgesetzten Sicherheitssteuerungen geht jedoch ein Großteil der Diagnosemeldungen verloren. Das muss nicht sein. Aufgrund der durchgehenden Diagnose des FSoE-Systems erkennt der Bediener einen betätigten Not-Halt-Taster oder klemmenden Türschalter sofort und kann unmittelbar entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten.