Mit seinem Gesamtsystem aus Hard- und Software bietet Kuka einen einfachen Einstieg in die Robotik

Mit seinem Gesamtsystem aus Hard- und Software bietet Kuka einen einfachen Einstieg in die Robotik (Quelle: Kuka)

"In der Nach-Corona-Zeit wird sich Roboterpräsenz verstärken. Ob große Industrieunternehmen oder Mittelständler, einfache Bedienung, Flexibilität und Zuverlässigkeit stehen bei allen im Mittelpunkt", sagte Klaus König, CEO Kuka Robotics, während eine Online-Pressekonferenz zur Hannover Messe. Parallel wird aus seiner Sicht ein Netzwerk der Partnerschaft eine immer größere Rolle spielen. "Ein solcher Verbund bietet die Möglichkeit, schnell, global und zielorientiert unterwegs zu sein – was in heutiger Zeit ein wichtiger Erfolgsfaktor ist", erklärte er weiter. Dabei würde es die technologische Kompetenz von Kuka gepaart mit der Kundennähe ermöglichen, von der Elektronik- bis zur Pharmaindustrie, schnell kundenorientierte Lösungen anzubieten. "Die Verkettung von physischer und digitaler Welt ist elementar. Prozesse können dadurch optimiert und gezielter ausgesteuert werden", so K. König weiter. Zudem verwies er darauf: "Wir müssen Lösungen für ein flexibles Umfeld entwickeltn. Dafür müssen unsere Roboter intelligenter werden - autonom und selbstständig lernen." Als überstrahlenden Kundenwunsch nannte er Einfachheit. "Und damit ist dies auch ein strategischer Wunsch von uns – heute und in Zukunft." Mit seinem neue Betriebssystem in Kombination mit einem Ecosystem legt Kuka dazu nun die Basis.

Erste Elemente des zukünftigen Betriebssystems iiQKA.OS wurden auf der digitalen Hannover Messe vorgestellt. Es ist ferner die Grundlage eines  ganzen Ecosystems mit Namen iiQKA. Ferner soll es Zugang zu Programmen, Apps, Services oder Zubehör bieten sowie einfach zu installieren, zu bedienen und zu erweitern sein.

„Automatisierung ist einer der Megatrends unserer Zeit. Deshalb hat sich Kuka im Rahmen der ‚Mission 2030‘ zum Ziel gesetzt, roboterbasierte Automatisierung für alle einfach verfügbar zu machen“, unterstrich auch Dr. Kristina Wagner, Vice President Corporate Research & Director Robot X-perience.

Dort setzen das neue Betriebssystem iiQKA.OS und das iiQKA Ecosystem an: Das Betriebssystem basiert auf einer skalierbaren und offenen Softwarearchitektur, verfügt über intuitive, benutzerfreundliche Funktionen, die über die gesamte User Journey hinweg eingebaut sind – und soll somit einen schnellen Einstieg in die Robotik für Anfänger und eine Verbesserung der Automatisierung für Erfahrene bieten.

Gesamtsystem aus Hard- und Software

Für die Benutzerfreundlichkeit eines gesamten Robotersystems sieht Kuka vor allem die Software als wichtiger denn je an. "Dazu ist ein Betriebssystem nötig, das intuitiv zu bedienen ist und Zugang zu einem Ökosystem aus Programmen oder Apps, Services und Zubehör anbietet – wie bei iiQKA.OS geplant", heißt es von Unternehmensseite.

Der sensitive Cobot LBR iisy wird als der erste seiner Art angegeben, der ausschließlich mit dem neuen Betriebssystem laufen wird – unterstütz vom iiQKA Ecosystem und in Kombination mit der Robotersteuerung KR C5 Micro und dem neuen smartPAD pro als Bedieneinheit. Damit möchte Kuka nicht nur Neueinsteigern den Zugang zur Robotik erleichtern, sondern auch die bestehende Kundenbasis weiterentwickeln. Als langfristiges Ziel wird angegeben: Jedes Kuka-Produkt soll in den kommenden Jahren mit dem neuen Betriebssystem iiQKA.OS ausgestattet sein. "Ein langfristig angelegtes Projekt, in dem die ersten Schritte getan sind", heißt es von Unternehmensseite.

Mit diesem Angebot soll auch der Mittelstand motiviert werden, die Kuka-Lösung einfach einzusetzen. "Einsteiger können ohne Kenntnisse Roboter in weniger als 1,5 h Roboter inbetriebnehmen - also auspacken, einrichten und loslegen", verdeutlicht Dr. K. Wagner. Das Komplettsystem wird zunächst über der Kuka-Marketplace vermarktet, wo dann auch Ende des Jahres die Preise ersichtlich sein werden.

Ökosystem aus Partnern und Entwicklern

In den kommenden Jahren soll das iiQKA Ecosystem zu einem Netzwerk aus Partnern und Entwicklern werden, die Hard- und Software bereitstellen – beispielsweise eine Auswahl an Greifern, Kamerasystemen zur optischen Erkennung, Sicherheitssensorik oder anwendungsspezifische Programme. "Das zeigen bereits heute die ersten Keystone-Partner des iiQKA Ecosystems: Schunk, Sick und Roboception. Eine wichtige Rolle spielen dabei offene und standardisierte Schnittstellen, die es Partnern und Entwicklern ermöglichen, solche Hard- und Softwareerweiterungen auf einfachem Weg bereitzustellen. Endkunden und Integratoren profitieren davon, indem sie schnell und einfach die passende Kombination aus Kuka-Produkt und -Erweiterung für ihre jeweilige Applikation erhalten", heißt es von den Kuka-Experten. So soll das Ökosystem in den kommenden Jahren Funktionalitäten und Dienstleistungen anbieten, die das Kuka-Portfolio flexibler und leistungsfähiger machen und es in die Lage versetzen, sich schnell an wechselnde Marktanforderungen anzupassen.

Aufbauend auf einem Linux-Kernel soll die gesamte Architektur des neuen Betriebssystems auf schnelle Entwicklung und höchste Benutzerfreundlichkeit ausgelegt sein: iiQKA.OS stellt Updates und Upgrades schnell bereit, sodass im Lauf der Zeit mehr Funktionen hinzukommen werden. Das neue OS soll auch die bisherige Kuka Robot Language (KRL) unterstützen. "So können bestehende Kunden, die über Know-how mit der Kuka.SystemSoftware verfügen, in den kommenden Jahren reibungslos auf iiQKA.OS migrieren und Workflows und Codes weiterhin nutzen", verlautbart das Unternehmen.

Kuka (ih)

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