Für die Zukunft vorbereitet
Die Snap-in-Technologie bringt jedoch nicht nur bei manuellen Verdrahtungsprozessen Vorteile. Sie ermöglicht auch die nahtlose Integration in automatisierte Fertigungsabläufe. Da die leicht zugänglichen Leitereinführungen direkt zugänglich sind, können Roboter sie schnell und präzise erreichen. Dies reduziert die Dauer des Fertigungsprozesses und optimiert eine kontaktlose Verdrahtung. Die Verschmelzung von technischen Innovationen und praxisorientierter Lösungskonzeptionen rund um die Anschlusstechnologie bringt Anwendern Mehrwert im Schaltschrankbau. Mit ihrer Effizienz, Sicherheit und Anpassungsfähigkeit öffnet sie neue Horizonte und ebnet den Weg zu einer intelligenten und zukunftsweisenden Fertigungstechnologie– ready-to-robot.
Teamwork und Innovation – die Entstehung von Snap-in
Der gebündelte Pioniergeist stellt rund um die erfolgreiche Entwicklung der Snap-in-Anschlusstechnologie einen elementaren Erfolgsfaktor dar.
Dr. Christian Dülme, Leiter der Business Unit Tragschienenkomponenten bei Weidmüller, hat die besonderen Merkmale von Snap-in, dessen Innovationspotenzial sowie die Zukunftsaussichten für Anschlusstechnologien früh mit seinem Team herausgearbeitet. Das Team, zu Beginn bestehend aus Produktmanagement und Entwicklung (Bild 2), befasste sich dabei zunächst mit der grundlegenden Frage: Wie können Arbeitsabläufe und Fertigungsprozesse des Schaltschrankbaus optimiert werden? Daher lag der Fokus auf den praktischen Bedürfnissen der Anwender, sodass sich das Team konsequent an der Frage nach den Kundenwünschen ausrichtete. Durch gezielte Workshops und Gesprächsrunden mit Kunden wurde die Zielsetzung manifestiert: Eine neue Anschlusstechnologie entwickeln, die den Schaltschrankbau einfacher, sicherer und schneller gestaltet, während sie gleichzeitig für die Anforderungen automatisierter Prozesse der Zukunft bereit ist. Daraus ergab sich dann auch das Snap-in-Motto „Schnell, einfach, sicher, ready-to-robot“ (Bild 3). Anschließend wurde die Snap-in-Integration in die Weidmüller-Produktwelt festgelegt. Nach aktuellem Stand ist Snap-in bereits fester Bestandteil vieler Produkte aus den Bereichen Klippon-Connect-Reihenklemmen, RockStar (schwere Steckverbinder), Push-Pull-Power-Steckverbinder sowie Omnimate-4.0-Steckverbinder. Das Produktportfolio Omnimate 4.0 umfasst modulare Leiterplattensteckverbinder und Leiterplattenklemmen zur passgenauen Gestaltung des Geräteanschlusses. In Zukunft wird Snap-in sukzessive in viele weitere Weidmüller-Produktgruppen integriert. Zudem hat Dr. C. Dülme einen Blick auf das Feedback in der Zeit nach der Markteinführung geworfen. Dabei stellte er fest, dass die Kunden und Partner von Weidmüller schnell die vier großen Vorteile der neuen Anschlusstechnologie erkannt und diese in die eigenen Fertigungs- sowie Arbeitsabläufe integriert haben. Die positive Reaktion der Kunden ist für das Team Erfüllung und Motivation zugleich. Neben den Vorteilen des genannten Mottos „schnell, einfach, sicher, ready-to-robot“ schätzen die Kunden besonders die Zuverlässigkeit der Technologie unter anspruchsvollen Bedingungen, wie extreme Temperaturen und hohe Feuchtigkeit. „Es braucht keine Glaskugel, um zu erahnen, dass die zentralen operativen Schwerpunkte der Industrie rund um den Schaltschrankbau der Zukunft die Automatisierung in allen Aspekten sowie die robotergestützte Verdrahtung werden“, sagt Dr. C. Dülme. Weidmüller werde mit seinem Teamspirit beim Thema Produktionsprozesse, die schnell, einfach, sicher und ready-to-robot sein sollen, stets eine zentrale Rolle spielen: „Am besten leistet man echte Pionierarbeit der Verbindungstechnik, wenn man in einem guten Team arbeitet“, lautet die Erfahrung von Dr. C. Dülme.
Literatur
- Weidmüller Interface GmbH & Co. KG, Detmold: www.weidmueller.de

