Abbildung einer Augmented Reality Brille

(Quelle: fotolia.com / vectorfusionart)

Zu den Highlights der Meta Connect 2022 gehörte die Präsentation des neuen VR-Headset Meta Quest Pro. Es wurde als das erste in einer Reihe neuer High-End-Geräte und mit Blick auf Zusammenarbeit und Produktivität entwickelt. Mit dem innovativen Setup sollen Nutzer ihre Arbeitsoberfläche über die physische Welt legen und gleichzeitig den virtuellen Raum für flexibles Multitasking nutzen können. Als herausragende Merkmale werden unter anderem Pancake-Optik, vollfarbige Mixed Reality, Eye Tracking und natürliche Gesichtsausdrücke, schlankes und offenes Design angegeben. "Bei der Markteinführung ist Meta Quest Pro für Menschen wie Architekt*innen, Ingenieur*innen, Bauunternehmer*innen und Designer*innen gedacht, die ihre Arbeitsabläufe verbessern und ihre Kreativität mit den Möglichkeiten von VR steigern wollen. Langfristig erwarten wir, dass das Gerät eine breite Palette neuer Möglichkeiten eröffnet, um die Arbeit in vielen verschiedenen Branchen und Unternehmen zu erleben und zu verbessern", heißt es von Unternehmensseite.

Im letzten Jahr wurde auf der Meta Connect die Beta-Version von Meta Horizon Workrooms, dem VR-Raum für kollaboratives Arbeiten, vorgestellt. Nun wurden eine Reihe neuer Workrooms-Funktionen präsentiert, die speziell für Meta Quest Pro entwickelt und optimiert wurden: ausdrucksstarke Avatare, Breakout-Gruppen, Haftnotizen für das Whiteboard, mehrere Bildschirme in einem neuen persönlichen Büro, Zoom-Integration, 3D-Modelle sowie Magic Room.

Partnerschaften mit Microsoft und Accenture

"Workrooms ist ein erster Schritt in Richtung virtuelle Büros im Metaversum. Aber das Metaversum wird nicht von einem Unternehmen allein aufgebaut", ist man bei Meta überzeugt. Auf der Meta Connect präsentierte Meta-CEO Mark Zuckerberg deshalb mit dem Vorsitzenden und CEO von Microsoft, Satya Nadella, gemeinsame Pläne, um Future of Work schneller voranzutreiben.

"Wir wollen, dass Meta Quest Pro ein unternehmenstaugliches Gerät ist, das einfach zu benutzen, einzusetzen und zu verwalten ist. Unsere Partnerschaft mit Microsoft wird Meta Quest Pro und Quest 2 mit leistungsstarken neuen Arbeits- und Produktivitätstools ausstatten", heißt es von Unternehmensseite. Folgende Punkte werden genannt:

  • Immersive Meeting-Erfahrungen mit Microsoft Teams für Meta Quest: Verbinden, teilen und zusammenarbeiten in Teams-Erlebnissen.
  • Microsoft Windows 365 für Meta Quest: Nutzer*innen können das Windows-Erlebnis auf Meta Quest Pro- und Quest 2-Geräte streamen und auf ihre personalisierten Apps, Inhalte und Einstellungen in VR zugreifen.
  • Microsoft 365 App-Erfahrungen für Meta Quest: Lässt Nutzer*innen mit 2D-Inhalten aus Sharepoint oder Produktivitätsanwendungen wie Word, Excel, PowerPoint und Outlook direkt aus Meta Quest Pro und Quest 2 interagieren.
  • Microsoft Teams/Workrooms Integration: Ermöglicht es, von Workrooms aus an einem Teams-Meeting teilzunehmen.
  • Meta-Avatare in Microsoft Teams: Ermöglicht die Verwendung von Meta-Avataren in Teams für Whiteboarding, Brainstorming und Meetings. 
  • Microsoft Intune und Azure Active Directory Unterstützung für Meta Quest: Ermöglicht die Aktivierung von Unternehmenssicherheit und -verwaltung auf Meta Quest Pro- und Quest 2-Geräten. 

Laut S. Nadella ist Microsoft besonders von der Art und Weise beeindruckt, in der die virtuelle und die physische Welt zusammengebracht werden. Diese neue Partnerschaft soll die Produktivitäts-Tools von Microsoft auf die Virtual-Reality-Geräte von Meta bringen und Nutzenden mehr Flexibilität bei der Zusammenarbeit und Erledigung ihrer Arbeit geben. Und wie Mark Zuckerberg es ausdrückte, ist die Partnerschaft mit Microsoft "ein wirklich wichtiger Bestandteil, um VR an den Arbeitsplatz zu bringen." 

