Bestandteile rund um Analyze MyDrives Edge von Siemens

Siemens zeigt auf der SPS Neuerungen in der Antriebstechnik für nachhaltige und wirtschaftliche Produktion. Ein Beispiel: Das neue Feature der Appliktion Analyze MyDrives Edge stellt Transparenz über den Energieverbrauch des gesamten Antriebssystems sicher (Quelle: Siemens)

Aus Sicht von Siemens ist Digitalisierung der Schlüssel zu mehr Flexibilität, Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit. Wie Kunden die digitale Transformation schnell und skalierbar meistern können, erfahren Kunden am Siemens-Messestand auf der SPS in Nürnberg. Im Mittelpunkt steht hier Siemens Xcelerator, die flexible und offene digitale Business-Plattform.

Neuheiten im Bereich der Antriebstechnik

Ein Teil von Siemens Xcelerator ist die bereits im Markt etablierte Applikation Analyze MyDrives Edge. Auf der SPS wird ein neues Feature gezeigt, das Transparenz über den Energieverbrauch des gesamten Antriebssystems sicherstellt. "Das KI-basierte Feature der Edge-App errechnet alle Daten, ohne dass hierfür zusätzliche Sensorik und spezielle Messgeräte benötigt werden. Die App zeigt auf, wie effizient der Antrieb läuft, wie hoch Energieverbrauch und Betriebskosten sind und welchen CO2-Fußabdruck der Antrieb hinterlässt. Antriebseinstellungen können damit noch besser auf die Kundenbedürfnisse optimiert werden", gibt das Unternehmen dazu an.

Mit dem neuen Feature will Siemens auf die aktuellen Bedarfe der Industrie nach mehr Nachhaltigkeit reagieren. Nach eigenen Angaben verantworten Elektromotoren mehr als 70 % des industriellen Energiebedarfs. "Simotics SD IE4 Motoren sind mit einem Wirkungsgrad von bis zu über 96% bereits sehr energieeffizient und  damit auch für einen Betrieb direkt am Netz optimal ausgelegt. Durch den Einsatz von Motoren der sehr hohen Effizienzklassen IE4 oder sogar IE5 sind Einsparungen von bis zu 6 % elektrischer Energie möglich", geben die Experten an. Anhand optimal aufeinander abgestimmter Motor- und Umrichtersystemen für den drehzahlvariablen Betrieb von Pumpen, Ventilatoren und Kompressoren lassen sich laut Siemens bis zu 30 % Energie einsparen, in manchen Fällen sogar mehr.

"Der eigentliche Schlüssel zu mehr Energieeffizienz liegt jedoch im Gesamtsystem", ist man im Haus Siemens überzeugt. So könnten im Zusammenspiel aller Einzelmaßnahmen – von effizienteren Motoren mit drehzahlvariabler Regelung über digitale Systemkomponenten und Tools bis zur Nutzung von elektrisch gepufferter Energie im Motorenverbund – im Systemverbund bis zu 60 % Einsparungen erzielt werden. "Die Digitalisierung wird somit zukünftig einen großen Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz Motor-betriebener Applikationen leisten", ist man überzeugt.

Auch im Hardware-Bereich wird mit dem weiteren Compact DC-DC Converter Sinamics DCP 250 kW eine Neuheit präsentiert. "Damit stehen für die Anbindung von Batterien oder Ultracaps an ein industrielles Antriebssystem insgesamt drei Compact DC-DC Converter zur Verfügung", verlautbart das Unternehmen. Siemens bietet mit dem Sinamics DCP 250kW ein Gerät, mit dem sich Ausgangsspannungen von bis zu 1.200 V realisieren lassen. "Das Gerät setzt die gestiegenen Anforderungen in der Automobilindustrie um und bietet die optimale Basis zur Realisierung von Prüfständen für Elektrofahrzeuge", heißt es in einer Pressemeldung. Was effiziente Energienutzung anbelangt, weist Siemens auf zusätzliche Vorteile der DC-Steller hin: "Im Systemverbund kann durch den Einsatz von Energiespeichern wie Batterien, die Lastaufnahme aus dem Netz geglättet werden. Damit fallen insbesondere Lastspitzen weg. Weiterhin kann anfallende Bremsenergie im DC-Verbund verfügbar gemacht werden. Bei geeigneter Systemauslegung benötigen DC-Steller zudem weniger Umwandlungsschritte. Ein weiterer Vorteil ist die vereinfachte Einspeisung aus erneuerbaren Energiequellen wie Photovoltaik."

 

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