Trendbetrachtung und Alarmgrenzwerte

Sensor

Ein Sensor liefert gleichzeitig mehrere Messdaten, wie Schwinggeschwindigkeit und -beschleunigung, Lagerzustandskennwert sowie Temperatur. (Quelle: Pepperl+Fuchs)

VIM-Schwingungssensoren

Die VIM-Schwingungssensoren können in vielen Applikationen eingesetzt werden, zum Beispiel an Pumpen, Zentrifugen oder Gebläsen. (Quelle: Pepperl+Fuchs)

Die Schwingungssensoren der VIM-Baureihen übermitteln den bereits gemittelten Effektivwert an die Steuerung. Anhand einer Trendbetrachtung lässt sich die allmähliche Veränderung im Innenleben der Maschine minutiös verfolgen. Hier kann man bestimmte Schwingungsmuster sogar bestimmten Maschinenteilen zuordnen und eine sehr detaillierte Diagnose durchführen. Es lassen sich Alarmgrenzwerte definieren, nicht nur für eine Sicherheitsschaltung, sondern auch für eine bedarfsgestützte vorausschauende Wartung. So wird die Zahl der Eingriffe minimiert, zugleich wird ungeplantem Stillstand vorgebeugt und die Anlagenverfügbarkeit gesteigert.

In Anlagen, für die ein definiertes Sicherheitsniveau vorgeschrieben ist, können Sensoren der VIM-Serien mit den entsprechenden Zertifikaten die sichere Kontrollfunktion übernehmen. Sie erkennen kritisches Schwingverhalten und geben das entsprechende Signal an die Maschinensteuerung weiter. Mit dem Einsatz der Geräte von Pepperl+Fuchs sinkt der Aufwand für die Zertifizierung, da die Sensoren als Teil der Regelkette bereits als „sicher“ eingestuft sind.

Geräte für unterschiedliche Anforderungen

Das Portfolio der VIM-Schwingungssensoren umfasst drei Serien, die jeweils für unterschiedliche Einsatzfelder konzipiert wurden. Gemeinsam ist ihnen der breite Frequenzbereich von 1 Hz bis 1 000 Hz. Die einfache Inbetriebnahme erfordert keinen Programmieraufwand, die Parametrierung erfolgt direkt am Gerät. Es stehen Sensoren mit Ex-Schutz, robusten Gehäusematerialien, einem weiten Temperaturbereich, der Schutzart bis IP67, global gültigen Zulassungen sowie der Option webbasierte Fernwartung per IO-Link zur Verfügung:

  • Die besonders kompakte Serie VIM3 eignet sich für Anwendungen bis SIL1/PL c.
  • Für explosionsgefährdete Bereiche bis Zone 1/21 ist die Serie VIM6 zugelassen. Sie bietet darüber hinaus einen weiten Temperaturbereich von –40 °C bis 125 °C.
  • Als Heavy-Duty-Version für den Einsatz in rauen Offshore-Anwendungen weist die Serie VIM8 ein besonders robustes Gehäuse aus Duplexstahl auf. Sie ist für die Ex-Zone 1/21 sowie für SIL2/PL d zertifiziert.

Die Serie VIM3 verfügt optional über eine IO-Link-Schnittstelle. Diese Geräte können für eine nachhaltige Zustandsüberwachung gleichzeitig mehrere Messwerte erheben: die gemittelte Schwingbeschleunigung, Spitzenwerte, den Lagerzustandskennwert zur direkten Beurteilung von Kugellagern sowie die Temperatur. Per IO-Link stehen zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung, darunter das Schaltsignal, das parallel zur IO-Link-Kommunikation eingerichtet werden kann. So lässt sich etwa automatisch ein bestimmter Wartungseinsatz auslösen. Wie lange ein kritischer Schwingungswert überschritten werden darf, bevor ein Folgeschritt ausgelöst wird, ist mit zusätzlich implementierten Zählern oder einer Betriebszeitmessung festlegbar. Die Rechenkapazität der Steuerungsebene wird dafür nicht benötigt.

Markus Egerer
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