Grundlegende Anforderungen an Remote-Management-Systeme

Die Smart Services von Multivac werden mit Edge Gateways und Hilschers zentralisierter Software- und Gerätemanagementlösung umgesetzt (Quelle: Hilscher)
Aus Sicht von Hilscher gibt es drei grundlegende Anforderungen an ein Remote-Management-System, mit denen sich Maschinenbauer und Gerätehersteller auseinandersetzen müssen:
Anwender benötigen ein System, mit dem Edge-Geräte aus der Ferne gemanagt werden können. Diese müssen über entsprechende Laufzeitumgebungen verfügen, auf denen IIoT-Anwen-dungen zuverlässig ablaufen. Zudem muss der Anwender erkennen können, ob das Edge-Gerät funktioniert und wie dessen Ressourcen ausgelastet sind. Auch System-Updates zum Beispiel für das Betriebssystem müssen im Rahmen eines erfolgreichen Fernwartungskonzepts bedacht werden.
Das System muss es dem Anwender einfach ermöglichen, Maschinendaten und Software zusammenzubringen. Hersteller von Maschinen und Geräten müssen steuern können, welche Softwarekomponenten in welcher Version und mit welcher Konfiguration auf den einzelnen Edge-Geräten laufen sollen. Idealerweise wird ein Virtualisierungskonzept verfolgt, beispielsweise mittels Software-Container.
Der Anwender muss konfigurieren können, welche IIoT-Daten innerhalb einer Maschine auf der OT-Ebene verbleiben müssen und welche Daten zentral gesammelt werden. Das Routen von Daten und Maschinenparametern in weitergehende Kundenapplikationen muss in einem solchen Konzept ebenfalls bedacht werden.
Der Weg zu digitalen Services
Multivac hat diese Anforderung erkannt und bei seinen Verpackungslösungen berücksichtigt. Dabei wurde mit netField eine optimale Lösung gefunden, Digitalisierungsvorhaben umzusetzen. Vor allem die Management-Software habe aufgrund ihrer Einfachheit und Flexibilität „den Unterschied gemacht“, da sie IIoT-Anwendungen erst „sinnvoll wirtschaftlich nutzbar macht“, sagt Multivac-Experte Dr. Grathwohl.
Mit netField kann Multivac datenbasierte Geschäftsmodelle entwickeln und die Wertschöpfung seiner Maschinen erhöhen. Für die Kunden des Verpackungsspezialisten bedeutet dies nach ersten Erhebungen eine Erhöhung der Produktionszeit um 30 min bis 50 min pro Woche. Doch die Potenziale sind in dieser Hinsicht noch nicht ausgeschöpft. Für die Zukunft plant Multivac bereits die nächsten Digitalisierungslösungen, darunter automatische Updates ganzer Maschinen, digital gestützte Wartungsverträge, Pay-per-Use-Modelle oder Predictive Maintenance.