Schrittweise Implementierung

Gepäckstücke auf das richtige Zielband.

Der Sorter ist das Herzstück der Gepäckförderanlage in Terminal 1 des Flughafens München (oben im Bild). Er übergibt die Gepäckstücke auf das richtige Zielband, damit sie in den vorgesehenen Flieger verladen werden. (Quelle: SEW-Eurodrive)

Mit SEW-Eurodrive wurde ein geeigneter Lieferant gefunden.

Der Flughafen suchte einen alternativen Anbieter für Getriebemotoren, die sich problemlos an die vorhandenen Förderer anbauen ließen. Mit SEW-Eurodrive wurde ein geeigneter Lieferant gefunden. (Quelle: SEW-Eurodrive)

„Ein Kontakt zu SEW-Eurodrive bestand schon länger, aber eher auf informeller Ebene“, berichtet A. Lechner. „Eine direkte Geschäftsverbindung gibt es seit etwa fünf Jahren“, ergänzt Andreas Tischler. Er ist Vertriebsingenieur im Drive Technology Center (DTC) Süd von SEW-Eurodrive in Kirchheim. Er fährt fort: „Vor zwei Jahren haben wir das erste Mal über das Variantenmanagement gesprochen.“ A. Lechner war von Anfang an interessiert: „Unsere Hauptmotivation war zunächst, die vorhandenen Motoren zu erfassen.“ Das läuft neben dem täglichen Hauptgeschäft, dem Betrieb der Gepäckförderanlage.

Seit Sommer 2022 wird das Variantenmanagement im Terminal 1 schrittweise implementiert. Die Mitarbeiter des Servicebereichs Technik importieren die Getriebemotoren über die Seriennummern. „Wir müssen sie jeweils separat anschauen, weil beispielsweise auch die Drehzahlen unterschiedlich sind. Dafür habe ich eine Liste zum strukturierten Erfassen der Antriebsdaten.“ Bei neuen Angeboten werden die Daten über das CRM-System von SEW-Eurodrive automatisch im Variantenmanagement angezeigt. „Wir haben bei null angefangen und gemeinsam über die Zeit viel geschafft“, sagt A. Tischler. „Nur einige Unikate müssen noch händisch erfasst werden.“

Das Variantenmanagement vereinfacht die Arbeitsweise der Kunden. Im elektronischen Katalog kann mithilfe von umfangreichen Filtern und Vergleichsmöglichkeiten ein passender Antrieb gefunden werden. A. Tischler erläutert: „Auch bei Produkten anderer Hersteller, die der Kunde ersetzen möchte, geht er ins Variantenmanagement und prüft auf Basis von technischen Merkmalen, wie Einbaulage, Drehzahl und Leistung, ob schon ein passendes SEW-Produkt vorhanden ist. Dann sendet er uns über das Variantenmanagement eine Angebotsanfrage mit der Materialnummer. Aufgrund der guten Erfahrungen mit dem Variantenmanagement kauft der Flughafen München bei uns die passenden Antriebe.“

Mehr Transparenz

Schon wenige Monate nach der Einführung des Variantenmanagements im Terminal 1 sieht A. Lechner bereits einen Nutzen, den er wie folgt beschreibt: „Der Überblick über die Varianten verbessert sich kontinuierlich. Das ist ein fortlaufender Prozess, der noch etwas dauern wird, bis er Früchte trägt. Da bin ich sehr zuversichtlich.“ Auch der Vollinstandhalter hat schon ein allgemeines Interesse am Variantenmanagement signalisiert. A. Lechner ist optimistisch: „Natürlich muss der Dienstleister die Verfügbarkeit der gesamten Fördertechnik garantieren und deshalb Veränderungen sorgfältig planen. Aber er begrüßt die gewonnene Transparenz und geht diesen Weg mit.“

Ausblick

Der nächste geplante Schritt wird die Reduzierung der vorhandenen Antriebsvarianten in der Fördertechnik sein. Das ist ein längerer Prozess, bei dem unterschiedliche Motorvarianten und -daten zu berücksichtigen sind. Dazu zählen beispielsweise auch die Geschwindigkeiten, damit der Förderfluss der Gepäckstücke richtig bemessen wird. In der Folge kann das Ersatzteillager verkleinert werden. Bei künftigen Neuplanungen wird es auch möglich sein, sinnvolle Vorgaben über die einzusetzenden Antriebsvarianten zu machen. Auch für jeden OEM, der regelmäßig SEW-Antriebe bestellt, ist die Lösung interessant.

Das Variantenmanagement im Überblick

Mit seinem Variantenmanagement unterstützt SEW-Eurodrive seine Kunden bei der Auswahl passender SEW-Produkte und reduziert gleichzeitig die Produktvarianz im Unternehmen. Bereits angefragte und bestellte Produkte können in die Datenbank geladen werden. Umfangreiche Filter- und Vergleichsfunktionen vereinfachen die Auswahl bereits verwendeter Produkte. So werden die Varianten schon im Auswahlprozess reduziert. Bei der Suche nach einem Antrieb können die Kunden auf technische Produktmerkmale, wie Motorleistung, Drehzahl oder Drehmoment, zurückgreifen. Sie entscheiden dadurch schneller und sparen sich die zeitintensive Suche in anderen Systemen.

www.sew-eurodrive.de/ variantenmanagement
Logimat: Halle 7, Stand D07

Gunthart Mau Referent Fachpresse bei SEW-Eurodrive in Bruchsal
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