ADI und Nvidia bauen ihre Partnerschaft weiter aus, um die physische Intelligenz in humanoider Robotik voranzutreiben. (Quelle: ADI)
Humanoide Roboter rücken immer näher an den praktischen Einsatz in der realen Welt. Ihr Fortschritt hängt maßgeblich von physischer Intelligenz und Echtzeit-Reasoning ab. ADI treibt diese Entwicklung voran: Unter dem Konzept der ‚physischen Intelligenz, können KI-Systeme die physische Welt präzise und effizient wahrnehmen, analysieren und darauf reagieren. Die Expertise des Unternehmens in Edge-Sensorik, präziser Bewegungssteuerung, Powerintegrität und deterministischer Konnektivität in Kombination mit der fortschrittlichen Rechenleistung von Jetson Thor macht dies möglich.
Neuer Maßstab für physische Intelligenz
Mit Jetson Thor werden die Möglichkeiten für Roboter nach Unternehmensangaben neu definiert. Der KI-Supercomputer basiert auf Nvidias Blackwell-GPU-Architektur und ist ausgestattet mit einer Transformer-Engine, einer Mehr-Instanzen-GPU (MIG), einem 14-Kern-Arm-Neoverse-V3AE-Prozessor und bis zu 128 GB Arbeitsspeicher (LPDDR5X). Das System bietet bis zu 2.070 FP4-TFlops KI-Rechenleistung bei gleichzeitig niedrigem Energieverbrauch, sodass es auch mobil eingesetzt werden kann. Die leistungsfähigen IO-Schnittstellen umfassen unter anderem vier 25-Gigabit-Ethernet-Verbindungen und sorgen für die erforderliche Bandbreite, um große Mengen unterschiedlicher Sensordaten in Echtzeit zu fusionieren.
"Damit ist Nvidia Jetson Thor die erste Plattform, die Robotik-Basismodelle skalierbar ausführen kann – von Vision-Language-Modellen (VLM) bis zu Vision-Language-Action-Modellen (VLA) –, sodass Roboter über reine Wahrnehmung hinaus Schlussfolgerungen ziehen und physisch intelligent handeln können", heißt es vonseiten ADI.
“Erstmals sind Roboter in der Lage, komplexe Aufgaben zu verstehen. ADI liefert das präzise physische Fundament, das zusammen mit dem Reasoning von Nvidia Jetson Thor in Echtzeit auf reale Gegebenheiten reagiert. Gemeinsam führen wir humanoide Roboter von der Simulation in einsatzbereite Systeme”, sagt Paul Golding, VP of Edge AI bei ADI.
Details zur Zusammenarbeit
ADI und Nvidia beschleunigen die Entwicklung von Robotern mit Reasoning-Fähigkeiten, indem sie ADIs hochpräzise Signalketten in Nvidias Holoscan Sensor Bridge und Isaac Sim integrieren. Durch die Einbettung von Robotik-Basismodellen in den ADI-Entwicklungsstack schließt ADI die Sim2Real-Lücke, sodass die Hardware in Isaac Sim genauso zuverlässig funktioniert wie in der realen Welt.
Die nun erfolgte Ankündigung baut auf ADIs umfassender Zusammenarbeit mit Nvidia auf – darunter auch eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MOU), die im Rahmen von ADIs Quartalszahlen-Berichterstattung erwähnt wurde –, um Innovationen in den Bereichen KI und Robotik voranzutreiben. ADIs Technologien darunter neuartige multimodale taktile Sensorik, hochpräzise IMU, Gelenk-Encoder und deterministische Konnektivität über Technologien wie GMSL bilden eine wesentliche Grundlage für physische Intelligenz in KI-Modellen. Dies stellt sicher, dass Roboter auch in dynamischen Umgebungen (z. B. Fabrikhallen, Operationssäle usw.) geschickte Bewegungen und präzise Aufgaben ausführen können.
“Mit Nvidia Jetson Thor als Rechenplattform und ADIs hochpräziser Sensorik, Signalketten-Präzision und deterministischer Konnektivität als Nervensystem bringen wir Roboter schneller von Nvidia Isaac Sim auf den Fabrikboden – mit physischer Genauigkeit", so P. Golding.