Cybersicherheit für Brownfield-Anlagen erhöhen

Die Dekarbonisierung der Chemieindustrie gehört zu den großen Aufgaben der nahen Zukunft.

Die Dekarbonisierung der Chemieindustrie gehört zu den großen Aufgaben der nahen Zukunft. (Quelle: Copa-Data)

Früher galten Produktionsanlagen durch ihre abgeschottete Struktur als relativ sicher. Mit der zunehmenden Vernetzung von IT- und OT-Systemen haben sich die Angriffsszenarien jedoch grundlegend gewandelt. Das gilt insbesondere bei Bestandsanlagen, die oft weit über ihren ursprünglichen Lebenszyklus hinaus betrieben werden. Veraltete Steuerungstechnik, fehlende Patches oder proprietäre Protokolle führen zu Sicherheitslücken. Die Folgen eines erfolgreichen Cyberangriffs reichen von Produktionsstillständen bis hin zu Datenverlust und Reputationsschäden.

Auch, wenn es darum geht, die Cybersicherheit in Brownfield-Umgebungen gezielt zu erhöhen, unterstützt Copa-Data Anwender mit seiner Softwareplattform – ohne tief in bestehende Infrastrukturen eingreifen zu müssen. zenon verbindet OT- und IT-Welt über sichere Kommunikationsprotokolle, erlaubt eine segmentierte Netzarchitektur und bietet integrierte Benutzer- und Rechteverwaltung. Damit lassen sich Zugriffsrechte granular steuern und unautorisierte Eingriffe verhindern. Im Zentrum einer ganzheitlichen Schutzstrategie stehen weiterhin die klassischen Schutzziele Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. zenon unterstützt diese, indem sensible Produktionsdaten verschlüsselt übertragen (Vertraulichkeit), Prozesswerte manipulationssicher archiviert (Integrität) und Redundanzmechanismen auf Systemebene bereitgestellt werden (Verfügbarkeit).

Als SIEM-Lösung ermöglicht zenon die korrelierte Erfassung und Auswertung sicherheitsrelevanter Ereignisse aus Steuerungs- sowie Automatisierungssystemen und liefert frühzeitige Indicators of Compromise. Außerdem unterstützt die Software-Plattform Incident-Response-Prozesse und erzeugt nachvollziehbare Audit Trails. Dies sind wichtige Nachweise, um neue gesetzliche Anforderungen, wie NIS-2 und den Cyber Resilience Act (CRA), einzuhalten.

Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung als Wettbewerbsvorteil

In wirtschaftlich angespannten Zeiten geraten Nachhaltigkeitsinitiativen oft ins Hintertreffen. Stattdessen stehen kurzfristige Einsparungen im Vordergrund. Wer allerdings heute auf Investitionen in Energieeffizienz und Datenintegration verzichtet, riskiert morgen höhere Kosten und regulatorische Risiken. Gezielte Digitalisierung, Retrofit-Projekte und Predictive-Maintenance-Strategien ermöglichen es, Energieverbrauch und Betriebskosten dauerhaft zu senken. Entscheidend sind dabei valide Key Performance Indicators (KPI) und eine belastbare Datengrundlage, um Effizienzpotenziale messbar zu machen. Die ISO 50001 bietet dafür ein strukturiertes Management-Rahmenwerk. Die Umsetzung erfordert jedoch ein Energy Data Management System (EDMS), das Energieflüsse transparent erfasst, analysiert und auditfähig dokumentiert. Genau hier setzt die Softwareplattform zenon an: Sie stellt die technischen Bausteine bereit, um Messdaten aus unterschiedlichsten Quellen zu erfassen, semantisch zu kontextualisieren und daraus aussagekräftige KPI zu berechnen.

Mit zenon lässt sich ein ISO-50001-konformes Energiemanagementsystem realisieren – von der Datenerfassung über das Reporting bis hin zu Alarmierung, Benchmarking und automatisierten Berichten.

Fazit

Retrofit-Strategien sind ein wirksames Mittel, Brownfield-Anlagen langfristig wettbewerbsfähig zu halten. Sie erfordern in der Regel weniger Kapital als Neubauten und ermöglichen eine schrittweise Anpassung an neue Technologien, Regularien und Nachhaltigkeitsanforderungen. Wer Konnektivität, Predictive Maintenance, Cybersicherheit und Dekarbonisierung konsequent adressiert, erhöht nicht nur die Effizienz als auch Betriebssicherheit, sondern sichert die Zukunftsfähigkeit seiner Produktion.

www.copadata.com

Frank Hägele Sales Director und Prokurist bei Copa-Data Deutschland
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