Ebenfalls auf der Meta Connect: Julie Sweet, Vorsitzende und CEO von Accenture. Das globale Dienstleistungsunternehmen möchte mit Meta und Microsoft zusammenarbeiten, um Unternehmen auf der ganzen Welt bei der Future of Work zu unterstützen. "In den letzten zwei Jahren hat Accenture mehr als 60.000 Meta-Quest-2-Headsets eingesetzt, um die Einarbeitung neuer Mitarbeiter*innen zu unterstützen, während der gemeinsam mit Microsoft entwickelte virtuelle Campus ,Nth Floor' 150.000 Menschen beherbergt hat", heißt es in einer Pressemeldung. 

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Meta und Microsoft will Accenture im nächsten Jahr Unternehmen bei der VR-Nutzung unterstützen. Als Ziele werden angegeben, die Art und Weise zu verändern, wie Mitarbeitende eingebunden, mit Kunden interagiert oder Produkte und Dienstleistungen im Metaversum entwickelt werden. 

"Accenture ist ein wichtiges Mitglied unseres wachsenden Ökosystems von Partnern, die sich der Future-of-Work-Gestaltung und der Schaffung von echten Werten für Unternehmen verschrieben haben. Und um dieses Ökosystem weiter auszubauen, nehmen wir ab sofort neue Bewerbungen für unser Independent Software Vendor Program entgegen", ruft Meta zur Mitarbeit auf. Interessierte können ihre Bewerbung hier einreichen.

Prinzipiell ist man bei Meta überzeugt: "Unsere Partnerschaften mit Microsoft und Accenture werden uns dabei helfen, VR-Erlebnisse für mehr Menschen am Arbeitsplatz zugänglich zu machen. Wir wissen, dass ein wichtiger Teil davon ist, sicherzustellen, dass Unternehmen Geräte einfach in der gesamten Belegschaft einsetzen und verwalten können. Nächstes Jahr werden wir deshalb Meta Quest for Business auf den Markt bringen - ein Abo-Bundle für Meta Quest Pro und Meta Quest 2, das wesentliche Verwaltungsfunktionen wie Geräte- und Anwendungsmanagement, Premium-Support und mehr enthält. Es wird auch den Zugang zu Microsoft Intune und Azure Active Directory freischalten. Dies bedeutet, dass Unternehmen, die Meta-Quest-Geräte bereitstellen möchten, sicher sein können, dass die Sicherheits- und Verwaltungsoptionen, die sie von PC und mobilen Geräten erwarten, auch in VR verfügbar sind." 

Weitere Partnerschaften und Ziele

"Die genannten Unternehmen sind nicht die einzigen, die Future of Work im Metaversum optimistisch entgegensehen. Im Laufe des letzten Jahres haben wir mit Dutzenden von Partnern zusammengearbeitet, um neue Erfahrungen für Menschen zu schaffen, die in der VR und darüber hinaus etwas erreichen wollen", verlautbaren die Meta-Experten. Als Beispiele werden angeführt:

Autodesk aktualisiert seine App zur kollaborativen Entwurfsprüfung, um die neuen Möglichkeiten von Meta Quest Pro zu nutzen. Dies gibt Architekt*innen und Designer*innen eine neue Möglichkeit, 3D-Modelle immersiv zu prüfen. 

Darüber hinaus haben wurde mit Adobe zusammengearbeitet. Nächstes Jahr werden Adobes Substance-3D-Anwendungen für professionelle 3D-Entwickler*innen, Designer*innen und Künstler*innen für Meta Quest Pro und Meta Quest 2 verfügbar sein, sodass jede/r mit den Controllern 3D-Objekte modellieren und an kollaborativen Reviews in VR teilnehmen kann. Zudem wird Adobe Adobe Acrobat in den Meta Quest Store bringen, um die Anzeige, Bearbeitung und Zusammenarbeit von PDF-Dokumenten zu ermöglichen. "Ein großer Fortschritt für die Produktivität in VR", gibt Meta an.

Future of Work nachhaltig verändern

"Wir sind davon überzeugt, dass das Gefühl, in virtuellen, digitalen und physischen Räumen miteinander präsent zu sein, die Art und Weise, wie wir in Zukunft zusammenarbeiten, verändern und neue Möglichkeiten eröffnen wird. Meta Quest Pro wird zusammen mit unseren anderen Produkten, Erfahrungen und Dienstleistungen die Future of Work nachhaltig verändern", sind die Meta-Experten überzeugt. 

Meta (ih)

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