Einsatz AR-Brille in der Produktion

Optima wird auf der Interpack 2020 das Life-Cycle-Management-Programm Optima Total Care präsentieren, das durch zahlreiche Smart Services ergänzt wurde. Zum digitalen Portfolio gehört beispielsweise eine Formatwechselunterstützung mithilfe einer Augmented-Reality-Brille (Quelle: Optima)

Mit dem nun ausgewiesenen Umsatz von mehr als 400 Mio. € blieb die Optima-Gruppe auf Vorjahresniveau. „Mit diesem Ergebnis sind wir angesichts schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen derzeit sehr zufrieden", sagt Hans Bühler, geschäftsführender Gesellschafter der Optima-Unternehmensgruppe. Globale Handelskonflikte, die sich abschwächende weltweite Wirtschaftsdynamik und zurückhaltende Investitionspläne der Unternehmen hätten sich auch bei Optima auf das Ergebnis ausgewirkt, jedoch nur in geringem Ausmaß. Mehr Gewicht habe die grundlegende Neukonsolidierung des Papierhygienemarkts. Bedeutende Global Player würden sich umstrukturieren und hätten Investitionen zeitweise zurückgestellt. „Als breit aufgestelltes Unternehmen hat Optima die geringere Auslastung des Geschäftsbereichs Nonwovens durch die Umverteilung von Kapazitäten innerbetrieblich erfolgreich ausgeglichen", so H. Bühler. „Rasante Marktveränderungen wie diese sind deutlich häufiger zu erwarten, da wir beobachten, dass sich die Nachfrage der Endkonsumenten immer schneller ändert", erklärt er weiter. Nach einem dauerhaften Boom in den vergangenen fünf Jahren sei es normal, dass der Absatz in einzelnen Branchen zeitweise abnehme. 2020 werde für Optima Nonwovens ähnlich verlaufen. Für 2021 rechnet er mit einer Erholung des Papierhygienemarkts.

Investitionsprogramm weitergeführt

Das mehrjährige Investitionsprogramm der Unternehmensgruppe wurde 2019 fortgesetzt: Ende Juni wurde das neue CSPE-Center fertiggestellt, ein 4.600 m2 großer Bau mit wichtiger strategischer Bedeutung. Damit lassen sich mehrgeschossige Gesamtanlagen, bestehend aus Füll- und Verschließmaschine sowie Isolator, realisieren. Diese führt Optima Pharma in Schwäbisch Hall zusammen. Die Abnahme der Anlage durch den Kunden ist so vor Ort möglich. Dadurch wird Zeit für die Inbetriebnahme beim Kunden bis zum Produktionsstart gewonnen.

Im Juli folgte die offizielle Einweihung des 6.000 m2 großen Optima-Logistikzentrums: Rund 20 Mio. € investierte Optima in den Neubau, der in zehn Monaten fertiggestellt wurde.

Ende September schließlich gratulierten Hans Bühler und Joachim Dittrich, Generalbevollmächtigter der Optima Consumer Division, der Belegschaft von Maier Packaging zu ihrem neuen Gebäude in Bergen am Chiemsee. Der Neubau bietet Platz für Wachstum. Maier Packaging ist Experte im Bereich Sonderlösungen für Produktions- und Verpackungsanlagen in der Molkereiindustrie.

Verstärkung der Unternehmensgruppe

Ende 2019 waren beim Sondermaschinenbauer 2.450 Mitarbeiter beschäftigt. Der Großteil davon ist am Stammsitz des Unternehmens in Schwäbisch Hall tätig. 2018 stieg die Mitarbeiterzahl hier auf 1.750 an, in Deutschland tragen 2.050 Mitarbeiter zum Erfolg von Optima bei. Mit der Integration des Schwäbisch Haller Unternehmens Rianta Packaging Systems im März 2019, das zuvor PS Mako hieß, verstärkten 23 Expertinnen und Experten für Beutelverpackungsmaschinen die Optima-Unternehmensgruppe. Mit Rainer Feuchter als Geschäftsführer nimmt sich das Unternehmen fokussiert internationalen Märkten für Brot-, Lebensmittel-, Genussmittel und Konsumgüter an.

R+E Automation Technology gehört seit Juli 2016 zur Optima-Unternehmensgruppe. Im Juli 2019 wurde es in Optima Automation umbenannt. „Mit der Änderung unseres Namens verleihen wir der zunehmenden Integration von R+E Automation in die Optima-Unternehmensgruppe auch formell Ausdruck", sagt Michael Becher, Geschäftsführer des Unternehmens, zur Begründung. Optima Automation erweitert das Portfolio der Unternehmensgruppe insbesondere im Bereich der Montageanlagen und gibt den Kunden des Konzerns noch mehr Flexibilität bei der individuellen Konfiguration von Abfüll- und Verpackungsanlagen.

Dr.-Ing. Christian Heuer ist seit dem 18. November 2019 Geschäftsführer von Metall+Plastic. Das Unternehmen mit mehr als 120 Mitarbeitern und Stammsitz in Radolfzell-Stahringen am Bodensee entwickelt und fertigt Isolatoren und Dekontaminationstechnologien. Der 53-jährige Diplom-Ingenieur folgt auf Thomas Bertsche, der im Mai 2020 den Ruhestand antreten wird.

 

 

Jan Deininger (ih)

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