Welche Technologien sind entscheidend für mehr Nachhaltigkeit?

Siemens-Grafik zur Bedeutung von Nachhaltigkeit im Maschinenbau

(Quelle: Siemens Financial Services)

Maschinenbauunternehmen setzen bei den nachhaltigen Eigenschaften ihrer Produkte Schwerpunkte. Diese spiegeln die Nachfrage der von ihnen belieferten Branchen und Segmente wider. Um aktuelle Einblicke in die Nachhaltigkeitsprioritäten zu erhalten, wurden in der neuen Studie von Siemens Financial Services die von den 50 weltweit führenden Produktionsmaschinenherstellern kommunizierten nachhaltigkeitsfördernden Merkmale von Fertigungsanlagen und -maschinen analysiert.

Außerdem verdeutlicht die Studie den Druck, dem Hersteller unterliegen, so bald wie möglich in ihre eigene Nachhaltigkeit zu investieren. Dementsprechend sind auch die Maschinenbau-unternehmen gefordert, ihren Kunden eine nachhaltigere Produktion zu ermöglichen – sowohl in technologischer als auch in finanzieller Hinsicht.

Der überwiegende Teil an Emissionen und CO2 entsteht nicht bei der Herstellung, sondern dem laufenden Betrieb einer Maschine in einer Produktionsanlage. Daher sind Maschinenbauunternehmen bestrebt, Maschinen zu entwickeln, die ihre Kunden in der Fertigung dabei unterstützen, sowohl Emissionen zu reduzieren als auch die Effizienz der Fertigungsprozesse insgesamt zu steigern.
 
Die befragten Maschinenbauunternehmen sehen die höchste Priorität im Hinblick auf Nachhaltigkeitsvorteile bei der Dekarbonisierung und Ressourceneffizienz. Bei den meisten Produktionsmaschinen ist damit primär die Energieeffizienz gemeint. Fast ebenso gefragt sind Vorteile im Zuge der Digitalisierung, die sich in Form von Produktivitätsgewinnen durch Industrie-4.0-Technologien ergeben.

Viele Maschinenbauunternehmen begreifen auch die Kreislaufwirtschaft als große Chance. Mehr als die Hälfte von ihnen bieten Kunden aus der verarbeitenden Industrie Leistungen wie Retrofits und Modernisierungen an, um bestehende Maschinen länger nutzbar zu machen und so Rohstoffe und CO2-Emissionen, die bei der Herstellung neuer Maschinen entstehen würden, einzusparen.

Parallel dazu bieten viele der führenden Unternehmen im Maschinenbau an ältere oder defekte Maschinen oder Teile zu überholen (Retrofit) oder zu reparieren, sodass sie erneut voll funktionsfähig und auf dem aktuellen Stand sind – teilweise unter Einsatz von additiver Fertigung oder 3D-Druckverfahren. Eine schnelle – und damit gleichzeitig kostengünstige und ressourcenschonende – Entwicklung neuer, nachhaltigerer Maschinen mithilfe digitaler Zwillinge wird ebenfalls als Priorität angesehen. Dies unterstreicht erneut den engen Zusammenhang zwischen Digitalisierung und Nachhaltigkeitszielen.

Investitionshürden auf dem Weg zur Nachhaltigkeit

Obwohl Hersteller die Notwendigkeit von Investitionen in die Nachhaltigkeit erkennen und Maschinenbauer bereits nachhaltigere Anlagen entwickeln, bleiben die altbekannten Investitionsprobleme bestehen. Weltweit sind die Wirtschaftsaussichten für das verarbeitende Gewerbe 6 eher gedämpft. Die Inflation hat die Preise für Rohstoffe und Produktionsmittel in die Höhe getrieben, was die Hersteller gehörig unter Druck setzt. In diesem Umfeld ist es für die meisten Unternehmen wichtig, liquide Mittel vorzuhalten, um schnell auf sich ändernde oder sich entwickelnde Marktchancen reagieren zu können.

Somit ist die Bereitstellung von Finanzierungslösungen für Nachhaltigkeitsinvestitionen im verarbeitenden Gewerbe von entscheidender Bedeutung. Integrierte Finanzierungslösungen helfen den Maschinen- und Ausrüstungsanbietern, ihre nachhaltigen Produkte zu verkaufen, indem sie den Kunden überschaubare und klar kalkulierbare monatliche Zahlungen anbieten anstatt hoher Einmalinvestitionen. Derartige Lösungen zur Absatzfinanzierung werden in der Regel von spezialisierten Technologiefinanzierern und Leasinggesellschaften angeboten, die den Markt und die Technologien genau kennen.

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