Anlagenlayout mit vielen Freiheitsgraden

Markus Schmachtel, Leiter der Konstruktions- und Engineering-Abteilung bei der Wolf Verpackungsmaschinen GmbH: „Jedes einzelne Shuttle ist programmierbar und individuell ansteuerbar. Dadurch können wir die Verfahrprofile individuell an die Anforderungen der Verpackung und der Füllung anpassen und noch effizienter sowie schonender produzieren als bisher“.
(Quelle: BuR)
Bei der ersten von Wolf gebauten Maschine der neuen Generation reichte ein einfaches Supertrak-Oval, bestehend aus zwei 180°-Kurvensegmenten und sechs jeweils ein Meter langen Geradensegmenten, zur Einhaltung der Vorgaben aus. Vor allem weil sich auch die Kurven- bereiche von Supertrak nutzen lassen.
Wolf hat genügend Platzreserven eingeplant, um bei Bedarf zusätzliche Stationen unterbringen zu können – auch in einer späteren Phase des Lebenszyklus der Anlage.
„Mit dem Simulator von B&R kann vorab überprüft werden, ob bei der geplanten Konstruktion oder Erweiterung einer Anlage die angestrebte Zykluszeit erreicht wird. Ausschlaggebend ist dabei die Anzahl an geplanten Shuttles und Prozessstationen sowie die jeweilige Beutelform. So können unnötige Investitionen vermieden und das Risiko einer Neuentwicklung minimiert werden“, nennt M. Schmachtel als Vorteile. Kostendämpfend für den Betreiber wirkt auch die hohe Energieeffizienz der Anlage: Da bei der Lösung mit Supertrak nur die Shuttles mit demKassettenaufbau und damit geringeren Massen als bei fest ge- koppelten Transportsystemen bewegt werden müssen, ist auch die aufzubringende Beschleunigungs- und Bremsenergie niedriger. Zudem wird die Bremsenergie zurückgespeist und für die Beschleunigung von Shuttles verwendet.
Supertrak im Detail
Supertrak wurde speziell für den 24/7-Betrieb in rauen Industrieumgebungen entwickelt. Das System arbeitet sowohl zuverlässig als auch sicher und erlaubt hohe Traglasten. Zudem optimiert es die Umrüstzeiten zwischen unterschiedlichen Produkten, die auf einer Anlage gefertigt werden. Es muss lediglich eine andere Option gewählt werden und das Track-System stellt sich automatisch auf das neue Produkt ein. Die Shuttles des Track-Systems lassen sich einfach einzeln tauschen, der Track muss dafür nicht zerlegt werden. Dies führt zu einer niedrigen mittleren Reparaturzeit (MTTR) und erhöht die Produktivität der gesamten Anlage.
Nährboden für Innovationen
Das Potenzial der neuen Transportlösung ist noch nicht ausgeschöpft und gibt Wolf Raum für weitere Innovationen, wie M. Schmachtel zufrieden feststellt: „Wir sind erst ganz am Anfang, was die Möglichkeiten von Supertrak anbelangt. Zum Beispiel lassen sich zwei Shuttles so steuern, dass sie einen Beutel greifen und während der Fahrt zur nächsten Station auf- ziehen. Zudem kann die Nutzlast durch die Kombination von Shuttles erhöht werden. Dadurch eröffnen sich weitere interessante Ansätze bei der Konstruktion richtungsweisender Abfüll- und Verpackungsmaschinen.“