Mann mit Hubwagen in der Logistik wird von Signaltechnik bei seiner Arbeit unterstützt

Mit moderner Signaltechnik lassen sich Füllstände in Lagern visualisieren. So können LED-Leuchten beispielsweise anzeigen, wie hoch ein Palettenstapel ist. (Quelle: item)

­­­­­­Optische Signale spielen im Alltag eine wichtige Rolle. Die Farben von Verkehrsampeln versteht jeder: Rot bedeutet Stopp, bei grünem Licht darf man weiterfahren. Ähnlich verhält es sich im industriellen Umfeld. Auch hier zeigen Maschinenampeln mit ihren Farben an, ob Maschinenstörungen vorliegen oder ob es Materialengpässe gibt. Dabei erfolgt die Klassifikation ähnlich wie im Straßenverkehr. Eine grüne Leuchte signalisiert, dass alles in Ordnung ist. Leuchtet die Maschinenampel rot, ist eine sofortige Aktion erforderlich. Mithilfe von Signaltechnik lassen sich somit Prozesszustände einfach visualisieren. Schnell und nonverbal wird eine Information an den Empfänger übermittelt, Sprachbarrieren gibt es keine und es ist auch kein technisches Gerät zur Entschlüsselung des Signals notwendig.

Prozesse transparenter gestalten

„Der Markt der Prozesssignalisierung wächst“, sagt Jens-Uwe Gustmann, Produktmanager bei der item Industrietechnik GmbH. „Gründe dafür sind zum einen die Weiterentwicklung im Bereich der LED-Technologie und zum anderen der vorherrschende Personalmangel in vielen Lagern und Produktionsstätten.“ Wenige Mitarbeitende müssen eine Vielzahl von Prozessen im Blick behalten – und das in meist großen Lager-, Logistik- und Produktionsbereichen. Mithilfe geeigneter Signalisierungslösungen lassen sich diese Abläufe einfach und schnell erfassen. Prozesse werden damit sicherer. Das ist auch der besondere Vorteil gegenüber komplexen Dashboards, die – an einzelnen Arbeitsplätzen angebracht – ebenfalls Informationen zum Prozess anzeigen können. Auf eine weite Entfernung hin lässt sich aber auf den Bildschirmen oft nicht sofort ersehen, ob eine Störung vorliegt oder welcher Prozessabschnitt gerade durchlaufen wird. Mit moderner Signalisierung werden Abläufe dagegen transparenter. Möglich wäre beispielsweise die Integration eines LED-Streifens innerhalb einer Maschinenkabine, bei dem je nach Prozessfortschritt einzelne Segmente erlöschen oder die gesamte Prozessebene in einer Signalfarbe leuchtet. So lässt sich der Prozessablauf oder -zustand bereits ideal visualisieren. Leuchtet der LED-Streifen grün, ist alles in Ordnung. Leuchtet er gelb, weiß der Mitarbeitende, dass bald ein kritischer Zustand erreicht ist und er beispielsweise Material auffüllen muss. Leuchtet der Streifen vollflächig in Rot, ist ein schnelles Eingreifen erforderlich. Schon von weitem lässt sich der Zustand der Maschine gut erkennen. Über den LED-Streifen kann aber auch eine ablaufende Prozesszeit signalisiert werden. Dadurch, dass das leuchtende Segment länger oder kürzer wird, erhält der Beschäftigte Auskunft über die verbleibende Prozessdauer. Mithilfe geeigneter Signalisierung weiß der Mitarbeitende also intuitiv, wie lange die Maschine noch läuft und wann sie stoppt. Er muss nicht dauernd zur Maschine gehen und den Prozessfortschritt überprüfen, sondern kann sich auf die Anzeige verlassen und sieht damit auch aus einer gewissen Entfernung, ob und wann ein Eingreifen erforderlich ist.

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