Die richtigen Roboter wählen

Mit der Virtual Twin Experience kann Robot at Work die Produktionslinienanordnung verbessern

Mit der Virtual Twin Experience kann Robot at Work die Produktionslinienanordnung verbessern (Quelle: Robot at Work)

Weil es möglich ist, jede einzelne Produktionslinie detailliert zu definieren, kann Robot at Work ermitteln, welche Roboter für welche Aufgaben am besten geeignet sind und mehrere Funktionen in einer Zelle kombinieren.

„Mit Delmia können wir das Verhalten aller Roboter detailliert simulieren“, so L. Codini. „Der Vorteil ist, dass wir in nur einem Programm alle führenden Robotermarken verwenden, sie programmieren, versetzen, mechanische Teile ändern und dann ganze Roboter tauschen können. So können wir mühelos verschiedene Robotermarken integrieren und vergleichen, um herauszufinden, welche für die Anforderungen unseres Kunden am besten geeignet sind. Wir können mit Delmia auch vorhandene Roboter testen, die wir umbauen wollen.“

A. Tecchia verweist als Beispiel auf einen Automobilkunden: „Er hatte eine Montagestraße mit einem Vision-Control-System zur Qualitätskontrolle. Früher brauchte er fünf Kameras, um die Straße zu überwachen. Wir haben virtuell eine neue Roboteranordnung entwickelt, mit der das gleiche Bauteil genauso gut mit nur einer Kamera überwacht werden kann. In unserer Simulation konnten wir den Roboter bei der Bauteilmontage zeigen, und wie die einzige Kamera den gesamten Prozess überwacht, ohne dass Qualitätseinbußen entstehen. Der Kunde hat diese Anordnung für andere Produktionslinien übernommen und sparte dadurch eine Menge Geld.“

Output maximieren

Eine der häufigsten Anfragen der Kunden von Robot at Work ist die Maximierung des Outputs. „Der Output ist die erste Information, die der Kunde sehen will“, so A. Tecchia. „Früher konnten wir die Zykluszeiten auf Basis unserer Berechnungen und Erfahrung nur schätzen. Teilweise hat das beim finalen Output zu Fehlern geführt, weil wir nicht jedes Szenario durchspielen konnten. Dank Simulationen sind wir jetzt viel genauer. Wir können dem Kunden die Arbeitsleistung der Roboter in der virtuellen Umgebung zeigen und diese Ergebnisse sind sehr nah an der Realität der tatsächlichen Produktion. Es gibt keine Überraschungen mehr.“

Durch die Virtual Twin Experience können auch Systeme simuliert werden, die bereits in Betrieb sind. So können Robot at Work und seine Produktionskunden das System überwachen, Modelle für Anpassungen entwickeln und automatisch Änderungen am System durchführen, um einen maximal effizienten Betrieb sicherzustellen.

Ein neues Service-Geschäftsmodell

Für Robot at Work war der Übergang zur virtuellen Inbetriebnahme eine echte Transformation, sowohl im Hinblick darauf, wie das Unternehmen die Anforderungen seiner Kunden erfüllt als auch darauf, wie es die Kunden weiter betreut, wenn die Produktionslösung installiert und in Betrieb ist.

„Was sich mit am meisten verändert hat, ist unser After-Sales-Geschäft“, so L. Codini. „Viele unserer Kunden stellen die Produktion zwei bis drei Mal im Monat um und brauchen unsere Hilfe, um die Programme umzuschreiben. Durch die Plattform und Delmia können wir eine neue Zelle viel schneller betriebsbereit machen. Wenn ein Kunde die Produktion oder einen Roboterzyklus ändern will, können wir dies im Vorhinein simulieren, ihm zeigen, wie es funktioniert und den Wechsel dann bei minimaler Ausfallzeit vollziehen. Wir können einen neuen Produktionszyklus innerhalb eines Tages zum Laufen bekommen.“

A. Tecchia ergänzt: „Wir verkaufen inzwischen komplette Logistiklösungen mit Delmia und konnten den Umsatz unserer Robotersparte alleine im letzten Jahr verdoppeln. In Zukunft erwarten wir sogar ein noch größeres Wachstum und die Plattform treibt das wirklich voran.“

dfj-Redaktion
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