Cloud-Computing rückt auch beim Betrieb von Produktionsanlagen immer mehr in das Interesse der Betreiber. Vor allem aufgrund der Möglichkeit, die Prozesse zu optimieren und die Effizienz zu steigern (Quelle: Pixabay.com © wynpnt Public Domain)

Cloud-Computing rückt auch beim Betrieb von Produktionsanlagen immer mehr in das Interesse der Betreiber. Vor allem aufgrund der Möglichkeit, die Prozesse zu optimieren und die Effizienz zu steigern (Quelle: Pixabay.com © wynpnt Public Domain)

Befinden sich die Daten in der virtuellen Wolke, werden die Maschinen dadurch in die Lage versetzt, Informationen untereinander auszutauschen. Die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, sind nicht nur vielfältig, sondern äußerst nützlich. Doch für die meisten Produktionsunternehmen und IT-Dienstleister ist die Zusammenarbeit in diesem Bereich immer noch Neuland.

Stromkosten von Produktionsanlagen optimieren mit Cloud-Computing

In welche Richtung es gehen kann, zeigt beispielsweise das auf Automatisierung in der Industrie spezialisierte Unternehmen Weidmüller aus Detmold. Dort wird die richtige Temperatur für den Maschinenpark in der Cloud ermittelt.

Die Anlagen an jedem Standort senden ihre Betriebsdaten dabei an eine Steuerungseinheit, die sich in der Cloud befindet. Bis jetzt wird dieses System lediglich dazu genutzt, um den Stromverbrauch der Maschinen entsprechend auszuwerten. Jan Stefan Michels leitet die Standard- und Technologieentwicklung bei Weidmüller und sieht vor allem die zukünftigen Möglichkeiten dieser Vorgehensweise. Denn durch die Verwaltung der Daten in der Cloud ist es in weiterer Folge auch ganz einfach, diese beispielsweise mit den aktuellen Energiepreisen am Markt zu vergleichen. Damit wäre es laut S. Michels möglich, die Maschinen immer dann in Betrieb zu nehmen, wenn die Energiekosten dafür am niedrigsten sind. Selbstverständlich immer unter der Prämisse, dass dadurch auch die geplanten Produktionsmengen in der vorgegebenen Zeit erreicht werden. Die Vernetzung der Industrieanlagen mit der Cloud ist für Michels also vor allem eine Möglichkeit, um die Prozesse zu optimieren und so die Effizienz zu steigern.

Die Optimierung der Energiekosten ist jedoch nur eine Möglichkeit, wie externe Daten sinnvoll genützt werden können. Eine andere besteht beispielsweise darin, Daten von Zulieferbetrieben mit jenen der eigenen Produktion zu verbinden und so die Qualität der Lieferkette zu verbessern. Innerhalb eines Unternehmens kann die Cloud vor allem alle Produktionsstandorte miteinander verbinden und dadurch auch die Produktion weltweit verteilen. So können Spitzen besser abgefedert und Leerläufe verhindert werden.

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