CIP-Reinigung in der Getränkeindustrie

Mit dem Automatisierungssystem und dem grafischen Programmeditor lassen sich beim Brauprozess alle Prozesse effizient steuern.

02 Mit dem Automatisierungssystem und dem grafischen Programmeditor lassen sich beim Brauprozess alle Prozesse effizient steuern. (Quelle: Jumo)

Der grafische Programmeditor smartWare Program ermöglicht die intuitive Erstellung und Bearbeitung von Programmen und Rezepten.

03 Der grafische Programmeditor smartWare Program ermöglicht die intuitive Erstellung und Bearbeitung von Programmen und Rezepten. (Quelle: Jumo)

Das variTron-System unterstützt verschiedene CIP-Verfahren, wie Ein- und Zweikreisverfahren, und ermöglicht auch die Durchführung von Sterilization-in-Place-Prozessen.

04 Das variTron-System unterstützt verschiedene CIP-Verfahren, wie Ein- und Zweikreisverfahren, und ermöglicht auch die Durchführung von Sterilization-in-Place-Prozessen. (Quelle: Jumo)

Die CIP-Reinigung ist ein wesentlicher Bestandteil des Brauprozesses (Bild 4). Bei dem Verfahren werden die Anlagen automatisch mit Reinigungsmitteln gespült, ohne dass diese demontiert werden müssen. Das variTron-System unterstützt verschiedene CIP-Verfahren, wie Ein- und Zweikreisverfahren, und ermöglicht auch die Durchführung von Sterilization-in-Place-Prozessen. Der Prozessablauf kann dabei individuell an die Anforderungen der Anlage und des Produkts angepasst werden. Dazu passend bietet Jumo eine große Auswahl an zertifizierten Sensoren vom Typ EL gemäß EHEDG. Diese sind für die Nassreinigung in geschlossenen Anlagen ohne vorherige Demontage geeignet.

Der erste Schritt der CIP-Reinigung ist in den meisten Fällen das Vorreinigen der Anlagen mit dem letzten Spülwasser des vorangegangenen Reinigungsprozesses. Im Anschluss wird mit heißem Wasser gespült. Darauf folgt oftmals ein Reinigungsschritt mit Natronlauge. Nach einer weiteren Spülung mit Wasser kommt dann Salpetersäure oder auch Phosphorsäure zum Einsatz. Sollte es keine weiteren Anforderungen geben, ist nach einer weiteren Spülung mit Wasser die Reinigung abgeschlossen. Bei der Reinigung sind die Temperatur, der Durchfluss, die Konzentration der Reinigungsmedien und die Dauer der Reinigung die wesentlichen Faktoren für den Reinigungserfolg. Dabei gilt: Je höher die Reinigungstemperatur, desto besser ist das Ergebnis. Anderseits können durch zu hohe Temperaturen auch Schäden an der Anlage entstehen.

Eine wesentliche Anforderung an die CIP-Steuerung ist die Überwachung und Regulierung der Reinigungsparameter. Hierfür stehen eine Vielzahl von Sensoren und Reglern zur Verfügung, die einfach in das System integriert werden können. Die Messdaten werden in Echtzeit erfasst und können für die Überwachung und Optimierung des Prozesses genutzt werden.

Für die Dokumentation der CIP-Reinigung und die Erfüllung von Qualitäts- und Hygienestandards ist die Chargenaufzeichnung essenziell. Die smartWare Scada und die Cloud von Jumo ermöglichen eine detaillierte Aufzeichnung der Prozessparameter und die Erstellung von individuellen Kundenberichten.

Die Bedienung der CIP-Steuerung erfolgt über ein intuitives browserbasiertes Bedienkonzept, das auf den Anwender zugeschnitten ist. Dabei kann der Bediener den Prozessablauf visuell verfolgen und bei Bedarf manuell eingreifen. Das System bietet dabei eine hohe Flexibilität und ermöglicht es, auch komplexe CIP-Prozesse effizient und sicher zu steuern. 

Ein weiterer Vorteil der Lösung ist die Integration in bestehende Anlagen und Systeme. Durch die offene Architektur und die Unterstützung von Standard-Schnittstellen kann das System einfach in bestehende Infrastrukturen eingebunden werden. Dies eröffnet eine Vielzahl von Möglichkeiten für die Modernisierung von Anlagen und die Optimierung von Prozessen. 

Literatur

  1. Jumo GmbH & Co. KG, Fulda: www.jumo.de 
Michael Wiener ist Produktmanager Automatisierungssysteme bei der Jumo GmbH & Co. KG in Fulda. Nico Müller ist Produktmanager Software bei der Jumo GmbH & Co. KG in Fulda.
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