Deutliche Reduzierung der Installationskosten

Ventilköpfe mit ASi-5 von unterschiedlichen Herstellern

Bild 02: Ventilköpfe mit ASi-5 von unterschiedlichen Herstellern (Quelle: Bihl+Wiedemann)

Mit dem ABB Ability Field Information Manager lassen sich auch die Daten von ganz vielen in einer Anlage verbauten ASi-5 Ventilanschaltungen und ASi-5/ASi-3 Gateways verwalten.

Bild 03: Mit dem ABB Ability Field Information Manager lassen sich auch die Daten von ganz vielen in einer Anlage verbauten ASi-5 Ventilanschaltungen und ASi-5/ASi-3 Gateways verwalten. (Quelle: Bihl+Wiedemann)

ASi-5/ASi-3 Feldbus Gateway mit integriertem Sicherheitsmonitor von Bihl+Wiedemann.

Bild 04: ASi-5/ASi-3 Feldbus Gateway mit integriertem Sicherheitsmonitor von Bihl+Wiedemann. (Quelle: Bihl+Wiedemann)

AS-Interface hat sich auch deshalb in der Prozessindustrie etabliert, weil damit die Installationskosten deutlich reduziert werden können. Es existiert keine Verdrahtungsalternative, die zugleich einfacher, flexibler und zuverlässiger ist. Und weil für die Erweiterung auf ASi-5 keine neue bzw. zusätzliche Infrastruktur verlegt werden muss und somit kein zusätzlicher Verkabelungsaufwand entsteht, ist auch die direkte Anschaltung von Sensoren und Aktuatoren an ASi-5, etwa im Ventilkopf, entsprechend wirtschaftlich. Außerdem lassen sich mit entsprechenden ASi-5 Modulen auch analoge Ein- und Ausgänge, IO-Link-Sensoren sowie serielle Protokolle (wie RS-232, RS-485 oder CAN) ganz einfach integrieren. Und auch aus Security-Sicht bietet eine Lösung mit ASi-5 deutliche Installations- und damit Kostenvorteile (Bild 4). So können an ein ASi-5/ASi-3 Feldbus Gateway für zwei ASi Kreise von Bihl+Wiedemann mehr als 100 Feldgeräte, z. B. Ventilanschaltungen unterschiedlicher Hersteller, angeschlossen werden. Das Gateway selbst benötigt nur eine einzige IP-Adresse im Netzwerk und kommuniziert über eine einzige – physikalisch getrennte – Schnittstelle per OPC UA oder REST-API mit der IT. Die geringere Anzahl an notwendigen IP-Adressen verbessert wiederum die IT-Security und reduziert gleichzeitig die Komplexität bei Planung und Betrieb von Netzwerken – und damit die Kosten der Digitalisierung.

Einfacher Systemaufbau

In der Prozesstechnik bestehen Anlagen häufig aus vielen Anlagenteilen für unterschiedliche Teilprozesse, die möglichst kompakt konzipiert und anschließend miteinander verbunden werden. Dabei kann es sein, dass viele, teilweise mehrere tausend, Ventile eingesetzt werden – traditionell vor allem Ventile mit einfacher Auf-Zu-Funktionalität, die über AS-Interface miteinander verbunden und gesteuert werden. ASi, das auch in explosionsgefährdeten Bereichen verwendet werden kann, hat sich neben den bereits genannten Gründen in der Prozessautomation auch aufgrund der Einfachheit des Systems durchgesetzt, die sich von der Planung über die Installation und Verdrahtung, die Inbetriebnahme sowie die Fehlersuche bis hin zur Erweiterung erstreckt und von der Anwender gerade in Servicefällen erheblich profitieren.

Leistungsfähiges Condition Monitoring

Wie in vielen anderen Bereichen haben in den letzten Jahren aber auch in der Prozesstechnik Industrie 4.0 und damit verbundene Digitalisierungsthemen Einzug gehalten und in kurzer Zeit stark an Bedeutung gewonnen – Stichworte: Condition Monitoring und Predictive Maintenance. Immer mehr Anwender möchten aus ihren Anlagen jetzt auch zusätzliche Daten gewinnen, um sie unter verschiedenen Aspekten analysieren und daraus konkrete Maßnahmen ableiten zu können. Hierfür ist ASi-5 die perfekte Lösung, denn mit der jüngsten abwärtskompatiblen AS-Interface-Generation ist jetzt eben nicht mehr nur ein einfaches, bewährtes und etabliertes Verdrahtungssystem zur Steuerung von Ventilen verfügbar, sondern auch ein geeignetes Kommunikationssystem zum Managen und Übertragen von erweiterten Gerätefunktionen, die sich auf ein leistungsfähiges Condition Monitoring beziehen. Durch seine hohe Datenbandbreite und die kurzen Zykluszeiten können mit ASi-5 jetzt erheblich mehr Daten übertragen werden, was in der Prozesstechnik die Möglichkeiten für die Parametrierung von Ventilen und für Diagnosen deutlich erweitert. So lassen sich neben Endlagen von Ventilen nun auch Informationen wie die tatsächliche Position oder der genaue Druck abfragen, Warnungen für das Über- oder Unterschreiten verschiedener Schwellenwerte von Luftdruck, Luftfeuchte oder Temperatur definieren oder im Rahmen von Condition Monitoring Daten z. B. über die Beschleunigung, den Ventilweg, die Anzahl an Schaltspielen und Betriebsstunden, die Stromaufnahme und Versorgungsspannung, die Temperatur oder die Luftfeuchtigkeit über größere Zeiträume aufzeichnen und auswerten.

Literatur

  1. Bihl+Wiedemann GmbH, Mannheim: www.bihl-wiedemann.de
Thomas Rönitzsch ist Leiter Unternehmenkommunikation bei der Bihl+Wiedemann GmbH in Mannheim. troenitzsch@bihl-wiedemann.de
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