Bild vom Corvina-(Show)Room im Exor-Headquarter in Verona/Italien (Quelle: Exor)
Mit seiner X Platform ermöglicht Exor Nutzern, ihre Prozesse zu optimieren und sie zukunftssicher zu machen. Die Plattform bringt einen breiten Funktionsumfang mit, um die aktuellen Kundenanforderungen zu erfüllen. Dazu zählen unter anderem Fernzugriffe und VPN, Flottenmanagement, Soft-PLC, nahtlose Integration von HMI sowie Industrie-PC oder auch Edge-Visualisierung. Dank ihrer großen Schnittstellenvielfalt ermöglicht die Plattform flexible Automatisierungs- und Steuerungslösungen. In Summe bietet Exor seinen Kunden mit der X Platform volle Kontrolle und Sicherheit über ihre Prozesse.
Teil der X Platform ist die cloudbasierte, offene industrielle IoT-Plattform Corvina als Container für verteilte Edge-Systeme, die Datenerfassung, Überwachung und Steuerung, Konfigurationsmanagement, integrierte Webtools und Programmierumgebungen. Damit lassen sich Maschinen und Anwendungen während ihres gesamten Lebenszyklus optimal unterstützen, die Produktivität steigern und neue Geschäftsmodelle auf Basis von Services und Daten schaffen. Insgesamt bietet Corvina die erforderlichen Ressourcen, um Industrieanlagen zu vernetzen, zu überwachen und zu steuern.
Erweiterte Servitization
Servitization ist der Prozess des Aufbaus von Produkt-Service-Systemen, um den Kunden einen höheren Mehrwert zu bieten und den Herstellern kontinuierliche Einnahmen zu ermöglichen. Für die Produzenten bedeutet das Angebot von Servitization die Erweiterung produktionsbasierter Systeme um Dienstleistungen. Diese Einbindung führt zu einem Produkt-Dienstleistungs-System mit bestimmten Möglichkeiten und unterschiedlichen Verantwortlichkeiten, die zwischen dem Maschinenbauer und seinen Kunden geteilt werden: Der Hersteller der Maschinen liefert in diesem Fall ein Produkt-Service-System, in dem ein servicefähiges Produkt zusammen mit unterstützenden Dienstleistungen angeboten wird. Der Kunde geht eine vertragliche Vereinbarung zur Nutzung des Systems ein und ist dafür verantwortlich, dass das System korrekt genutzt wird, um die erwartete Durchsatzqualität zu erreichen. Durch diese Vereinbarung erhalten die Kunden ein optimales Betriebssystem und der Anbieter eine zusätzliche Einnahmequelle sowie einen Einblick in die Nutzung der angebotenen Produkte.
„Im Jahr 2024 ist es unmöglich, die Erschütterungen zu übersehen, die den Software-as-a-Service(SaaS)-Sektor im vergangenen Jahr durchgerüttelt haben. Einst als die unangreifbare Zukunft des Technologiekonsums gefeiert, haben viele SaaS-Unternehmen in verschiedenen Branchen dramatische Rückgänge bei der Kundenakquise und -bindung erlebt, was zu Entlassungen und sogar Insolvenzen geführt hat“, sagt Udo Richter, Geschäftsführer bei Exor Deutschland.
Aus seiner Sicht wirft das die Frage auf: Ist das Modell kaputt, oder haben wir ein entscheidendes Puzzlestück übersehen? „Ich denke, die Antwort liegt nicht in der Software, sondern im zweiten ‚S‘ von SaaS im Service“, so U. Richter. „Während die Welt von den innovativen Fähigkeiten der Software geblendet wurde, wurde das wesentliche Element der Service oft übersehen. Die Zeiten ändern sich jedoch. Vielleicht wird im Jahr 2024 das Rampenlicht wieder auf den Service gerichtet und man erkennt ihn als das Rückgrat einer erfolgreichen Technologieimplementierung, Kundenzufriedenheit und somit des Geschäfts an.“