Ethercat-Steckmodule minimieren Platzbedarf und Verdrahtungsaufwand

In das 8 Zoll×10 Zoll×12 Zoll große Gehäuse passen neben dem Panel-PCCP6606 mehrere der kompakten Ethercat-Steckmodule der EJ-Serie. (Quelle: Beckoff Automation)
Die Datenkommunikation für alle Steuerungs- und Sicherheitsfunktionen erfolgt über Ethercat in Echtzeit. Die entsprechende IO-Ebene ist aus Ethercat-Steckmodulen der EJ-Serie aufgebaut. So enthält der GSM-V einen Ethercat-Koppler EJ1100, einen 16-Kanal-Digitaleingang EJ1889, einen 8-Kanal-Analog-Eingang EJ3108, einen 4-Kanal-Analog-Ausgang EJ4134 sowie zwei 16-Kanal-Digital-Ausgangsmodule EJ2809.
Als Elektroingenieur weiß D. Stetz zu schätzen, dass er die IO- Steckmodule der EJ-Serie direkt auf der Leiterplatte montieren kann: „Zum einen entfällt mit den EJ-Steckmodulen die sonst übliche Punkt-zu-Punkt-Verdrahtung und zum anderen spart diese Art der Montage viel Platz. Bei anderen Systemen wäre eine zwei- bis dreimal so große Box erforderlich, um ebenso viele IO-Kanäle zu integrieren. Die Tatsache, dass die EJ-Steck- module so kompakt und einfach auf Leiterplatten zu montieren sind, eröffnet AES eine größere Flexibilität in der Serienproduk- tion und minimiert zudem den Verdrahtungsaufwand und das Fehlerpotenzial.“
Größere Flexibilität und verkürzte Installationszeit
Der erstmals im Jahr 2017 vorgestellte GSM-V hat seither bereits zahlreiche veraltete GSM-5-Einheiten ersetzt. Das neue System erfüllt alle erforderlichen Sicherheitsstandards, ein- schließlich Semi S2, Semi S8 und Uniform Fire Codes, und hat auch seine größere Funktionalität in der Praxis bestätigt. WeitereVorteile bietet laut D. Stetz die erhöhte Systemflexibilität, auf- grund derer sich die Standardproduktlinien einfach an spezifische Kundenbedürfnisse anpassen lassen: „Da der GSM-V auf Twincat 3 basiert, lässt sich bei Bedarf problemlos jede Software hinzufügen, die auf einem PC läuft. Auf diese Weise ermöglicht es die Beckhoff-Lösung, unsere Vielseitigkeit, Kreativität und unseren Einfallsreichtum mit neuen Produkten und dem Support von Altsystemen unter Beweis zu stellen.“
Zwar hat AES beim Regler GSM-V sowohl die Abmessungen als auch die Form beibehalten, nicht aber die aufwendige Verkabelung. Das neue System arbeitet vielmehr mit der Netzwerkverbindung über Ethercat und wird über eine C13-Leitung mit Ener- gie versorgt. Optional lässt sich das Gerät auch festverdrahten. Diese Plug-and-play-Lösung hat die Installationszeiten um 50 % verkürzt, wie D. Stetz erläutert: „Bis zur Verfügbarkeit von GSM-V ersetzten wir die alten GSM-5-Regler durch eine andere Lösung. Deren Installation dauerte aufgrund der zahlreichen erforderlichen Änderungen mindestens einen Tag. Mit dem neuen GSM-V können unsere Außendiensttechniker nun zwei bis drei Systeme pro Tag austauschen.“