Sicher vernetzt mit Secure OS und Docker
Regelmäßige Penetrationstests des kompletten Systems sorgen dafür, dass Sicherheitslücken rechtzeitig identifiziert werden. Die Testergebnisse fließen in geplante oder kurzfristige Updates ein. Separate Partitionen auf dem System gewährleisten die Sicherheit des Update-Prozesses. Schlägt ein Update fehl, wird automatisch zur Vorgängerversion zurück gesprungen.
Das Kontron Susietec Secure OS basiert auf einem Yocto-Linux- BSP. Dabei handelt es sich um ein für x86 oder ARM gehärtetes Betriebssystem mit zwei redundanten Partitionen. Der Update-Mechanismus kann vom Kunden auch für das Roll-out von Endanwendungen genutzt werden. Kontron stellt die sichere Umgebung zur Verfügung, der Maschinenbetreiber kümmert sich um die Verwaltung seiner Maschinen und die eigenen Applikationen.
Skalierbarkeit: Auf die Schaltzentrale kommt es an
Bei der Wahl des Systems ist darauf zu achten, dass es mit den Aufgaben wachsen kann, und auch für neue Anforderungen erweiterbar ist. Alleine eine Maschine produziert Unmengen an Daten, die vielleicht noch nicht alle aktiv genutzt werden, aber die Basis für die digitale Zukunft mit KI in einer Smart Factory bilden können. Genügend Maschinendaten werden schon jetzt benötigt, etwa für die Inbetriebnahme, den Aufbau einer vorausschauenden Wartung, das Ersatzteilmanagement oder Remote Assistance. Für die Zukunft sind neue, umsatzstarke digitale Geschäftsmodelle denkbar, beispielsweise ein auf Fernüberwachung basierender After-Sales-Service.
Für die Integration der Daten aller sich im Einsatz befindlicher Maschinen, das Extrahieren aus der Datenbibliothek und das gebrauchsfertige Bereitstellen werden entsprechende Tools benötigt. Die Equipment Cloud von Kontron AIS fungiert hier als cloudbasierte „Schaltzentrale“. Die IIoT-Plattform wurde zur umfassenden Dokumentation und Integration sämtlicher Maschinendaten für alle denkbaren Einsatzzwecke entwickelt. Die Kommunikation erfolgt über ein universelles Web-Standard-Rest-Interface, sodass Maschinen und Anlagen unabhängig vom genutzten Maschinenprotokoll bedient werden können. IoT-Devices mit flowbasierter Programmieroberfläche ermöglichen eine einfache, flexible Übertragung der Daten. Der Zugriff auf die Daten erfolgt über einen Webbrowser auf dem Tablet oder dem Smartphone. Mit der Equipment Cloud verbundene Apps wie Remote-Assistance lassen sich damit auch aus dem Home Office nutzen.