Porträtbild von Josef Waltl, Gründer und CEO von Software Defined Automation

Josef Waltl, Gründer und CEO von Software Defined Automation (SDA), zeigt u. a. Multi-Vendor-KI-Engineering, Code-Analyse und integriertes PLC-Schwachstellenmanagement auf der Hannover Messe 2026. (Quelle: SDA)

SDA beschreibt drei aus ihrer Sicht wiederkehrende Herausforderungen in der industriellen Automatisierung: Die Entwicklung von Steuerungs-Code für unterschiedliche Technologieplattformen, den wachsenden Druck, SPS-Firmware-Schwachstellen systematisch zu managen, und die Komplexität beim Betrieb von Multi-Vendor-Steuerungsumgebungen aus einer einzigen Plattform. Mit den nun vorgestellten Neuerungen rund um ihre Industrial-DevOps-Plattform für Automatisierungsingenieure werden diese adressiert.

„Vor der Einführung von SDA mussten wir zwei Projektversionen Block für Block durchgehen, um sie zu vergleichen. Jetzt erkennen wir jeden Unterschied innerhalb von Sekunden. Diese Geschwindigkeit verändert unsere Arbeitsweise grundlegend“, sagt Sandro Franz, Team Lead Engineering Software von Eisenmann GmbH.

„Ein Automatisierungsingenieur sollte nicht einen halben Tag damit verbringen herauszufinden, was jemand letzten Dienstag in einem TIA-Projekt geändert hat. Genau solche Probleme kann KI tatsächlich lösen. Nicht in der Theorie. Auf unserer Plattform, heute“, sagt Josef Waltl, Gründer und CEO von Software Defined Automation.

KI-gestützte Projektanalyse und Code-Generierung

SDA’s neue AI Difference Explanation analysiert Versionsänderungen über komplexe SPS-Projekte hinweg und erstellt verständliche Projektzusammenfassungen: Was wurde geändert, warum wurde es vermutlich geändert, und welche Auswirkungen könnte es auf das Systemverhalten haben. "Die Funktion beschleunigt Code Reviews, Fehlersuche und Auditvorbereitung. Es ist die eine Funktion, die jeder Automatisierungsverantwortliche braucht, um zu Schichtbeginn schnell auf Stand zu kommen", so die Experten.

Eine zweite KI-Funktion, die Multi-Vendor-Code-Generierung, ermöglicht es Ingenieuren, Steuerungslogik in natürlicher Sprache zu beschreiben und IEC-61131-3-konformen Code zu erhalten, der Siemens-TIA-Konventionen folgt, einschließlich Variablendeklarationen, Funktionsbausteinen und Inline-Dokumentation.

OT-Sicherheit, CNC-Back-up & Mehr

SDA Firmware Shield schafft eine strukturierte Grundlage für die Identifikation von Firmware-Risiken und unterstützt Compliance-Bewertungen über alle installierten
Steuerungskomponenten. Bekannte Firmware-Schwachstellen aus einer fortlaufend aktualisierten OT-CVE-Datenbank werden mit der Geräte-Firmware der verwalteten Geräte abgeglichen – zunächst mit Fokus auf Siemens.

Ferner werden die automatisierten Back-up-Fähigkeiten auf Siemens-Sinumerik-CNC-Steuerungen erweitert. Das System erfasst NC-Programme, Werkzeugkorrekturtabellen, Maschinenparameter und SPS-Programme in einem versionierten, integritätsgeprüften Repository mit zeitpunktgenauer Wiederherstellung. Ein neuer plattformübergreifender Sync Client stellt sicher, dass Ingenieure immer mit aktuellen Projektversionen arbeiten, durch automatische Hintergrundsynchronisation zwischen SDA-Server und lokalem Speicher.

Alle Funktionen werden live auf der Hannover Messe 2026 gezeigt: Stand D12, Halle 27

SDA (ih)

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