Alles im Blick: Michael Joos, Chef des Collaborative Operations Center in Baden/Schweiz, demonstriert, wie mithilfe der genubox der Fernzugriff auf eine Beispiel-Energieanlage erfolgt und ein Problem behoben wird.

Alles im Blick: Michael Joos, Chef des Collaborative Operations Center in Baden/Schweiz, demonstriert, wie mithilfe der genubox der Fernzugriff auf eine Beispiel-Energieanlage erfolgt und ein Problem behoben wird. (Quelle: genua)

Ein großes Fenster im Treppenhaus des Power Towers im schweizerischen Baden öffnet den Blick in eine weite Halle, voll mit Schaltschränken und Montagearbeitsplätzen. Dragan Klisaric, Global Manager für Collaborative Operations Center (COC) bei Hitachi Energy, führt uns durch Flure und Großraumbüros mit teilweise besetzten Plätzen. Er erklärt: „Hier sehen Sie unsere Entwicklungsabteilung, in der wir Dauerversuche machen, und dort die Fertigung. In dieser Halle werden unsere energietechnischen Anlagen bestückt und geprüft. Seit Corona nutzen viele unserer Kollegen aber auch die Möglichkeiten des Homeoffice.“

Die Tür zum Collaborative Operations Center öffnet sich. In einer Hälfte des Raums drängen sich eine Handvoll Standardschreibtische, um zwei übergroßen Monitor-Arbeitsplätzen Platz zu machen. Vier Tischmonitore auf einem großen, leicht gebogenen Stehpult und eine wandfüllende Bildschirmfläche bilden eine Art Leitwarte, von denen sich hier im COC zwei Rücken an Rücken gegenüberstehen.

„Von unserem Collaborative Operations Center aus helfen wir Unternehmen auf der ganzen Welt, ihre Energieanlagen verfügbar zu halten“, sagt Michael Joos, Chef des COC, und deutet auf die großen Monitore. Er öffnet eine Präsentation, um in die Details des Unternehmens und der spezifischen Herausforderungen des Grid Automation Service einzuführen, zu dem das COC gehört. Hitachi Energy mit Hauptsitz in der Schweiz ist ein weltweit führendes Technologieunternehmen, das sich für eine nachhaltige Energiezukunft einsetzt. Das Unternehmen beschäftigt rund 45.000 Mitarbeiter in 90 Ländern und erwirtschaftet ein Geschäftsvolumen von rund 13 Mrd. US-$.

D. Klisaric dreht sich zu den großen Bildschirmen an der Wand um und zeigt auf die dort zu sehenden Netzwerke und Schaltpläne. „Automation und Kommunikation, das ist unser Fachgebiet. Wir leisten hier technischen Systemsupport für Stromnetze und ihre Kommunikation. Das umfasst die Netzleittechnik, Grid Automation und das gesamte Softwareportfolio“, erklärt er. Um seinen Kunden eine hohe Verfügbarkeit ihrer Netze und Anlagen zu ermöglichen, bietet Hitachi Energy verschiedene Dienstleistungen an. Sie reichen von der Versorgung mit Ersatzteilen über präventive Instandhaltung und Trainings bis hin zu Cyber-Security-Paketen sowie dem Update von Soft- und Firmware der eingesetzten Assets. „Besonders herausfordernd ist unser Versprechen des Rapid Response! Wir betreuen mit unserem weltweiten Netz aus Collaborative Operations Centern kritische Infrastrukturen, bei denen wir je nach Vertrag eine First Response von unter 15 Minuten leisten. Es liegt auf der Hand, dass das eine große technische Herausforderung für uns bedeutet“, sagt D. Klisaric.

Fernzugriff: Sicherheit und kurze Reaktionszeiten gefragt

Um solche schnellen Reaktionszeiten zu erreichen, ist neben einem ausgeklügelten System, das Anwender auf der ganzen Welt zum richtigen und verfügbaren Ansprechpartner lotst, vor allem eine sichere Fernzugriffslösung notwendig. D. Klisaric weiter: „Um unseren Kunden schnell helfen zu können, sind wir darauf angewiesen, sehr schnell an Informationen zu kommen. Wie sieht es im System aus, was gibt es für Alarme, was gibt es für Events, können wir Informationen herunterladen, Log Files lesen? Allein per Telefon und E-Mail ist das heute nicht mehr leistbar.“

Schon in der Vergangenheit sei eine eigene Remote-Access-Lösung im Einsatz gewesen, ergänzt Michael Joos, Chef des COC in Baden. Mit diesem System gab es allerdings nach und nach mehr technische Limitationen, sodass man sich nach einer neuen Lösung umschaute. Einige Kunden hatten seinerzeit bereits im Rahmen von Service Level Agreements einen Einsatz der Sicherheitstechnik der genua GmbH gewünscht. M. Joos blickt zurück: „Nach einem Vorschlag der Kollegen aus Mannheim und einem aufwendigen Evaluationsprozess haben wir damals entschieden, die genua-Lösung zum weltweiten Standard für Hitachi Energy zu machen.“

Das Tochterunternehmen der deutschen Bundesdruckerei-Gruppe ist ein IT-Security-Unternehmen und Experte, wenn es darum geht, komplexe kritische, digitale Infrastrukturen zu schützen. Neben der Beratung und Softwareanwendungen sind es Datendioden und Rendezvous-Server, mit denen der entfernte Zugriff auf Anlagen sicher realisiert werden kann. „Früher mussten wir in die jeweilige Leitwarte, um in die Netzwerke zu gelangen. Heute verschaffen uns die Rendezvous-Server und Serviceboxen von genua diese Zugänge. Dass sie reibungslos funktionieren müssen und eine hohe Leistungsfähigkeit benötigen, versteht sich von selbst. Dieses Gesamtpaket gibt uns die Möglichkeit, auf Kundensysteme zuzugreifen, Daten zu erhalten und zu senden sowie Down- bzw. Uploads sicher zu organisieren“, sagt der COC-Chef.

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