Vielfältige Use Cases für Qualitätskontrolle, Visualisierung und mehr

Neben Handgesten lassen sich auch andere Interaktionen erkennen, etwa die Blickrichtung.

Neben Handgesten lassen sich auch andere Interaktionen erkennen, etwa die Blickrichtung.
Anwender fokussieren einen Inhalt auf einem Display, der dadurch aktiviert und vergrößert wird (Quelle: Siemens)

Mit einer solchen Gestensteuerung lassen sich nicht nur Qualitäts-Checks an Produkten oder Anlagen begleiten. Anhand von Gesten können Anwender auch zwischen Bildschirmdarstellungen wechseln, etwa um Details zu einem Anlagenteil oder einer Wartungsmaßnahme aufzurufen, ohne dass sie dazu am Panel stehen müssen. Da die KI neben Handgesten weitere Körpermerkmale detektieren kann, ist es auf diese Weise zudem möglich, Bildschirmdarstellungen abhängig von der Entfernung zum Bildschirm automatisch zu vergrößern oder zu verkleinern. Somit haben die Bediener immer einen optimalen Blick auf die Informationen. Außerdem ist denkbar, Augenbewegungen zu erfassen. Somit wird es dem Anwender möglich, durch das Fokussieren eines Bildschirminhalts eine Aktion auszulösen, zum Beispiel eine Detailgrafik zu einem Prozessschritt aufzurufen.

Von der Anlage zum digitalen Zwilling und in das Industrial Metaverse

Was in der Interaktion mit Bedien- und Visualisierungslösungen in der realen Anlage funktioniert, ist auch auf die Interaktion mit virtuellen Systemen übertragbar. Über die Gestensteuerung können Entwickler künftig zum Beispiel auch mit einem digitalen Zwilling der Anlage natürlich und ohne Hilfsmittel wie VR- oder AR-Brillen interagieren. Dieser digitale Zwilling lässt sich mit der realen Anlage verankern, sodass ihn die Mitarbeiter in der Produktion ebenso wie Instandhaltungs- und Entwicklungsteams nutzen können, um alternative Konfigurationen zu simulieren oder eine Wartungs- oder Umbaumaßnahme mit dem Modell abzugleichen. Genauso werden dann Entwicklerteams in einem virtuellen Raum gemeinsam an einem digitalen Zwilling arbeiten können und dabei ganz natürlich nicht nur mit dem Modell, sondern auch miteinander interagieren. Dadurch werden sich nicht nur neue Formen der Zusammenarbeit ergeben, sondern auch neue Möglichkeiten der Wissensvermittlung und Kreativität – mit großem Potenzial, die Kollaboration zwischen Menschen untereinander, aber auch zwischen Menschen, Technik und IT-Systemen zu erleichtern und zu verbessern.

www.siemens.de/futureofautomation , www.siemens.com/futureofautomation

Andreas Vogler
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