Bild zeigt Niederlassung von Michelin

Michelin hat mit Rockwell Automation zusammen gearbeitet, um eine cloudbasierte Visualisierungs- und Datenplattform zu entwickeln, die Betriebsdaten aus mehreren, zuvor isolierten Systemen in allen Werken zusammenführt. (Quelle: Michelin)

Michelin hat stets in leistungsstarke, moderne Fertigungslösungen investiert, um die Effizienz zu sichern, die Qualität zu steigern, Ausschuss zu reduzieren und Kosten niedrig zu halten. Doch wie bei vielen etablierten Unternehmen mit starkem organischem Wachstum haben die regelmäßigen Investitionen in die Anlagen zu einer Vielzahl unterschiedlicher Maschinen, Technologien und Services geführt.

All diese Technologien arbeiten als Teil integrierter Fertigungsanlagen zusammen. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Protokolle, Architekturen und Kommunikationsfähigkeiten stellt es jedoch eine Herausforderung dar, sie alle als homogene Lösung zu verwalten. Oftmals ist man auf mehrere HMI und GUI angewiesen, die zwar ähnliche Informationen darstellen können, jedoch in stark voneinander abweichenden Formaten.

„Unser Ziel war es, eine standardisierte und zentralisierte Visualisierungslösung zu implementieren, die die Überwachung von Werkshallen und Maschinen einfacher und intuitiver macht, nicht nur für die Ingenieure an der Produktionslinie, sondern für alle internen Stakeholder“, erläutert Xavier Hodasava, zuständig für Standards und IT/OT-Engineering bei Michelin. „Die bestehenden Maschinen- und Prozessvisualisierungslösungen im Hauptkontrollraum hatten ihre eigenen Monitore und ihr eigenes Erscheinungsbild. Es gab keine Möglichkeit, all diese Informationen zusammenzuführen und die Daten in einem Format bereitzustellen und zu kontextualisieren, welches es uns ermöglicht hätte, die gesamte Werkshalle einfacher und intuitiver zu überwachen.“

Im Weiteren erklärt X. Hodasava: „Wir brauchten eine Lösung, die Betriebsdaten aus verschiedenen Quellen erfassen und die relevanten Informationen im korrekten Format zur passenden Zeit an die richtigen Personen liefern konnte – nicht nur lokal, sondern auch auf Werksebene und darüber hinaus. Ebenso wichtig war die Fähigkeit zur nahtlosen Kommunikation mit unseren IT-Lösungen, da wir IT- und OT-Daten zusammenführen, um Einblicke für alle Bereiche des Unternehmens zu gewinnen.“

Die Lösung

Um diese zentrale Datenquelle zu schaffen, hat Michelin eng mit Rockwell Automation zusammengearbeitet, um eine individuell zugeschnittene Version der Visualisierungs- und Datenerfassungs-Softwareplattform FactoryTalk Optix zu entwerfen, zu entwickeln und zu implementieren. Mit dieser HMI-Lösung lassen sich Visualisierung, IIoT-Integration, Edge-Bereitstellung und Datenmanagement verbessern.

Ein wichtiges Element der Partnerschaft der beiden Unternehmen ist eine formalisierte Vereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung und Innovation. Als „Early Adopter“ der neuen FactoryTalk-Optix-Plattform tragen der Use Case von Michelin und der daraus resultierende wichtige Input dazu bei, Elemente der Interoperabilität und der Entwicklungs-Roadmap zu definieren. Dabei arbeiten die beiden Engineering-Teams eng zusammen, um die Benutzeroberflächen des Unternehmens zu standardisieren und eine Plattform mit vertrautem Look-and-feel zu entwickeln, die weltweit eingeführt werden kann.

Ein wichtiges Ergebnis dieser engen Zusammenarbeit war die Programmierung eines nativen Konnektors beziehungsweise Treibers für das Kafka-basierte Kommunikationssystem von Michelin. Die weitverbreitete Nutzung von Kafka im IT-Sektor als Messaging-Protokoll bedeutet, dass der Treiber für die nahtlose Kommunikation mit der IT-Ebene von Michelin unerlässlich ist – insbesondere bei Unternehmensanwendungen.

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