Bild zeigt Mann in der Prozessindustrie, der Ex-geschütztes Smartphone in der Hand hält und auf das Display blickt

Auf Device-Ebene bietet Augmented Reality enormes Potenzial, um Prozesse zu digitalisieren. (Quelle: Pepperl+Fuchs)

Um Prozesse zu digitalisieren, bietet Augmented Reality (AR) aus Sicht von Pepperl+Fuchs ein enormes Potenzial auf Device-Ebene. "Mithilfe der Technologie können Informationen in Echtzeit direkt ins Sichtfeld und Display der Mitarbeiter gebracht und sowohl räumlich als auch kontextsensitiv dargestellt werden. So lassen sich beispielsweise Markierungen an Kabeln oder Flanschen oder Prozesswerte unmittelbar neben den entsprechenden Ventilen darstellen", heißt es von Unternehmensseite.

Bei komplexen Aufgaben, wie Stillstandsarbeiten, Inbetriebnahmen oder der Fehlerdiagnose in schwer zugänglichen Bereichen, bietet AR aus Sicht der Experten daher besonders großes Potenzial. Die Technologie eigne sich zudem ideal für die Einarbeitung und Qualifizierung neuer Mitarbeiter, beispielsweise im Rahmen praxisnaher On-the-Job-Trainings mit AR-gestützten Anleitungen oder mittels Remote Support. "Darüber hinaus lassen sich AR-Overlays mit digitalen Zwillingen von Assets koppeln, um Szenarien zu simulieren. Diese Integration sorgt für eine erhebliche Verbesserung der Entscheidungsgrundlagen, eine Steigerung der Effizienz und einen sicheren Anlagenbetrieb", geben die Experten weiter an.

5G als AR-Grundlage 

Wie Pepperl+Fuchs weiter berichtet, ergänzt der Mobilfunkstandard 5G die Augmented-Reality-Technologie ideal. Neben der notwendigen Bandbreite liefere 5G auch die geringe Latenz, die nötig ist, um AR-Inhalte in Echtzeit zu übertragen und nahtlos einzubinden. Vor Ort könnte Technikern so kontextsensitive Anleitungen, Overlay-Markierungen auf Bauteilen sowie Live-Daten wie Sensorwerte oder Verläufe direkt ins Sichtfeld eingeblendet werden. Gleichzeitig könnten sie jederzeit Unterstützung oder Anweisungen von Remote-Experten anfordern, die einfach zugeschaltet werden.

"So rücken Wartungsprozesse stärker in Richtung Just-in-Time-Assistenz, wodurch Fehler reduziert und die First-Time-Fix-Raten erhöht werden. Die Planung verschiebt sich organisatorisch hin zu datengetriebenen, ereignisgesteuerten Workflows, wenn Predictive-Maintenance-Alerts beispielsweise automatisch AR-Checklisten auslösen. Ein integrativer Ansatz ist dabei entscheidend. Bei AR und 5G handelt es sich nicht um Insellösungen. Sie müssen nahtlos an CMMS-/ERP-Systeme, Asset Digital Twins sowie Rollen- und Rechtemodelle angebunden werden", erläutern die Experten.

Gelebte IT-Sicherheit

Darüber hinaus wird auf die hohen Anforderungen an die IT-Sicherheit hingewiesen, die es erfordern, dass sie bei allen Digitalisierungsinitiativen von Beginn an mitgedacht werden. Diese lassen sie sich heute mit intuitiver und effizienter Bedienung vereinbaren, wie beispielsweise durch den Einsatz explosionsgeschützter Smartphones und Tablets von Pepperl+Fuchs. "Diese Geräte verfügen über integrierte biometrische Authentifizierungsverfahren, wie Fingerabdrucksensoren oder Gesichtserkennung, die einen schnellen, nutzerfreundlichen und hochsicheren Zugang gewährleisten. So entfällt im industriellen Alltag die zeitaufwändige Eingabe komplexer Passwörter, ohne dass darunter die Sicherheit leidet. Dank biometrischer Identifikation ist sichergestellt, dass nur autorisierte Personen Zugriff auf sensible Daten, Steuerfunktionen, Unternehmensnetzwerke oder Applikationen haben", berichten die Pepperl+Fuchs-Experten weiter. Zusammen mit verschlüsselter Kommunikation und rollenbasierten Zugriffskonzepten würde so eine Lösung entstehen, die nicht nur die Brücke zwischen maximaler Nutzerfreundlichkeit und maximaler Sicherheit erfolgreich schlägt, sondern gleichzeitig den reibungslosen Ablauf industrieller Prozesse gewährleistet.

Als weiterer Aspekt wird genannt: "Kunden profitieren außerdem davon, dass die mobilen Endgeräte von Pepperl+Fuchs Teil des Android Enterprise Recommended (AER) Programms sind. Dies garantiert eine konsistente, einfache Bereitstellung und Verwaltung der mobilen Lösungen durch Hardware- und Betriebssystem-Support sowie garantierte Sicherheits- und Betriebssystem-Updates. Die mobile Sicherheitslösung Samsung Knox gewährleistet darüber hinaus für Unternehmen eine hohe Gerätesicherheit und der auf ihnen gespeicherten Daten."

Connected Worker 

Eigensichere Tablets und Smartphones fungieren bereits jetzt als digitaler und vernetzter Hub für Connected Worker. Sie ermöglichen die Authentifizierung, sammeln Sensordaten und bündeln unterschiedliche Kommunikationskanäle. Zudem erlauben sie die nahtlose Integration von mobilen Scannern, IoT-Gateways oder Kommunikations-Peripherals wie Headsets. "Damit werden sie zum zentralen Baustein für sichere, effiziente und vernetzte Arbeitsprozesse in Ex-Bereichen. Zukünftig werden Plattformen für ,den Digitalen Schichtbetrieb' entstehen, die Übergabeprotokolle, Know-how-Transfers, Shift Handovers und Schicht-KPI digital abbilden und so eine umfassende Schichtdigitalisierung ermöglichen. Der Connected Worker entwickelt sich so Schritt für Schritt zu einem hochvernetzten, smart unterstützten Mitarbeitenden, der jederzeit in Echtzeit sicher und kontextsensitiv auf alle für ihn relevanten Informationen, Analysetools und Expertenwissen zugreifen und damit reagieren kann", gibt das Unternehmen an

„Als Pionier arbeitet Pepperl+Fuchs kontinuierlich an der Entwicklung intuitiver Lösungen, um Menschen in industriellen Umgebungen optimal zu vernetzen, Arbeitsprozesse zu vereinfachen und die Effizienz nachhaltig zu steigern“, sagt Christopher Limbrunner, Team Lead Product Management der Enterprise-Mobility-Sparte bei Pepperl+Fuchs. „Neben der Bereitstellung passender Hardware unterstützen wir unsere Kunden auch bei der ganzheitlichen Planung und Umsetzung der erforderlichen Infrastruktur. Dabei profitieren sie von unserer langjährigen Expertise sowie einem globalen Support- und Service-Netz. So ist gewährleistet, dass Anwendungen nicht nur normenkonform und zuverlässig, sondern auch effizient und zukunftsorientiert realisiert werden.“

Pepperl+Fuchs (ih)

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