Figure 03 übernimmt neuen Logistik-Use-Case

BMW Group treibt mit Figure-03-Projekt in Spartanburg den Einsatz von Physical AI in der Produktion weiter voran. (Quelle: BMW Group)
Auch in Spartanburg geht die Entwicklung weiter. Im Juni 2026 kündigte BMW den Einsatz des weiterentwickelten Figure 03 an.
„Das Werk Spartanburg ist die Wiege der humanoiden Robotik im operativen Tagesgeschäft der BMW Group. Nachdem wir bereits einen Piloten mit dem Figure 02 in unserem Karosseriebau erfolgreich abgeschlossen haben, freuen wir uns nun darauf, den Figure 03 für einen Sequenzierungs-Anwendungsfall in der Logistik einzusetzen“, sagte Ulrich Wieland, Vice President of Production Control and Logistics, BMW Manufacturing.
„Unser elfmonatiger Einsatz von Figure 02 hat bewiesen, dass Humanoide längst keine Laborexperimente mehr sind – sie können ein wertvoller Bestandteil beim Aufbau einer flexiblen, zuverlässigen Fertigungsbelegschaft sein“, ergänzte Brett Adcock, Gründer und CEO von Figure AI: „Wir freuen uns darauf, unsere Arbeit in Spartanburg fortzusetzen, während Figure die Komplexität der Montage- und Logistikhalle bewältigt.“
Die aus diesem Projekt gewonnenen Erkenntnisse bilden nun die Grundlage für den nächsten Schritt mit dem Nachfolgemodell Figure 03. „Der Roboter verfügt über mehrere neue Funktionen für erweiterte Anwendungsmöglichkeiten. Dazu zählen weiche Komponenten zur Erhöhung der Sicherheit, kabelloses Laden für eine höhere Verfügbarkeit, Audiofunktionen für Speech-to-Speech-Kommunikation sowie verbesserte Hände mit taktilen Sensoren und Kameras in den Handflächen für mehr Präzision und Geschicklichkeit“, erklärte B. Adcock.
Bei dem neuen Anwendungsfall treffen Komponenten zunächst unsortiert in größeren Behältern ein. Figure 03 nimmt die Teile auf und sortiert sie in einen Sequenzierungswagen ein. Anschließend gelangen sie über einen automatisierten Routenzug oder einen Smart Transport Robot zum Einbauort und werden dort „just in sequence“ für die Montage bereitgestellt. "Dieser Anwendungsfall kommt in der Logistik in der Automobilproduktion vielfach vor und bietet Potenzial für Weiterentwicklung und Skalierbarkeit", berichtet BMW.