Interview mit T. Waglöhner

KI in der Automitisierung zählte in Berlin zu den Top-Themen.

Bild 02: KI in der Automitisierung zählte in Berlin zu den Top-Themen. (Quelle: Easyfairs)

Die aaa in Berlin verzeichnete an beiden Tagen einen starken Besucherandrang.

Bild 03: Die aaa in Berlin verzeichnete an beiden Tagen einen starken Besucherandrang. (Quelle: Easyfairs)

In den gut besuchten Talk-Lounges wurden Praxisfragen behandelt, wie z. B. „Welche Ansätze gibt es, um KI sinnvoll in der Produktion einzusetzen?“.

Bild 04: In den gut besuchten Talk-Lounges wurden Praxisfragen behandelt, wie z. B. „Welche Ansätze gibt es, um KI sinnvoll in der Produktion einzusetzen?“. (Quelle: Easyfairs)

In diesem Jahr kommt als neuer Standort der aaa neben Berlin noch Wels in Österreich hinzu. Was waren die Gründe, die aaa an Standorten in der gesamten Region D-A-CH zu veranstalten?

T. Waglöhner: Ganz klar: die Aussteller. Schon seit einigen Jahren wurde an mein Team und mich immer wieder der Wunsch herangetragen, das Konzept der aaa auch in Österreich zu platzieren. Jetzt haben wir den Schritt gewagt – und die Resonanz ist wirklich stark: 250 Ausstelleranmeldungen für die Premiere im Mai 2026 sind ein echtes Pfund.

KI und Security gewinnen zunehmend an Bedeutung in der Industrieautomation. Wie spiegeln sich diese Technologien auf den regionalen Messen wider?

T. Waglöhner: Wir merken dazu einen sehr hohen Orientierungsbedarf bei den Fachbesuchern. Beides sind starke Schwerpunkte auf unseren Talk-Lounges – und ganz oft reichen die Stühle nicht aus. Spannend ist: Es geht dabei selten um Hype, sondern um ganz konkrete Praxisfragen. Also: Welche Ansätze gibt es, um KI sinnvoll in der Produktion einzusetzen? Und beim Thema Security: Was muss ich als Automatisierer im Maschinen- und Anlagenumfeld jetzt schon beachten – auch mit Blick auf kommende Anforderungen? Genau diese Schnittstelle zwischen OT, Maschinenwelt und pragmatischer Umsetzung ist auf der aaa extrem gefragt.

Sie befragen regelmäßig die Messebesucher, welche Trends in der Praxis an Relevanz gewinnen. Wie lauten die Ergebnisse und wie fließen diese in die Messeplanung ein?

T. Waglöhner: Ja, wir befragen unsere Besucher sehr detailliert. Kurz zusammengefasst sehen wir mehrere klare Praxis-Trends: In der Steuerungs- und HMI-Welt geht es stark um intuitive, flexible Lösungen und moderne Schnittstellen. Sehr hoch ist die Nachfrage nach praxistauglichen Robotik- und Cobot-Anwendungen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Sensorik und IoT – vor allem Condition Monitoring, Predictive Maintenance und die intelligente Einbindung von Sensoren in bestehende Anlagen. Dazu kommt ein großes Interesse an Retrofit und gerade im Mittelstand sehen wir außerdem viel Bedarf an wirtschaftlichen Automatisierungslösungen für Prozesse mit hoher Variantenvielfalt. Und sehr präsent sind Fragen zu Safety und Security – plus der Wunsch, Digitalisierung und KI sinnvoll in bestehende Systeme zu integrieren, ohne alles neu bauen zu müssen. Diese Schwerpunkte fließen direkt in unsere Messeplanung ein: in die thematische Ansprache, in die Auswahl und Mischung der Aussteller, in die Inhalte der Vortragsbühnen – und auch in Sonderflächen bzw. in die Frage, welche Themen wir stärker kuratieren.

Literatur

  1. Easyfairs Deutschland GmbH, München: www.easyfairs.de
Andreas Fuchs
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