Hohe Akzeptanz
Gemeinsam sind alle gefordert, sich an bestehenden Strukturen und Prozessen in Mechanik oder Elektrik für die Einführung der Simulationssoftware zu orientieren. Berührungsängste der Fachabteilungen mit dem neuen Tool erlebe er keine: „Unser Haupteinsatzgebiet ist nach wie vor das Software-Testing.“ Der Inbetriebnehmer kann von jedem Ort der Welt – also auch in Erlangen oder im Homeoffice – die Anlage testen und optimieren. Durch die wegfallenden Reisezeiten reduzieren sich auch die Belastungen für die Mitarbeiter. Zudem vereinfacht sich die Suche nach erfahrenen Inbetriebnehmern: Heute ist allzu oft nicht nur der Mangel an Fachkräften eine Herausforderung, sondern auch die Bereitschaft, lange von der Familie getrennt zu sein.
Die Zahlen sprechen für sich
Insgesamt haben sich mit der Umstellung auf die VIBN-Software von F.EE für Schaeffler Special Machinery eine Vielzahl wichtiger Möglichkeiten eröffnet: Neben einer Absicherung der Steuerungssoftware können kritische Betriebszustände risikofrei getestet und komplexe Abläufe in einer frühen Projektphase simuliert werden. Die Experten bei Schaeffler Special Machinery validieren bzw. optimieren jetzt Steuer- und Regelstrategien ihrer Anlagen schon in der Engineering-Phase und sparen dadurch wertvolle Kapazitäten, wie D. Broszeit ausführt. „Verglichen zu früher ist die Zeitachse für die Entwicklung von Sondermaschinen deutlich kürzer und verteilt sich gleichzeitig auf viel mehr Köpfe.“
In den vergangenen zwei Jahren haben D. Broszeit und seine Kollegen etliche Anlagen erfolgreich virtuell in Betrieb genommen. Der nächste Schritt ist, Anlagemodelle in einem geschützten Netzwerk zentral zu speichern und Simulationen als Dienstleistung allen Schaeffler-Kollegen weltweit verfügbar zu machen. Möglich wird das durch die Vernetzung des Simulations-Tools mit anderen Systemen, beispielsweise Roboter, Antriebe oder Steuerungen. Mit der fe.screen-simeigenen Trennung zwischen Core und Client funktioniert das reibungslos – der Core läuft auf dem Host und die Entwickler sind die Clients.
Virtualität löst Grenzen auf und verbindet weltweit
Der Praxistest beweist, dass der Plan aufgeht: In einem gemeinsamen Projekt mit dem Schaeffler-Special-Machinery- Standort China arbeiteten kürzlich chinesische und deutsche Entwickler an einem gemeinsamen virtuellen Modell. Das Wichtigste sei, dass man zum frühestmöglichen Zeitpunkt das digitale Modell aufbaue, auf welches dann alle involvierten Gewerke zugreifen können. Durch dieses Vorgehen entstehen für Schaeffler Special Machinery weitere Chancen, fe.screen-sim einzusetzen. Die Qualitätssicherung sei so ein Bereich. Das Simulations-Tool kann für Dienstleister und Kunden gleichermaßen Mehrwerte liefern, indem die zeitkritische Inbetriebnahme beim Kunden entzerrt wird und sich viele Prozesse beschleunigen lassen – gute Aussichten also für die Zukunft.
www.fescreen-sim.de, www.fee.de


