Pixel-Wolken auf Top-Level
Am oberen Ende des Leistungsspektrums von Sensorik 4.0 stehen Kombinationen mehrerer Sensoren auch verschiedener Prinzipien zu einem leistungsfähigen Informationssystem. Ein Beispiel dafür ist PXL+. Das System basiert auf Pixelwolken, die zum Beispiel mit mehreren Lidar-Sensoren der Baureihe R2000 aufgenommen werden. Diese Sensoren arbeiten nach dem Lichtlaufzeit-Prinzip (Time-of-Flight). Aus der Zeit, die ein Lichtimpuls für den Weg vom Sender zu einem Objekt und zurück zum Empfänger benötigt, wird ein Abstandswert berechnet. Sender und Empfänger sind dabei im Sensor enthalten und werden von einem Motor in Rotation versetzt. Diese Sensoren werden mittels einer zusätzlichen Achse bewegt, sodass von jedem Sensor Positionswerte mit drei Dimensionen geliefert werden und jedes dieser Pixel einen Punkt im Raum repräsentiert. Das Neue an PXL+ ist die Kombination solcher Pixelwolken mit den Daten von weiteren Sensoren, wie Weißlicht-Interferometern oder auch hochauflösenden Farbkameras. Mit solchermaßen angereicherten Pixelwolken entstehen neue Lösungsmöglichkeiten für Inspektionsaufgaben. Auch durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz können damit höhere Detektionsraten als mit manueller Inspektion erreicht werden. Bereits eingesetzt werden PXL+-Systeme in der Luftfahrtindustrie zur Inspektion von Turbinen-Chassis. Neben einer gegenüber den früher durchgeführten manuellen Prüfungen höheren Fehler-Erkennungsrate bietet der Einsatz von PXL+ den Vorteil, dass die Inspektionsergebnisse komplett digitalisiert als Datensätze in der Cloud zur Verfügung stehen und beispielsweise bei späteren erneuten Inspektionen zu Vergleichen herangezogen werden können.
Fazit
Parallel zur Konkretisierung der Industrie 4.0-Umsetzung und der weiteren Standardisierung nutzt Pepperl+Fuchs innovative Technologien und erweitert sein Sensorik-4.0-Portfolio – auch zukünftig.