Bild zeigt Frau und Humanoiden im Fertigungsumfeld bei BMW, wie sie gemeinsam ein Bauteil halten

Im Februar 2026 kündigte die BMW Group an, erstmals humanoide Roboter in der Produktion in Deutschland einzusetzen. (Quelle: BMW Group)

Top-3 AI Facts 2025 bei BMW in Spartanburg

1. Der Figure 02 unterstützte über zehn Monate hinweg die Produktion von mehr als 30.000 BMW X3. In diesem Zeitraum kam er im Karosseriebau zur Entnahme und Positionierung von Blechteilen für den anschließenden Schweißprozess zum Einsatz.

2. Figure 02 bewegte insgesamt mehr als 90.000 Bauteile, absolvierte rund 1.250 Betriebsstunden und legte rund 1,2 Mio. Schritte zurück.

3. Nach Angaben von BMW bestätigte dieser Pilot, dass humanoide Roboter präzise und wiederholgenaue Arbeitsschritte unter realen Produktionsbedingungen sicher ausführen können.

Key-Kunden-Zitat

Michael Ströbel, Leiter Prozessmanagement und Digitalisierung in der Produktion, BMW Group: „Wir freuen uns, nun auch erstmals in einem Werk in Deutschland einen humanoiden Roboter in einem Pilotprojekt einzusetzen. Nach der Evaluierung durch unser Center of Competence for Physical AI in Production, wurden Ende des vergangenen Jahres bereits Tests im Labor und im Werk Leipzig durchgeführt. Dieses Jahr richten wir den Fokus auf die schrittweise Integration in unser Produktionssystem, um vielfältige Einsatzmöglichkeiten zu erproben. Im Mittelpunkt steht dabei die Erforschung der multifunktionalen Nutzung des Roboters in verschiedenen Produktionsbereichen wie der Batteriefertigung für Energiemodule sowie in der Komponentenfertigung für Exterieur-Teile. Mit Hexagon haben wir einen bewährten und langjährigen Partner mit einem sehr innovativen Ansatz in der humanoiden Robotik für dieses Projekt gefunden.“

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Die BMW Group sieht in Physical AI einen wichtigen Baustein für ihre Produktion der Zukunft. Unter Physical AI versteht das Unternehmen die Verbindung von KI mit realen Maschinen und Robotern in der Produktion. Die Pilotierung startete BMW 2025 in seinem US-Werk Spartanburg, wo gemeinsam mit Figure AI ein humanoider Roboter unter realen Produktionsbedingungen eingesetzt wurde.

Rollout nach Leipzig

Anfang 2026 übertrug BMW den Physical-AI-Ansatz dann auch auf die Produktion in Europa. Im Werk Leipzig startete das Unternehmen gemeinsam mit Hexagon ein Pilotprojekt mit dem Humanoiden Aeon. Nach ersten Tests im Dezember 2025 war ab April 2026 ein weiterer Testeinsatz vorgesehen, dem ab Sommer die eigentliche Pilotphase folgen sollte. Aeon soll dabei unter anderem in der Montage von Hochvoltbatterien und in der Komponentenfertigung eingesetzt werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der Erprobung multifunktionaler Anwendungen: An den menschenähnlichen Korpus des Roboters lassen sich unterschiedliche Hand- und Greifelemente sowie Scan-Werkzeuge andocken.

Parallel dazu gründete die BMW Group ein „Center of Competence for Physical AI in Production“. Dort bündelt das Unternehmen seine Expertise rund um KI und Robotik und begleitet Pilotprojekte in den Werken. Technologiepartner werden nach Angaben von BMW anhand definierter Reifegrad- und Industrialisierungskriterien bewertet und ihre Systeme zunächst im Labor sowie anschließend unter realen Produktionsbedingungen getestet.

„In unserem neuen Center of Competence for Physical AI in Production bündeln wir unsere Expertise, um das Wissen zu KI und Robotik breit im Unternehmen nutzbar zu machen", sagte Felix Haeckel, Gruppenleiter Center of Competence for Physical AI in Production. "Bereits in den letzten Jahren konnten wir ein internationales Expertenteam aufbauen, welches sich neben der Inhouse-Forschung und ‑Programmierung die sukzessive Integration von KI in das bestehende Produktionssystem zur Aufgabe gemacht hat. Gleichzeitig treibt unser Team in München die eigene Roboterforschung voran, um Pilotprojekte im Bereich Physical AI in unseren Werken aufzusetzen, fachlich zu begleiten und gezielt weiterzuentwickeln.“

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