Mit VL3 UPC 2440 Edge erleichtert Phoenix Contact die Integration von OT und IT, indem das Gerät beide Welten nahtlos miteinander verbindet. (Quelle: Phoenix Contact)
VL3 UPC 2440 Edge basiert auf einem kompakten Industrie-PC, der speziell für raue Umgebungen und einen Dauerbetrieb konzipiert wurde. Das Gerät im Aluminium-/Stahlblechgehäuse wird unter anderem passiv gekühlt, umfasst also keinen Lüfter. In Schutzart IP30 lässt es sich bei Umgebungsbedingungen von –20 °C bis 60 °C betreiben. Aufgrund seiner kompakten Abmessungen (100 mm × 50 mm × 100 mm) findet VL3 UPC 2440 Edge zudem in jedem Schaltschrank Platz und kann einfach in jede bestehende Netzwerkinfrastruktur integriert werden. Das Herzstück des Edge-Devices bildet eine leistungsstarke CPU Quadcore Intel Atom, die in Kombination mit einem Arbeitsspeicher von 16 GB RAM auch komplexe Analyseverfahren auf der Hardware ermöglicht. Die Container-Runtime und die vorinstallierte virtuelle Steuerung Virtual PLCnext Control sorgen dafür, dass sich Automatisierungslösungen sofort umsetzen lassen.
Im Zusammenspiel werden Daten aus der OT-Welt, also von Steuerungen und Sensoren, über PLCnext gesammelt und direkt auf der Hardware des Edge-Geräts analysiert. Eine direkte Einflussnahme durch ein Ergebnis der lokalen Datenanalyse kann direkt wieder zurück in die Anlage erfolgen.
Entkopplung der Steuerungssoftware von der Steuerungshardware
VL3 UPC 2440 Edge ist Bestandteil des offenen Ecosystems PLCnext Technology für aktuelle und zukünftige Automatisierungsanforderungen. Das Ecosystem erlaubt die Kombination von Automatisierungsaufgaben und IoT-Ansprüchen in einem Gerät. Abgesehen von der Steuerungshardware beinhaltet PLCnext Technology die modulare Software Plattform PLCnext Engineer, den digitalen Marktplatz PLCnext Store, die PLCnext Community zum fachlichen Austausch sowie die Option einer systemischen Cloudintegration. Im Unterschied zu einer traditionellen SPS setzt die Steuerungsfunktionalität von VL3 UPC 2440 Edge auf einem OCI-Container (Open Container Initiative) auf, somit lediglich auf Software. Im Bereich der Automatisierung stellt diese Software die gewohnten Funktionen einer Steuerung PLCnext Control zur Verfügung. Das bedeutet, dass neben den gängigen Industrieprotokollen auch Bussysteme, wie Profinet oder Modbus TCP/IP, unterstützt werden. Die Bussysteme dienen der Einbindung von Buskopplern und IO-Modulen in die Automatisierungslösung – und das wie gewohnt in Echtzeit. Aus der Entkopplung der Software bei der containerisierten Steuerung ergeben sich keine Nachteile bezüglich der Automatisierung. Durch das Loslösen der Steuerungsfunktionalität in den OCI-Container bietet VL3 UPC 2440 Edge eine Offenheit und einfache Handhabung, die traditionelle Steuerungen bislang nicht liefern können. Das kann insbesondere in unkonventionellen Applikationen zu entscheidenden Vorteilen führen – Stichwort: Edge. In derartigen Anwendungen werden Daten lokal verarbeitet und schaffen folglich bereits vor Ort in der Maschine einen Mehrwert. Anstelle eines Embedded-Systems befindet sich ein vollwertiges Betriebssystem Linux Ubuntu Pro Desktop auf dem Edge-Gerät. Auf diese Weise lässt sich sämtliche Software integrieren – unabhängig, ob als weiterer Container-Dienst oder direkt nativ in das Linux-System. Alle Schnittstellen des Industrie-PC können ohne zusätzlichen Aufwand direkt in die Applikation eingebunden werden.