Nexery veröffentlicht "2026 Humanoid Robot Study - Market Development, Technological Maturity and Potential for Companies". (Quelle: KI-generiert)
Der Markt für humanoide Robotik wächst rasant. "Weltweit arbeiten inzwischen rund 90 Unternehmen an entsprechenden Systemen – gegenüber etwa 55 im Jahr 2025", berichten die Experten.
Insbesondere China wächst als Entwicklungsstandort dynamisch und baut seine Rolle im globalen Wettbewerb weiter aus. "Gleichzeitig ist die Zahl der bekannten Robotermodelle auf 249 Systeme gestiegen. Erste kommerzielle Einsätze werden bereits dieses Jahr erwartet, während rund 73 % der Unternehmen den Einsatz von Embodied-AI-Systemen in den kommenden Jahren planen", eißt es aus den Nexery-Reihen weiter.
Besonders die Industrie profitiert laut den Experten: "40 % bis 60 % der heutigen manuellen Tätigkeiten in Bereichen wie Produktion und Logistik gelten grundsätzlich als automatisierbar." Gleichzeitig würden die Kosten deutlich sinken. So wird vermutet, dass industrielle humanoide Roboter bis zum Ende des Jahrzehnts unter 55.000 US-Dollar kosten könnten. Damit würden sich die Investitionskosten in geeigneten Anwendungen in weniger als einem Jahr amortisieren.
Marktpotential und Entwicklung
Der Markt für humanoide Robotik entwickelt sich mit hoher Dynamik und kann aus Sicht der Experten bis 2030 ein Volumen von mehreren Millionen installierten Systemen erreichen. "Die Anzahl der Anbieter steigt innerhalb eines Jahres von 55 auf rund 90 (+64 %), während sich die Zahl der Robotermodelle von 140 auf 284 nahezu verdoppelt", berichtet Nexery. China dominiert mit 53 % Marktanteil, gefolgt von den USA mit 17 %. "Der Fokus liegt klar auf industriellen Anwendungen, insbesondere in Produktion und Logistik, wo strukturelle Arbeitskräftedefizite und hohe Automatisierungsbedarfe bestehen", so die Experten weiter.
Technologischer Reifegrad und Kosten
Humanoide Robotik befindet sich laut Nexery im Übergang von Prototypen zu ersten industriellen Anwendungen. Aktuell würden Systeme mit mittleren Autonomiestufen dominieren, während erste kommerzielle Deployments ab 2026 erwartet werden. Technologische Fortschritte werden insbesondere in Mobilität, Manipulation und KI-basierter Steuerung wahrgenommen. "Dennoch bestehen weiterhin Limitierungen in Autonomie, Energieeffizienz und feinmotorischen Fähigkeiten, wodurch der breite Einsatz in unstrukturierten Umgebungen erst mittelfristig realistisch ist", sind die Experten überzeugt.
Die Kostenstruktur verbessert sich durch Skaleneffekte und technologische Fortschritte. "Die Zielkosten liegen perspektivisch bei etwa 55.000 US-Dollar pro System, basierend auf Hardwarekosten von rund 43.000 US-Dollar zuzüglich Entwicklung und Margen", prognostiziert Nexery. Neue Geschäftsmodelle wie „Robot-as-a-Service“ würden zusätzlich die Investitionsbarrieren reduzierien und Kosten in operative Modelle verschieben.
Potentiale für Industrieunternehmen
Nach Einschätzung der Analysten ermöglichen humanoide Roboter die Automatisierung von über 40 % der manuellen Tätigkeiten, mit einem theoretischen Potenzial von über 60 % in geeigneten Prozessen. "Besonders relevant sind repetitive und standardisierte Tätigkeiten in Logistik (96 % Relevanz) und Produktion (81 %). Unternehmen erwarten primär Effizienzsteigerungen (72 %) und Kostensenkungen (70 %). Amortisationszeiten von unter einem Jahr machen den Einsatz wirtschaftlich attraktiv und positionieren humanoide Robotik als zentrale Technologie für die nächste Automatisierungsstufe", sind die Nexery-Experten überzeugt.
Über die Studie
Für die dritte Neuauflage der Humanoid-Robot-Studie wurden auf Basis umfangreicher Marktanalysen die aktuellen Entwicklungen im Markt für humanoide Robotik untersucht und 152 Experten aus der Industrie befragt, um Marktentwicklung, technologische Reifegrade und industrielle Einsatzpotenziale zu bewerten.
Um konkrete Automatisierungspotenziale humanoider Roboter in der Industrie zu untersuchen, wurden zudem drei Fallstudien durchgeführt. Analysiert wurden reale manuelle Prozesse in der Automobilproduktion, der Halbleiterindustrie sowie in der industriellen Lohnfertigung, um mögliche Einsatzfelder und Effizienzpotenziale humanoider Robotik in realen Produktionsumgebungen zu identifizieren.