Cybersecurity im Fokus
M. Müller betont die unabdingbare Notwendigkeit, die Cybersicherheit „bei aller Schwärmerei für neue Technologien“ ernst zu nehmen. Die Bedrohung durch Cyberangriffe wächst stetig, und das nicht nur in Bereichen kritischer Infrastrukturen.
Phoenix Contact hat sich frühzeitig mit dem Thema Ethernet und Cybersicherheit auseinandergesetzt, was zur Kooperation mit und später zur Übernahme von Innominate im Jahr 2008 führte, einem Berliner Unternehmen, das auf Sicherheitslösungen im industriellen Umfeld spezialisiert ist. Innominate (heute Phoenix Contact Cyber Security GmbH), bekannt für seine Security Router, hat sich unter dem Dach von Phoenix Contact zu einem anerkannten Spezialisten für Sicherheitssoftware für industrielle Komponenten weiterentwickelt, wobei die zugehörige Hardware hauptsächlich aus Bad Pyrmont stammt. M. Müller erklärt, dass das von der Phoenix Contact Cyber Security GmbH entwickelte Linux-Betriebssystem speziell für industrielle Anwendungen gehärtet wurde und auf Open Source basiert.
Angesichts der regulatorischen Anforderungen, wie dem EU Cyber Resilience Act sowie den Anforderungen aus der RED Richtlinie an Cybersicherheit und der NIS2 Richtlinie, müssen alle neuen Geräte Sicherheitsanforderungen erfüllen. Phoenix Contact ist gut aufgestellt, um diesen Anforderungen gerecht zu werden, mit Entwicklungsprozessen, die nach IEC 62433 zertifiziert sind. M. Müller betont die Wichtigkeit, dass Maschinenbauer und Endanwender sich intensiv mit Cybersicherheit auseinandersetzen müssen.
In Bezug auf Sicherheitskomponenten identifiziert Müller zwei wesentliche Anwendungsbereiche: die Sicherung von Fertigungsanlagen, wie Roboterzellen, mittels Security Appliances und die Unterstützung von Fernwartungsdiensten. Ein Beispiel hierfür ist die Verwendung des FL MGuard Routers durch einen großen Werkzeugmaschinenhersteller, der damit einen sicheren Fernzugriff ermöglicht. „Hier zeigt sich, wie gut unsere Lösungen mit User Firewall und Berechtigungskonzept für Anwendungsfälle im industriellen Umfeld zugeschnitten sind“, schließt er an.
Phoenix Contact bietet zudem IEC 62443-zertifizierte Beratungsdienstleistungen im Bereich Cybersicherheit an. Die Experten des Unternehmens halten sich kontinuierlich über Sicherheitslücken auf dem Laufenden und stellen umgehend Patches bereit, wenn Lücken entdeckt werden.
Fazit
In der dynamischen Landschaft der industriellen Automatisierung markiert Phoenix Contact durch Innovation und Expertise einen entscheidenden Wegpunkt. Das Unternehmen hat nicht nur die Entwicklung und Implementierung fortschrittlicher Kommunikationstechnologien, wie Industrial Ethernet, 5G und SPE, vorangetrieben, sondern auch die kritische Bedeutung der Cybersicherheit in den Vordergrund gerückt. Durch strategische Akquisitionen und die Entwicklung robuster Sicherheitslösungen hat Phoenix Contact seine Position als Vorreiter in der sicheren industriellen Kommunikation gefestigt. In einer Zeit, in der die Konvergenz von IT und OT immer mehr zur Realität wird, setzt Phoenix Contact Maßstäbe für die Zukunft der industriellen Automatisierung und Cybersicherheit.

