Neuigkeiten rund um Omniverse

Bild von Ludwig von Reiche, Geschäftsführer von Nvidia Deutschland

Ludwig von Reiche, Geschäftsführer von Nvidia Deutschland: "Es wird nicht nur das eine Industrial Metaverse geben, sondern viele verschiedene, in denen 3D-Modelle zusammenkommen." (Quelle: Nvidia)

Auch bei Nvidia selbst geht die Industrial-Metaverse-Reise weiter. Details gab Firmengründer und CEO Jensen Huang in seiner Keynote auf der Developer Conference GTC Mitte März bekannt. So beispielsweise, dass Nvidia Omniverse Cloud jetzt für ausgewählte Unternehmen verfügbar sei. Diese Platform-as-a-Service soll es Unternehmen ermöglichen, die Digitalisierung ihrer Kernprodukte und Geschäftsprozesse zu vereinheitlichen. Als erster Cloud-Service-Anbieter für Omniverse Cloud wurde Microsoft Azure vorgestellt. „Unternehmen erhalten dadurch Zugriff auf die Full-Stack-Suite von Omniverse-Softwareanwendungen und die Nvidia-OVX-Infrastruktur mit der Skalierbarkeit und Sicherheit von Azure-Cloud-Services“, wurde berichtet.

Insgesamt wird Microsoft Azure zwei neue Cloud-Angebote von Nvidia hosten: Nvidia Omniverse Cloud, die sofortigen Zugriff auf eine Full-Stack-Umgebung bietet, um Industrial-Metaverse-Anwendungen zu entwerfen, zu entwickeln, bereitzustellen und zu verwalten. Und Nvidia DGX Cloud, ein KI-Supercomputing-Service, der Unternehmen unmittelbaren Zugriff auf die Infrastruktur und Software bietet, die zum Trainieren fortschrittlicher Modelle für generative KI und andere innovative Anwendungen erforderlich sind.

Im Detail sieht das Ganze so aus: Microsoft ­Azure hostet Nvidia DGX Cloud für KI-Supercomputing und Nvidia Omniverse Cloud zum Erstellen und Betreiben von 3D-Welten. Damit werden Unternehmen in die Lage versetzt, die Omni­verse-Plattform mit ­Microsoft-365-Anwendungen zu verbinden: Microsoft-365-­Anwendungen, wie Teams, OneDrive und SharePoint, können mit Nvidia Omniverse interagieren. 

„Hunderte Millionen von Microsoft-Nutzer erlangen somit über die Cloud Zugriff auf leistungsstarke industrielle Metaverse- und KI-Supercomputing-Ressourcen“, verdeutlichte J. Huang den Nutzen. „Dank unserer Zusammenarbeit können Unternehmen ihre Abläufe schneller digitalisieren, sich am Industrial Meta­verse beteiligen und fortschrittliche Modelle für generative KI und andere Anwendungen trainieren.“

Fazit und Ausblick

Die Applikationsbeispiele unterstreichen die Ausführungen von L. v. Reiche: Wir stehen beim Industrial Metaverse nicht mehr am Anfang. Außerdem ist er überzeugt: „Es wird nicht nur das eine Industrial Metaverse geben, sondern viele verschiedene, in denen 3D-Modelle zusammenkommen.“ Handlungsbedarf sieht er noch hinsichtlich der Endgeräte, zum Beispiel der Datenbrillen. „Sie müssen noch weiter optimiert werden, um über einen längeren Zeitraum besser genutzt werden zu können. Wichtig ist zudem zu erwähnen, dass es nicht zwangsläufig einer solchen Brille bedarf, um die Vorteile des Industrial Metaverse zu nutzen. Stattdessen können ebenso PC, Tablet und weitere Mobile Devices zum Einsatz kommen“, stellt er heraus. Was die Weiterentwicklung von Omniverse anbelangt, nennt er als eine Zielsetzung: „Noch mehr industrielle Produkte und Datenströme integrieren.“

Inge Hübner
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